Bissige Eisbären – Zahnlose Haie Berlin – Köln 5:1

Constantin Braun war nach einer Verletzungspause wieder dabei. (Foto: Armin Rohnen - www.stock4press.de)Constantin Braun war nach einer Verletzungspause wieder dabei. (Foto: Armin Rohnen - www.stock4press.de)
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Aus einer nahezu durchgängig stark aufspielenden Eisbären-Mannschaft stach als Doppel-Torschütze André Rankel hervor, während Torsteher Danny Aus den Birken für Köln noch Schlimmeres verhinderte.

 „Eisbären-Hockey ist vor allem Teamspiel. Und so sind wir heute rausgegangen und haben gezeigt, dass es schwer sein wird, uns zu schlagen“, lobte André Rankel die gelungene Leistung zum Auftakt der Serie gegen die Kölner Haie. Vom ersten Drittel an zündete der Deutsche Meister nicht nur ein Offensiv-Feuerwerk. Er zerstörte den Spielaufbau der Haie meist schon in der neutralen Zone durch konsequentes Forechecking, pflegte in beide Richtungen ein schnelles Umkehrspiel, verteidigte im eigenen Drittel effektiv und erarbeitete sich reihenweise beste Einschussmöglichkeiten. Torsteher Danny Aus den Birken hatten es die Haie zu verdanken, dass die Gäste durch den Überzahl-Treffer von Barry Tallackson (17.) nach dem ersten Drittel nur mit 0:1 hinten lagen. „Köln hielt das Spiel lange offen, wir mussten geduldig bleiben“, würdigte Eisbären-Chefcoach Don Jackson den Auftritt seiner Mannschaft. Sein Gegenüber Uwe Krupp musste erkennen, dass „unsere Lernkurve in den folgenden Spielen steil nach oben zeigen muss. Und wir haben heute vieles dazu gelernt von den Eisbären. Den Weg, uns vom immensen Druck der Eisbären zu befreien, haben wir nicht gefunden.“ Ein Hinweis darauf, was Krupp meinte, stellt das Torschuss-Verhältnis von 52:13 für die Eisbären ansatzweise dar.

Es gab auch im Mittelabschnitt wenig, was sich die Eisbären hätten vorwerfen lassen müssen, abgesehen freilich vom reihenweisen Auslassen bester Tormöglichkeiten. Doch bevor sich Zweifel im Kopf einnisten konnten, nagelte Andrè Rankel den Puck zum 2:0 (32.) in die Maschen. Klar war zu diesem Zeitpunkt, die Kölner müssen vor dem gegnerischen Tor an Kleinigkeiten nutzen, was die Berliner ihnen liegen lassen. Das war jedoch nicht viel: So zappelte die Scheibe nur einmal etwas überraschend, auch für Eisbären-Torhüter Rob Zepp, im Kasten der Hauptstädter: Ausgerechnet Ex-Eisbär Alexander Weiß (33.) überlistete Zepp beim Kölner Ehrentreffer. Zwar hatten die Gäste danach etwas mehr vom Spiel, weitere erwähnenswerte Heldentaten blieben aber Mangelware. Ganz anders die Gastgeber: Verteidiger Jimmy Sharrow erhöhte nach  feinem Zusammenspiel mit TJ Mulock noch vor der zweiten Pause auf 3:1 (39.).

Die Eisbären dachten auch im Schlussabschnitt nicht daran, das Zepter an die Rheinländer abzugeben. Die Mannschaft von Uwe Krupp suchte vergebens nach gleichwertigen Antworten, flüchtete stattdessen zum Stilmittel Härte, was auch die Vielzahl ihrer Strafen erklärt. Die Hauptstädter bauten ihre Führung durch Kapitän Richie Regehr (48.) und in Überzahl André Rankel (50.) auf 5:1 aus. Selbst ein wenig Ergebniskosmetik blieb den Rheinländern versagt, da Alexander Weiß mit seinem Penalty an Rob Zepp scheiterte. Will die Krupp-Truppe am Donnerstag gegen die Eisbären einen Erfolg erzielen, muss sich bei den Haien vieles zum Besseren wenden. „Wir fahren jedenfalls nicht nach Köln“, stellte Rückkehrer Constantin Braun (fehlte längere Zeit wegen einer Fußverletzung) klar, „um halblang zu machen. Möglich, dass es ein ganz anderes Spiel wird, wenn die Kölner ihre Fans im Rücken haben. Sie haben eine starke Mannschaft und es wird vermutlich enger. Darauf müssen wir eingestellt sein. Es steht 1:0, mehr nicht.“


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