Bremerhaven überrascht mit Sieg bei Meister München„Plan aufgegangen“

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Die Gäste aus dem hohen Norden werden sich noch mit Argwohn an die letzten Duelle erinnern: Unter anderem als jene Münchner 2009 im Finale gegen Bremerhaven den DEB-Pokal holten. In der darauffolgenden Saison stieg München auf, während die Fischtown Pinguins noch weitere sechs Jahre in der zweiten Liga bleiben mussten, bis ihnen in der vergangenen Saison auch der Sprung in die höchste deutsche Spielklasse gelang. Am Sonntag revanchierten sie sich mit einer soliden Leistung gegen schwache Red Bulls mit einem 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)-Sieg vor 3240 Zuschauern. „Unser Plan ist heute voll und ganz aufgegangen“, sagte Gästecoach Thomas Popiesch. „In München zu gewinnen, ist nicht alltäglich. Da muss alles passen und genau heute war es so, dass alles gepasst hat“, so Popiesch weiter.

Bislang halten sich die Pinguine für einen Aufsteiger doch recht ordentlich in der ohnehin sehr engen Tabelle. Ihren größten Erfolg in der DEL feierte Bremerhaven beim Heimsieg gegen den DEL-Rekordmeister aus Berlin. Am Sonntag stand das nächste Duell gegen einen, den aktuellen deutschen Meister an. Die Red Bulls taten sich in den letzten Zeiten häufig schwer, wenn es um die Nutzung zum Teil bester Torchancen ging. Die vergangenen Spiele wurden oft nur mit größter Mühe gewonnen.

Auch diesmal taten sich die Red Bulls über weite Strecken mehr als schwer und legten sich selbst Steine aufs Eis, wie Michael Wolf, der einen Pass unglücklich zur Führung für Bremerhaven abfälschte. Selbst danach, wenn man eigentlich eine Steigerung seines Teams erwartet, war vom Abruf des vorhandenen Potenzials so gut wie nichts zu sehen im Münchner Spiel. Die Pinguins blieben im Duell Mann gegen Mann giftig, während das Spiel der Red Bulls immer komplizierter wurde. Torchancen wurden nicht genutzt, Torschüsse blieben Mangelware. Stattdessen immer wieder Pirouetten und verzweifelte Schussversuche, die meist schon früh geblockt wurden. Einzig Dominik Kahun besann sich auf die Stärken und glich für München aus.

Bis zur 54. Minute rissen die Red Bulls das Spiel wieder an sich allerdings ohne zählbaren Erfolg. Dann schlugen die Gäste im Powerplay und stürzten die Mannschaft von Don Jackson in tiefstes Chaos und zu einer verdienten Niederlage. Unterm Strich kam heute einfach zu wenig. Entsprechend verärgert war auch Don Jackson: „Wir müssen einfach näher am Gegner stehen, mehr in die Zweikämpfe gehen und vor dem Tor direkter spielen.“