Buffalo-Sabres-Treffen in MannheimMannheim - Ingolstadt 5:0

Dennis Endras hielt seinen Kasten sauber. (Foto: Sebastian Sendlak - www.stock4press.de)Dennis Endras hielt seinen Kasten sauber. (Foto: Sebastian Sendlak - www.stock4press.de)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mannheims NHL-Zugänge aus Buffalo,  Jason „Pommer“ Pominville und Jochen Hecht, trafen in Mannheim auf ihren Teamkameraden Alexander Sulzer, den der Lockout nach Ingolstadt verschlagen hat. Es ist zu vermuten, dass Alexander Sulzer dieses Treffen aufgrund des deutlichen Ergebnisses eher nicht in guter Erinnerung behält. Er war zwar der solideste Verteidiger der Panther aus Ingolstadt, konnte aber die ab dem zweiten Drittel starke Vorstellung von Jason Pominville (drei Tore, ein Assist) und Jochen Hecht (zwei Assists) nicht nachhaltig stören.

Im ersten Drittel stand die Mannheimer erste Reihe mit Pominville und Hecht, ergänzt durch den sich gut in die Rolle als Center einfügenden Craig MacDonald, für solides Auftreten in der Abwehrarbeit, mit wenigen Akzenten in der Vorwärtsbewegung. Für die sorgte die gut harmonierende Reihe Yanick Lehoux, Frank Mauer und Matthias Plachta in den ersten zwanzig Minuten, sie war im Anfangsdrittel der Motor nach vorne, in der ansonsten mit Abwehrarbeit beschäftigten Adler Mannschaft. Matthias Plachta und Frank Mauer war es auch vorbehalten, das einzige Tor des ersten Drittels zu erzielen. Sie nutzten eine Unachtsamkeit in der Ingolstädter Deckung und lösten mit einem doppelten Doppelpass diese Situation hervorragend auf, Frank Mauer hatte keine Mühe, Matthias Plachtas finalen Pass zu verwandeln (11.). Dieser Treffer stellte den Spielverlauf aber auf den Kopf. Denn Ingolstadt machte von Beginn an das Spiel, schnell, schnörkellos und körperbetont spielten die Panther, die Adler agierten eher im Stile einer Auswärtsmannschaft, ließen die Panther das Spiel machen, standen defensiv und lauerten auf Konter, eben meist vorgetragen durch die Reihe um Lehoux.

Der Garant, dass vor allem im ersten Drittel nichts anbrannte, war Dennis Endras, Torhüter der Adler, der heute eine hervorragende Leistung bot. Die Adler kamen erst nach dem Tor durch Frank Mauer so richtig in Schwung und von da an entwickelte sich bis zum Ende eine rassige Partie auf Augenhöhe. Unterschied war in Drittel zwei und drei die Effektivität im Ausnutzen der Torchancen, dass  Ingolstadt heute mit ausgesprochenem Pech zu kämpfen hatte, ohne Scheibenglück und gegen die „Mauer“ Endras spielte, die Adler dagegen ab dem zweiten Drittel sowohl von der Spielfreude von Jochen Hecht und Jason Pominville profitierten, deren Raumaufteilung und Fähigkeit ein Spiel zu lesen und zu kombinieren einen Hauch von NHL durch die SAP Arena wehte, als auch von einer geschlossenen Team Leistung, alle Mannschaftsteile sorgten dafür, dass der Schwung, den die erste Reihe aufs Eis brachte, durchgängig aufrecht erhalten wurde. Ende des zweiten Drittels wurde dieser Auftritt dann belohnt. Innerhalb einer Minute (38./39.) verwandelte Pominville einen Pass von Kumpel Lehoux zum 2:0 und einen Rebound, nachdem Jochen Hecht die Schoner des guten Ian Gordon als Bande benutzte, zum 3:0. Das Schuss Verhältnis von 8:20 Schüssen im zweiten Drittel für die Panther belegt hier die Effektivität der Adler.

Von aufgeben aufgrund des Spielstands war bei Ingolstadt auch Anfang des letzten Drittels nicht zu merken, erst als Frank Mauer im Power Play, nach einer feinen Kombination über Pominville und Yannic Seidenberg, zum 4:0 (50.) verwandelte, sprach die Körpersprache der Panther Bände – hier ist heute nichts zu holen. Den Schlusspunkt zum 5:0 setzte Jason Pominville (55.), nach Zuspiel von Jochen Hecht und Nicolai Goc.

Die Woche ohne Spiele hat den Adlern gut getan, die Trainer haben, wie angekündigt, mit ihrer Mannschaft an den Schwächen der letzten Auftritte gearbeitet und sieht man den Gesamtauftritt der Mannschaft, einen guten Job gemacht.

Jochen Hecht merkt man die Freude an, endlich wieder spielen zu können. Sein erster Auftritt in Mannheim war gut, vor allem unter dem Gesichtspunkt seiner langen Spielpause, die Fans feierten die Identifikationsfigur des Mannheimer Eishockeys entsprechend und funktioniert das Zusammenspiel mit Jason Pominville weiter so gut, wird das viel Schwung ins Mannheimer Spiel bringen.

Der ob des Auftritts seiner Mannschaft und des Ergebnisses erleichtert wirkende Harold Kreis meinte launig dazu: „Hätte ich gewusst, wie gut die Beiden harmonieren, hätten wir Jochen schon früher geholt.“

Jetzt die Hockeyweb-App laden!