Chicago Blackhawks gewinnen gegen die EisbärenNHL Global Series

Berlins Maxim Lapierre (l.) beim Bully gegen Blackhawks-Kapitän Jonathan Toews (picture alliance / AP Photo / Michael Sohn)Berlins Maxim Lapierre (l.) beim Bully gegen Blackhawks-Kapitän Jonathan Toews (picture alliance / AP Photo / Michael Sohn)
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Das Unwichtigste vorweg: Die Chicago Blackhawks gewannen im Rahmen der Global Series der NHL bei den Eisbären Berlin mit 3:1. Blackhawks-Kapitän Jonathan Toews brachte das Team aus der Windy City mit einem platzierten Schuss in den Giebel im ersten Drittel in Führung, nachdem die Eisbären zuvor einige gute Gelegenheiten hatten und sogar eine Dreifach-Chance liegen ließen. Zur Spielmitte wechselten die Blackhaws den Torwart, Corey Crawford übergab an Robin Lehner – und nur drei Minuten glichen die Eisbären aus. Marcel Noebels passte auf Sean Backman, der aus kurzer Distanz einschob zum Ausgleich. Im Schlussdrittel brachte Alexander Nylander die Gäste wieder in Führung. David Kämpf, guter Kumpel und ehemaliger Nachbar von Dominik Kahun in Chicago, machte kurz vor Schluss per Empty Net-Goal alles klar.

Dennoch war die Stimmung in der ausverkauften Berliner Arena extrem gut: Von Trauer oder Enttäuschung keine Spur, die Eisbären-Fans feierten ihr Team!

Fans aus ganz Deutschland sorgen für tolle Stimmung

Es war einfach ein großes Happening, das unter anderem zeigte, dass die Blackhawks auch in Deutschland eine breite Fan-Base haben. Fans aus Krefeld, Straubing oder Weißwasser kamen, um eines der erfolgreichsten NHL-Teams der letzten Jahre live zu erleben. Eine Gruppe aus Rosenheim gab diesem Spektakel den Vorzug vor dem wesentlich näheren Münchner Oktoberfest – lief stilecht in Tracht auf. Aber natürlich war das klassische Fan-Outfit häufiger zu sehen – und auffallend viele Fans in der Halle trugen Hawks-Merch am Leib oder deckten sich noch fleißig ein an einem der zahlreichen Verkaufsstände ein. Mit drei Power-Breaks pro Drittel bestand auch reichlich Gelegenheit dazu.

Für die jungen Spieler der Eisbären wie etwa Lukas Reichel war es ein ganz besonderer Moment, gegen Stars wie Jonathan Toews oder Corey Crawford antreten zu können. Aber auch für das NHL-Team war der Trip nach Berlin durch außergewöhnlich. Seit Freitagnacht waren die Hawks in Deutschland und genossen die Zeit in der deutschen Hauptstadt. "Wir haben Schlaf nachholen können, sind auch herumgelaufen und konnten viel von der Stadt sehen. Es gab viel über die Geschichte hier zu lernen. Es ist toll, hier zu sein", sagte etwa Stürmer Andrew Shaw, der nach einem Gastspiel bei den Montreal Canadiens wieder zu seinem langjährigen Arbeitgeber zurückgekehrt ist.

Gäste machen artig komplimente - Eisbären-Coach lobt sein Team

Superstar Patrick Kane im Anschluss an die Partie von einer „schönen Erfahrung“, die das Spiel gewesen sei. Berlin sei eine tolle Stadt und lobte die Fans der Eisbären. Die größere Eisfläche sei natürlich etwas ungewohnt gewesen. Soweit, so erwartbar. Ähnlich sah es auch Dylan Strome, der erstmals in Deutschland war: „Es hat großen Spaß gemacht, bei diesem Spiel dabei zu sein. Berlin hat gut gespielt. Sie wollten gegen ein NHL-Team zeigen, was sie können – und es war letztlich ein Sieg mit einem Tor Unterscheid. Sie hatten sogar die Chance, in die Verlängerung zu kommen.“

Eisbären-Coach Serge Aubin war mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden: „Wir haben gut gespielt, haben alles gegeben und viele gute Aktionen gehabt. Wenn wir diesen Einsatz so auch in den nächsten Spielen zeigen, können wir ein richtig gutes Team sein.“ Den Beweis können die Eisbären am kommenden Mittwoch antreten, da geht es für sie im Liga-Betrieb weiter.