Dämpfer für unmotivierte Panther - 2:3-Heimniederlage n.P. gegen Roosters

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Alles andere als ein Lieblingsgegner sind die Iserlohn Roosters für die Augsburger Panther. In der Vergangenheit hat man sich gegen die Truppe vom Seilersee immer sehr schwer getan und in der Regel gab es auch punktemäßig nicht viel zu holen. Dennoch wollte man sich die makellose Heimbilanz der letzten Wochen nicht verderben lassen und so hatte sich die Mannschaft von Trainer Benoit Laporte einiges vorgenommen. Ein Leckerbissen war das Spiel auch diesmal nicht und auch mit dem Ergebnis hat es nicht geklappt. Die Roosters hatten nach dem Penaltyschießen das bessere Ende für sich.

Leo Conti im Tor der Roosters, einst aus der Augsburger Jugendarbeit hervorgegangen, hatte nach etwas mehr als einer Minute das erste Mal Glück als die Scheibe vom Pfosten abprallte. Kurz darauf war es dann doch passiert: Ronny Arendt schloss eine mustergültige Kombination zur frühen Führung der Hausherren ab. Die Gäste taten sich dagegen anfangs ziemlich schwer mit dem schnellen und variablen Augsburger Spiel und blieben mit ihren Angriffsbemühungen meist schon früh in der gegnerischen Defensive hängen. Erst nach rund zehn Minuten kamen sie zu ersten Chancen, ohne allerdings Jean-Francois Labbé vor größere Probleme stellen zu können. Im weiteren Verlauf wurde die Begegnung allerdings ziemlich unansehnlich, da die Fehlerquote im Aufbauspiel auf beiden Seiten beträchtlich und Iserlohn in erster Linie auf Zerstören aus war.

Zu Beginn des Mitteldrittels hätte Duanne Moeser in Überzahl fast die Führung für sein Team ausbauen können, doch wurde er im letzten Moment noch am Schuss gehindert. Kurz darauf traf sein Kollege Francois Methot nur den Pfosten. Besser machte es dann Brian Felsner: Auf Zuspiel von Rick Girard erhöhte er auf 2:0. Die Panther waren nun in allen Belangen überlegen, gingen aber mit ihren Chancen zu leichtfertig um. Den daher überraschenden Anschluss hatten die Roosters Schiedsrichter Willi Schimm zu verdanken, der eine umstrittene Strafe gegen Shawn Carter verhängte. In Überzahl traf Martin Knold mit einem Schlagschuss aus der Halbdistanz. Dieser Treffer motivierte die Gäste aus dem Sauerland sichtlich, denn nun gingen sie zielstrebiger zu Werke, während bei den Panthern der Faden gerissen schien.

Ausgeglichen ging es auch im Schlussdrittel weiter, weil die Augsburger einfach zu ungenau im Aufbauspiel waren und es schlicht und ergreifend am nötigen Einsatz fehlen ließen. Die Roosters dagegen kämpften verbissen um jede Scheibe und kamen durch Intranuovo schließlich zum Ausgleich, etwas glücklich, aber nicht unverdient. Die Hausherren bemühten sich zwar, doch das destruktive Spiel der Gäste war überaus erfolgreich und mündete ins Penaltyschießen. Dort war die Sache dann schnell entschieden. Mike York und Matt Higgins trafen für die Gäste, bei Augsburg vergaben Girard, Methot, Brown und Arendt.

Während Roosters-Coach Doug Mason sichtlich zufrieden erklärte, dass es sich ausgezahlt habe, bereits am Vortag angereist zu sein, konnte Benoit Laporte seinen Zorn nur mühsam beherrschen: „Wir haben einfach nicht gekämpft, die Mannschaft hat zu wenig Einsatz gebracht. Es läuft doch etwas falsch, wenn nach dem Spiel keiner in der Kabine einen Eisbeutel braucht. Selbst wenn heute Glasscherben auf der Bande gelegen hätten, bei uns wäre keiner verletzt...!“ (mor)

Tore: (1:0 / 1:1 / 0:1 / 0:1)

1:0 (01:58) Arendt ( Brown ; Methot )

2:0 (23:43) Felsner ( Girard ; Moeser )

2:1 (32:40) Knold ( Adams ; Higgins ) 5:4

2:2 (46:08) Intranuovo ( White ; Verwey )

2:3 (60.00) York GWS

Zuschauer: 4329

Strafzeiten: Augsburger Panther 6, Iserlohn Roosters 8

Schiedsrichter: Willi Schimm, Waldkraiburg


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