Cisar und Chabot: Nürnbergs Erfolgsgaranten beim Erfolg in Iserlohn

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Ihre vierte Heimniederlage in Folge kassierten die Iserlohn Roosters am Freitagabend mit 1:3 gegen die Nürnberg Ice Tigers. Stürmer Marian Cisar war mit zwei Treffern maßgeblich am Sieg der Franken beteiligt.

Insgesamt 66 Strafminuten musste Schiedsrichter Dahle in der kampfbetonten Partie aussprechen. Die ersten Hinausstellungen gegen Nürnberg wussten die Roosters schon nach 2:31 Minuten zu nutzen. Bei einer fünf gegen drei Überzahl brachte Bartolone auf Zuspiel von Adams und Black seine Farben in Führung. Trotz mehrerer Hinausstellungen taten sich beide Teams im weiteren Verlauf schwer ihre numerische Überlegenheit in Tore umzumünzen. Was im Powerplay nicht gelang, klappte bei den Ice Tigers aber im Spiel fünf gegen fünf. Schon in der sechsten Minute konnte Nationalspieler Aab nach klugem Lehoux-Zuspiel zum 1:1 ausgleichen.

Pech für die Sauerländer, dass Danielsmeiers Treffer in der dreizehnten Spielminute keine Anerkennung fand. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und kämpften um jeden Quadratzentimeter der Eisfläche. Die Roosters konnten vor allem kämpferisch überzeugen. Nürnberg ließ immer wieder seine technischen Fähigkeiten aufblitzen. Mit den Gedanken schon in der Kabine waren die Roosters offenbar in der 20. Spielminute. Marian Cisar konnte blitzschnell drei Iserlohner Spieler ausspielen und 35 Sekunden vor dem Pausentee zur 1:2 Führung der Franken einklinken.

Nach dem für Nürnberg psychologisch günstigen Treffer brauchten die Roosters im zweiten Drittel einige Zeit, um sich wieder aufzurichten. Im Powerplay offenbarte das Mason-Team die altbekannten Schwächen im Spielaufbau und Torabschluss. Auch bei einer fünf gegen drei Überzahl fanden die Roosters kein Mittel gegen die flinken und robusten Nürnberger. Die Ice Tigers standen sicher in der Abwehr um den guten Goalie Chabot. Schüsse von Bartolone, Melanson und Adams waren eine sichere Beute für den Goalie. Auf der anderen Seite konnte sich Dimitri Kotschnew im Iserlohner Tor u.a. gegen Larouche, Cisar und Lehoux auszeichnen. Die Roosters drängten zwar mit ihren kämpferischen Mitteln auf den Ausgleich, aber Nürnberg ließ im Stile einer Spitzenmannschaft nur wenige Torchancen zu.

Mit neuem Mut kehrten die Sauerländer nach der zweiten Pause zurück. Adams und Black scheiterten knapp. Nürnberg kam immer wieder blitzschnell vor das Iserlohner Tor und im Gegensatz zu den Iserlohnern versuchten sie aus allen Lagen auf das Tor zu schießen. Die Roosters agierten oftmals zu kompliziert und ohne den nötigen "Killerinstinkt". Den hatten die Nürnberger in Person von Marian Cisar an diesem Abend. Er wurde von Larouche mustergültig bedient, zog allen davon und traf in der 48. Spielminute zur verdienten 1:3 Vorentscheidung. Die Roosters ließen keineswegs die Köpfe hängen, aber der Kräfteverschleiss machte sich mit zunehmender Spielzeit bemerkbar. Der "lebenswichtige" Anschlusstreffer bleib aus und die Uhr lief gnadenlos gegen das Mason-Team. Weitere Hinausstellungen gegen Hommel und Cooper in der Schlussinute verhinderten obendrein ein spannendes Finish für die 4182 Zuschauer.

Durch die gleichzeitige Niederlage der Hannover Scorpions in Berlin beträgt der Abstand zwischen den Roosters und den auf Rang dreizehn stehenden Niedersachsen weiterhin neun Punkte. Die nächste Gelegenheit wieder Pluspunkte zu sammeln haben die Roosters am Sonntag ab 14:30 Uhr gegen die Haie in der Köln-Arena(MK)

Tore: 1:0 (2:31) Bartolone (Adams, Black) 5-3 PP; 1:1 (5:53) Aab (Lehoux); 1:2 (19:25) Cisar; 1:3 (47:00) Cisar (Larouche, Garvey)

Schiedsrichter: Heiko Dahle

Strafminuten: Iserlohn Roosters 30 - Nürnberg Ice Tigers 36

Zuschauer: 4182

Trainerstimmen:

Greg Poss (Nürnberg Ice Tigers): "Das war heute ein hartes Stück Arbeit. Die Iserlohner haben sehr gut gekämpft. Wir haben einige unserer Torchancen sehr gut ausgenutzt. Auch als Mannschaft haben wir eine sehr gute Partie gespielt. Jetzt müssen wir unsere Kräfte für das Spiel am Sonntag gegen Düsseldorf mobilisieren, denn in dieser Liga ist jedes Spiel hart. "

Doug Mason (Iserlohn Roosters): "Ich finde auch, dass die Iserlohn Roosters sehr gut gekämpft haben. Wir haben gut angefangen im ersten Drittel. Es war schade, dass wir die zwei Fehler gemacht haben und in den 1:2 Rückstand gekommen sind. Cisar ist ein guter Eishockeyspieler. Aber wenn ein Spieler drei Mann in fünf Sekunden ausspielen kann, dann darf das einfach in dieser Liga nicht passieren. Die Jungs waren nach dem Rückstand etwas gefrustet, aber sie haben ihre Laune wieder gefunden und haben im letzten Drittel wieder mit viel Herz gekämpft. Chabot hat ein super Spiel gemacht. Dimitri Kotschnew hat auch einzelne gute Szenen gehabt, aber das war nicht eines seiner besten Spiele. Die Jungs haben gut gekämpft, aber nicht das Glück, wie in der letzten Woche in Frankfurt, gehabt. Nürnberg hat super professionelles Eishockey im dritten Drittel gespielt und sehr gut defensiv gearbeitet. Es war sehr schwer vor das Tor zu kommen. Immer wenn wir zu Hause in Rückstand geraten, müssen wir kreativer spielen und versuchen mehr Chancen zu bekommen."