Bittere Niederlage für die Panther - 4:7 gegen Berlin

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Ein Punkt fehlte den Augsburger Panthern vor der Partie gegen die Eisbären, um an den Krefeld Pinguinen, die bereits ein Spiel mehr absolviert haben und deshalb spielfrei waren, vorbei zu ziehen. Das würde zugleich bedeuten, endlich wieder in die Playoff-Ränge zurückgekehrt zu sein. Die Berliner traten ohne ihren NHL-Star und Nationaltorhüter Olaf Kölzig an, für ihn stand Oliver Jonas zwischen den Pfosten. An ihm hat es aber nicht gelegen, dass die Panther am Ende den Kürzeren zogen. Erst in den letzten zehn Minuten fiel in der spannenden Auseinandersetzung die Entscheidung zu Gunsten der Berliner.

Die Panther begannen ungewohnt defensiv und überließen den Gästen weitgehend die Initiative, was diese auch gerne annahmen. Entsprechend kamen die Eisbären in der Anfangsphase zu zahlreichen Chancen und als auf beiden Seiten ein Spieler auf der Strafbank saß, nutzten sie den zusätzlichen Platz clever aus. Micki DuPont vollstreckte aus spitzem Winkel zur Führung. Doch schon bald konnten auch die Augsburger Fans jubeln, denn einen schnellen Konter schloss Francois Fortier sicher ab und sorgte für den zu diesem Zeitpunkt etwas glücklichen Ausgleich. Angesichts der spielerischen Überlegenheit der Hauptstädter konnte es nur eine Frage der Zeit sein, bis es erneut hinter Jean-Francois Labbé einschlug. Verantwortlich dafür zeichnete letztendlich Florian Keller. Mit Kampf hielten die Panther dagegen und das Glück war erneut auf ihrer Seite. Endlich scheint der Knoten bei Fortier geplatzt zu sein, denn bereits am Dienstag gegen Hannover hatte er zweimal getroffen, und auch an diesem Abend trug er sich bereits zum zweiten Mal in die Torschützenliste ein.

Nach der Pause zeigten sich die Hausherren deutlich offensiver und ließen die Eisbären bei weitem nicht mehr so gewähren. Die Partie war nun ausgeglichen und nahm an Fahrt zu. Leider aber auch an Härte. Nach einem Check gegen die Bande blieb der Augsburger Verteidiger Arvids Rekis auf dem Eis liegen und Denis Pederson durfte zum Duschen gehen. Weil der russische Schiedsrichter in der Folge ein wenig den Überblick verlor, ging es teilweise drunter und drüber. Eisbär Kelly Fairchild traf zunächst den Pfosten, dann bekam er die Scheibe wieder und schob sie knapp am leeren Augsburger Tor vorbei. Die Panther vermochten die Gunst der Stunde allerdings besser zu nutzen. Binnen 26 Sekunden verpassten Björn Barta und Francois Methot den Eisbären einen Doppelschlag. Entsprechend wütend waren die Angriffsbemühungen der Gäste in der Schlussphase des Mittelabschnittes und als die Augsburger Abwehr sich eine Pause genehmigte, brachte Steve Walker die Berliner auf 3:4 heran. Hochkarätige Chancen auf beiden Seiten gab es noch zu sehen, doch blieben die Torhüter jeweils Sieger.

Mit einem Mann mehr konnten die Gäste das Schlussdrittel beginnen, da der Unparteiische die Eisbären wohl wieder ein wenig versöhnen wollte. Doch diese sowie eine weitere Strafe überstanden die Gastgeber ohne Folgen, obwohl der Druck der Berliner gewaltig war und sie von den Chancen her längst den Ausgleich verdient gehabt hätten. Aber sie hatten auch den Vorteil, dass es nun überhaupt keine Strafen mehr gegen sie gab, egal wie sie zur Sache gingen. Sven Felski war es schließlich, der die Partie wieder offen gestaltete. Ein irreguläres Tor durch Erik Cole nach Behinderung des Torhüters, das nie hätte gegeben werden dürfen, entschied dann die Begegnung. Cole lag auf Labbé und ließ diesem keine Möglichkeit, die Scheibe, die wohl von einem Augsburger Verteidiger abprallte, noch aufzuhalten. Die Panther waren von diesem Gegentor völlig demoralisiert und prompt sorgte Rob Shearer für die endgültige Entscheidung. Das siebte Berliner Tor fiel ins inzwischen verlassene Gehäuse und war eigentlich bedeutungslos.

„Es war ein großer Sieg, vor allem ohne Pederson“, erklärte Eisbären-Coach Pierre Pagé. „Immerhin gab es bei uns sieben verschiedene Torschützen. Augsburg hat sehr viel Charakter bewiesen, aber wir haben heute sehr gut gespielt.“ Dem konnte auch Benoit Laporte nicht widersprechen. „Es war ein sehr schnelles Spiel und den Unterschied machte letztlich, dass die Eisbären über vier Blöcke verfügen, die auf annähernd gleichem Niveau spielen können.“ Sorgen macht man sich dagegen um Arvids Rekis. Der lettische Nationalverteidiger musste sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden, da der dringende Verdacht auf eine schwere Verletzung der Lunge bestand. Sollte sich das bestätigen, ist die Saison für ihn vorzeitig beendet. (mor)

Tore: (2:2 / 2:1 / 0:4)

0:1 (06:23) DuPont ( Walker ; Barta )

1:1 (08:31) Fortier ( Methot )

1:2 (12:16) Keller ( Beaufait ; Busch )

2:2 (16:32) Fortier ( Carter ; Fendt )

3:2 (28.49) Barta ( Felsner ; Bancroft )

4:2 (29:15) Methot ( Arendt )

4:3 (36:18) Walker ( Fairchild )

4:4 (51.30) Felski (Cole )

4:5 (55:56) Cole

4:6 (56.22) Shearer (Dempsey )

4:7 (59.09) Ustorf (Felski )

Zuschauer: 4403

Strafzeiten: Augsburger Panther 14, Eisbären Berlin 15 + Spieldauer Pederson

Schiedsrichter: Sergej Karabanov, RUS

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Sonntag 20.10.2019
EHC Red Bull München München
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Krefeld Pinguine Krefeld
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