Chernomaz zufrieden mit seiner Mannschaft

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Die Frankfurt Lions sind ganz klar im Aufwärtstrend. Von zwölf möglichen Punkten aus den letzten vier Spielen holte das Team von Trainer Rich Chernomaz (Foto by City-Press) zehn Punkte. Hockeyweb Redakteur Frank Meinhardt sprach nach dem starken Heimauftritt gegen Wolfsburg mit Chernomaz.

Herr Chernomaz, Gratulation zu diesem beeindruckendem 4:1 Heimsieg gegen Wolfsburg. War das das beste Heimspiel Ihrer Mannschaft in dieser Saison?

Ja und nein. Ich denke, wir haben heute nicht so gut angefangen und Wolfsburg war im 1. Drittel besser. Ab dem 2.Drittel war meine Mannschaft sehr stark und hat super gespielt. Spielerisch, läuferisch und kämpferisch waren wir Wolfsburg überlegen. Das war dann schon mit das Beste, was wir in dieser Saison gezeigt haben. Mit dem Tempo und der Energie war ich sehr zufrieden. So müssen die Frankfurt Lions spielen. Das ist der Weg zum Erfolg.

Zuletzt traf Biron zum ersten Mal für die Lions. Gegen Wolfsburg trugen sich Armstrong und Wright erstmals in die Torschützenliste ein. Wie wichtig ist es, dass diese Schlüsselspieler endlich ein Tor geschossen haben?

Sehr wichtig. Aber für mich war klar, dass es irgendwann passiert. Alle Spieler trainieren sehr hart. Zum Beispiel Jamie Wright. Er hat die letzten Wochen fast nach jedem Training noch eine extra Einheit absolviert. Dies wird irgendwann auch belohnt. Die Jungs müssen nur Geduld und Vertrauen in sich haben.

Richtig super spielen die jungen Deutschen Danner, Wörle, Oppenheimer und Gawlik. Sie schenken den Jungs viel Vertrauen. Wie sehen Sie den Leistungsstand dieser Spieler?

Alle vier sind auf einem super Weg. Sie sind fester Bestandteil der Mannschaft und entlasten die ersten zwei Reihen. Die letzten Spiele habe ich sie oft gegen die beste Reihe des Gegners gestellt und sie haben ihren Job hervorragend erledigt. Zudem holen sie viele Strafzeiten für uns heraus, weil sie unglaublich schnell und engagiert spielen.

Nationaltrainer Uwe Krupp hat sich letztens gefragt, wie diese Spieler agieren würden, wenn sie in der ersten oder zweiten Reihe an der Seite von Ausländern spielen würden. Haben Sie mal darüber nachgedacht, zum Beispiel einen Danner zu Christ Taylor zu stellen?

Nein. Warum sollte ich eine Reihe kaputt machen, die super funktioniert. Die Jungs verstehen sich auf und neben dem Eis sehr gut. Im Spiel arbeiten sie super füreinander und kommunizieren viel. Das zu trennen wäre Schwachsinn.

Obwohl die vier so gute Leistungen zeigen wurde keiner von Nationaltrainer Uwe Krupp berücksichtigt. Hatten Sie mal Kontakt zum Bundestrainer?

Nein hatte ich nicht.

Noch zwei Spiele, dann ist erstmal Deutschland Cup Pause. Sie spielen die ganze Zeit mit nur drei Reihen. Wie wichtig ist die Pause, um die Spieler Regenieren zu lassen?

Im Moment ist es nicht so entscheidend, weil wir meist nur zwei Mal die Woche spielen. Ein Kraftproblem könnte es erst im Dezember geben, wenn wir alle drei Tage ein Spiel haben. Aber klar, eine Pause ist immer mal ganz gut, um ein paar Tage abzuschalten.

Vielen Dank für das Gespräch

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