Christof Kreutzer: „Möge der Bessere gewinnen“Vor der Entscheidung zwischen Hamburg und Düsseldorf

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Die Spannung in der mit 10.178 Zuschauern gut gefüllten Halle war kaum noch zu steigern. Bei jedem Schuss der Gäste rutschte den Düsseldorfer Fans das Herz in die Hose. Jeder gewonnene Zweikampf, jeder Befreiungsschlag wurde bejubelt wie während der Punkterunde nur wenige Tore. Und dann war es geschafft. Als die Schlusssirene ertönte, brach ein wahrer Jubelorkan los. Die DEG gewann mit 4:3 (1:0, 2:1, 1:2) und sicherte sich durch den 3:3-Ausgleich das alles entscheidende siebte Spiel, welches am Dienstag ab 19.30 Uhr in Hamburg steigt.

„Diese Serie hat ein siebtes Spiel verdient. Möge es der Bessere gewinnen“, sagte DEG-Trainer Christof Kreutzer, der auch Minuten nach dem Spiel noch voller Adrenalin war. Zu aufregend war das erste Play-off-Match seiner noch jungen Karriere als Übungsleiter, in dem seinem Team das Aus gedroht hatte. Eine Partie, die nicht nur den Spielern, sondern auch den Zuschauern alles abverlangt hatte.

„Wir haben verdient gewonnen, aber wir hätten den Sack früher zumachen müssen“, sagte Kapitän Daniel Kreutzer und sprach den Fans damit aus der Seele. Denn die Rot-Gelben verpassten es gleich mehrfach, sich nervenschonend abzusetzen. Das begann bereits im ersten Drittel, als die DEG aufdrehte wie noch nie in diesen Play-offs. Angriff auf Angriff rollte auf das Tor von Sebastien Caron, die Hamburger wussten teilweise gar nicht, wie ihnen geschah. Trotzdem stand es nach 20 Minuten durch das erste Saisontor von Verteidiger Shawn Belle (9.) nur 1:0. Und auch als sich die Düsseldorfer nach dem Ausgleich der Gäste durch Sam Klassen (25.) im zweiten Drittel mit Treffern von Daniel Fischbuch (26.) und Bernhard Ebner (30.) wieder auf 3:1 abgesetzt hatten, war die Begegnung noch nicht entschieden. Selbst eine fünfminütige Überzahl ließen die Hausherren zum wiederholten Male ungenutzt. So konnten die Freezers durch einen Doppelschlag von Adam Mitchell (52.) sowie Duvie Westcott (53.) im Schlussabschnitt erneut ausgleichen und schienen das Momentum auf ihre Seite zu ziehen. Doch 25 Sekunden nach dem 3:3 traf Alexander Preibisch zur abermaligen Düsseldorfer Führung. Und auf die hatten die Gäste von der Waterkant an diesem Nachmittag trotz intensivster Bemühungen dann keine Antwort mehr.

„Nach dem 3:3 gingen unsere Köpfe schon etwas nach unten, aber unser Charakter ist eben, dass wir direkt zurückkommen wollten“, sagte Verteidiger Stephan Daschner, der überraschend in den Kader zurückgekehrt war. Die DEL hatte seine Sperre nach dem Protest der DEG von sechs auf zwei und eine höhere Geldstrafe geändert. Da Daschner bereits zwei Spiele zugesehen hatte, durfte er folglich wieder auf Eis und zeigte in allen drei Zonen, warum er so schmerzlich vermisst wurde.

Geht es nach dem überragenden Abwehrspieler, erwartet das Publikum in der Arena am Volkspark nun ein echter Show-Down. „Das wird purer Kampf. Wir haben aus dem Sieg neue Kräfte gezogen. Das Momentum ist nun bei uns.“ Das sieht auch Kapitän Daniel Kreutzer ähnlich: „Im einem siebten Spiel gibt es nur noch bedingt einen Heimvorteil.“ Ganz gleich, wer das bessere Ende für sich verbuchen wird. Der Verlierer kann nach einer guten Saison erhobenen Hauptes in Urlaub fahren.


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