Brooks Macek bricht Nürnberg-BannRed Bull München gewinnt vor 10.000 Zuschauern

Vor 10.000 Zuschauern konnten sich die Red Bulls München feiern lassen. (Foto: GEPA pictures/ Mathias Mandl)Vor 10.000 Zuschauern konnten sich die Red Bulls München feiern lassen. (Foto: GEPA pictures/ Mathias Mandl)
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Gerade gegen Nürnberg hat die Mannschaft von Cheftrainer Don Jackson noch einige Rechnungen offen. Die vergangenen sechs Partien gingen allesamt an die Gäste aus Franken. Die Red Bulls wollten dagegen beweisen, dass sie auch gegen den Lokalrivalen noch punkten können, was auch gelang – mit 10.000 Fans in der ausverkauften Olympiahalle im Rücken sowie den wieder genesenen Pinizzotto, Flaake und dem Neuzugang Keith Aulie.

Unter den Augen von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter begann das Spiel mit sehr hohem Tempo und zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Die Münchner Führung in der zehnten Minute war nur von kurzer Dauer. Wenig später nahmen die Gäste immer mehr das Spiel in die Hand und ließen den Red Bulls kaum noch Luft. Man sah ganz eindeutig, warum die Mannschaft von Rob Wilson ganz oben in der Tabelle steht: die Pässe sitzen, Wege werden zu gestellt und es wird mit Konsequenz foregecheckt.

Einzig im Powerplay konnte München mit den Gästen mithalten. Dort fehlte ihnen aber ebenfalls die nötige Konsequenz im Aufbauspiel und im Abschluss. Nürnberg wirkte viel entschlossener und jeweils einen Schritt näher an Scheibe und Gegner, sodass sie folgerichtig im zweiten Drittel in Führung gingen.

Erst im letzten Abschnitt konnten die Red Bulls dann das Tempo und den Druck wieder etwas erhöhen, wenn auch ohne zählbaren Erfolg. Den unrühmlichen Höhepunkt war, als sieben Minuten vor Schluss sich Yasin Ehliz nach einem fairen Check von Mads Christensen zu einem Revanchefoul hinreißen ließ. Im folgenden Powerplay glich Yannick Seidenberg für die Red Bulls aus und gestaltete die Partie wieder offen. „Das waren zu viele Strafen von uns im dritten Drittel“, so Ice-Tigers-Trainer Rob Wilson weiter. Überhaupt begannen jetzt in dieser Phase die Emotionen beider Teams hoch zu kochen, wie es zu einem Derby und Spitzenspiel dieser Art in gewisser Weise gehört. „Die Emotionen hat man das ganze Spiel über gesehen“, sagte Wilson.

Die Stimmung in der ausverkauften Halle war auf dem Siedepunkt. Beide Fangruppen peitschten ihre Mannschaften noch einmal nach vorne, während die Red Bulls jetzt mehr am Drücker waren. Innerhalb der regulären 60 Minuten wollte die Entscheidung jedoch nicht mehr fallen. Erst 1,5 Sekunden vor Ende der Verlängerung bescherte Brooks Macek seinem Team den Sieg in einem Herzschlagfinale, wie es eines Derbys nicht würdiger sein konnte. „Brooks hat Ruhe bewahrt und das Spiel entschieden“, so Münchens Coach Don Jackson über den Siegtreffer.

München beendet ausgerechnet in der Olympiahalle die Negativserie aus den vergangenen sechs Spielen gegen Nürnberg. Jackson war sichtlich zufrieden und erleichtert: „Das war ein echter Krimi. Wir haben heute das Powerplay gut genutzt. Das war ein hart umkämpftes Spiel. Ich bin stolz auf die Spieler. Wir bleiben weiterhin fokussiert.“ Wilson ergänzte: „Es war ein hochklassiges Eishockeyspiel heute.“

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