Clevere Adler vor Halbfinaleinzug - 4:2-Sieg in Nürnberg

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
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In einem hart umkämpften Playoff-Spiel gelang den Mannheimer Adlern in der

Viertelfinalserie gegen Nürnberg der erste Auswärtssieg. Damit haben die Adler

am kommenden Freitag alle Chancen mit dem vierten Sieg den Halbfinaleinzug

perfekt zu machen. "Der letzte Sieg ist immer besonders schwer, wir werden

alles versuchen, um das noch umzubiegen. Ich bin davon überzeugt, dass wir das

packen", so zumindest die Kampfansage von Ice Tigers Trainer Mike Schmidt

unmittelbar nach Spielende.

Diesmal erwischten die Ice Tigers den besseren Start und kamen schon nach 109

Sekunden durch einen abgefälschten Schuss zur Führung. Wie üblich pfiff

Schiedsrichter Lichtnecker im ersten Drittel rigoros und ließ wenig Spielfluss

aufkommen. Erst gab er Mannheim 61 Sekunden lang bei doppelter Überzahl die

Möglichkeit zum Ausgleich, dann ließ er die Franken 70 Sekunden lang mit

zweifacher Überzahl stürmen. Beide Teams ließen diese große Chance jedoch

ungenutzt. Auch beim Mannheimer Ausgleich stand Lichtnecker im Mittelpunkt:

Roach's Powerplaytreffer ging eine kuriose Strafe gegen Shawn Anderson voraus.

Nürnberg's Verteidiger wurde gefoult und daraufhin von Lichtnecker wegen

angeblicher "Schwalbe" hinausgestellt. "Es geht nicht um den

Spielausgang, aber von so einem erfahrenen Mann wie Lichtnecker muss man einfach

mehr Überblick verlangen", so Schmidt zu den oftmals seltsamen

Entscheidungen des bayerischen Flussmeisters.

Im Mittelabschnitt ging die Partie munter weiter, bis Marcel Goc einen klugen

Pass von hinter dem Tor unhaltbar zur Adler-Führung verwertete. Jetzt wackelten

die Franken, kamen aber schnell zum Ausgleich: Einen Dahl-Schlenzer fälschte

Rumrich erfolgreich ab. Jetzt agierten beide Teams vorsichtiger und defensiv

aufmerksamer, da jeder wusste, dass der nächste Fehler zur Vorentscheidung

führen könnte. Diesen Fehler beging Chris Luongo in der 48. Minute, als er

völlig unbedrängt vor dem eigenen Tor die Scheibe vertändelte und es auch

nicht vollbrachte den einschussbereiten Wayne Hynes irgendwie am Torschuss zu

hindern. Das war es für die Ice Tigers, Hlushko besorgte mit einem "empty-netter"

den endgültigen Stoß.

Die Adler waren erneut einfach einen Tick cleverer, profitierten aber auch

von Lichtnecker's Geschenk zum ersten Ausgleich. Jetzt haben die Kurpfälzer

jedoch alle Trümpfe selbst in der Hand, müssen aber im fünften Spiel auf

ihren Kapitän Stefan Ustorf verzichten, der mit einem Unterarmbruch ausschied

und die Saison vorzeitig beenden muss. Bei den Franken sind zwar alle Mann an

Bord, aber vor allem ein Teil der Nürnberger Großverdiener muss sich vorwerfen

lassen, nicht in der Lage gewesen zu sein, entscheidende Impulse zu setzen.

Gerade von Yake, Guillet und Co. war einfach zu wenig zu sehen. Wie schon in den

vergangenen Jahren konnten sich lediglich die deutschen Spieler in den

Vordergrund spielen.

Tore:

1:0 (01.49) Rumrich (Dahl, Anderson) 5:4

1:1 (14.50) Roach (Edgerton) 5:4

1:2 (27.22) M. Goc (Joseph, Martinec)

2:2 (31.01) Rumrich (Dahl, Guillet) 5:4

2:3 (47.54) Hynes

2:4 (59.05) Hlushko (Racine, Hynes) 5:6

Strafen: Nürnberg 14 min. - Mannheim 16 min. plus 10 min. Disziplinar S. Goc

Schiedsrichter: Lichtnecker

Zuschauer: 6.049

 

 


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