Bittere Tigers-Niederlage vor Saisonrekord-Kulisse

Straubing: Trew bleibt ein TigerStraubing: Trew bleibt ein Tiger
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5.767 Zuschauer bedeuteten am Weihnachtsspieltag der DEL für die Straubing Tigers Saisonrekord. Diese mussten allerdings, soweit sie Anhänger der Hausherren waren, enttäuscht den Heimweg antreten.

 

Die drei Punkte entführten am Dienstagabend mit einem 4:2 (1:0, 1:2, 2:0) nämlich mit den DEG Metro Stars die ihrerseits von ein paar hundert Fans begleiteten Gäste. Dabei deutete aus Sicht der Gäubodenstädter bis 77 Sekunden vor der Schlussirene alles auf einen gelungenen Eishockeyabend und den ersten Punktgewinn in dieser Saison gegen die DEG hin.

 

Dann aber wurde ausgerechnet der in den letzten Wochen ohnehin oft kritisierte Christoffer Norgren zur tragischen Figur. Der schwedische Verteidiger leitete mit einem individuellen Fehler an der eigenen blauen Linie, dem Düsseldorfs Charlie Stephens alleine vor dem Straubinger Tor das siegbringende 3:2 folgen ließ, die bittere Niederlage ein. Das spätere Empty-Net-Goal durch Klaus Kathan war dann lediglich zusätzliche Ergebniskosmetik.

 

Wie schon so oft in dieser Saison blieb den Tigers am Ende nur das Schulterklopfen des Gegners. Das hatten sich die Mannen von Trainer Erich Kühnhackl in dieser Partie auch redlich verdient, stimmten doch Einsatz und Moral nach der eher enttäuschenden Heimschlappe vor Weihnachten gegen Nürnberg (1:5) wieder. Letztere war auch gefragt, nachdem die Metro Stars durch Rob Collins gleich zu Spielbeginn und Jean-Luc Grand-Pierre (22.) eine vermeintlich bereits sichere 2:0-Führung herausgeschossen hatten.

 

Doch der energische Anschlusstreffer durch Trevor Gallant (27.), der einen abgeblockten Schuss wiederverwertete, verlieh der Begegnung neue Emotion und den Straubingern jenen Auftrieb, der gegen Ende des Mittelabschnitts in den 2:2-Ausgleich durch den gemeinsam mit seinen Sturmpartnern Erich Chouinard und David Lundbohm sehr agilen Cam Severson mündete.

 

Wer vor den letzten zwanzig Minuten dachte, Straubing würde sich nun auf das Sichern des Punktgewinns und ein verstärktes Konterspiel verlagern, wurde eines Besseren belehrt. Die Tigers hatten mehr Anteile und waren die engagiertere Mannschaft. Den Lohn dafür konnten sie aber nicht einfahren, vielmehr war den Düsseldorfer Treffern drei und vier noch eine Großchance der Gäste vorausgegangen. In der 55. Minute hätte Craig Johnson nur noch einzuschieben brauchen, er scheiterte aber an Straubings Schlussmann Mike Bales, der bereits geschlagen schien.

 

Diese Szene und zwei nicht genutzte 5:3-Überzahlsituationen hielt Düsseldorfs Manager Lance Nethery nach dem Spiel schließlich auch der Argumentation entgegen, Straubing hätte den Sieg verdient gehabt, während sein Trainer Don Jackson von einem „wunderbaren Eishockeyabend in Bayern“ und „einem der besten Spiele des Jahres“ sprach, ehe er seinen Gegenüber Erich Kühnhackl für die Leistung seines Teams beglückwünschte.

 

Bei diesem dürften mittlerweile Déjà-vu-Erlebnisse Einzug halten, denn nicht nur beim ersten Gastspiel der DEG an der Donau hatten die Straubinger knapp (1:2) verloren, die neuerliche Niederlage war in dieser Spielzeit die bereits sechste zuhause, die etwas unglücklich ausfiel.

 

Erich Kühnhackl sagte dementsprechend nach der Begegnung auch: „Man hat wieder gemerkt, dass Spitzenmannschaften einen Tick cleverer und erfahrener sind. Die Art und Weise, wie wir verloren haben, ist ärgerlich. Wir hätten in wichtigen Situationen das ein oder andere Tor schießen können oder sogar müssen. Die Mannschaft hat aber über weite Strecken gut gespielt und einem Titelaspiranten einen großen Fight geliefert. Jeder im Team hat alles gegeben.“

 

TORE:

0:1 (0:54) Collins (Kreutzer, Sulzer)

0:2 (21:19) Grand-Pierre (Reimer, Schneider)

1:2 (26:54) Gallant (Dunham, Trew)

2:2 (38:45) Severson (Norgren, Oswald)

2:3 (58:43) Stephens (Panzer, Antons)

2:4 (59:26) Kathan (Bazany, Sulzer) ENG

 

Strafminuten: Straubing 12 – DEG 8

Schiedsrichter: Reichert (Lindau)

Zuschauer: 5.767


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