„Big Bang“ wird drei JahreEuropean Trophy: Adler Mannheim

Harold Kreis freut sich auf die Herausforderung in der „ET“. (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)Harold Kreis freut sich auf die Herausforderung in der „ET“. (Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de)
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Das aus der auf Skandinavien beschränkten Nordic Trophy im Jahre 2010 entstandene  Klub-Turnier, die European Trophy, geht ins dritte Jahr, mit jährlich wachsender Teilnehmerzahl. Waren es im Gründungsjahr 18 Mannschaften aus sieben Ländern sind es 2012 bereits 32 teilnehmende Clubs. Ein Pendant für U18-Mannschaften soll wohl folgen und feiert, wenn es sich etablieren lässt, am 17. August 2012 in Mannheim vielleicht Taufe, mit den Jungadlern aus Mannheim als Teilnehmer.

Zurück zur bestehenden „ET“: Gerüchteweise sollte oder soll dieser Wettbewerb der Probelauf für eine Europaliga (ca. 2014) sein, ein „Urknall“ eben für oder gegen auf europäischer Ebene  vorhandene Strukturen im Eishockey. Dass sich das als Vorbereitungsturnier (mit Finalrunde immerhin während der laufenden Saison der Ligenbetriebe) benannte Event konzeptionell bewährt, sieht man vielleicht auch daran, dass Vertreter der IIHF, die das Ganze anfänglich nur duldeten, vielleicht weil ihr eigenes Kind Champions League nie über die Geburtswehen hinauskam und oder das überhaupt etwas auf europäischer Ebene stattfand, mittlerweile an den Treffen zum Thema teilnehmen. Eine gemeinsame  Marschrichtung im Sinne dieses Sports wäre hier wünschenswert, ein mehr an Verbreitung und Vermarktung via TV  als bisher, ebenso. Für Deutschland hieße das, den Zustand eines weißen Flecks bezüglich europäischen Eishockeys im Fernsehen zu ändern. Anreiz dazu sollte es geben, spielen doch mittlerweile vier deutsche Mannschaften in diesem Turnier. So neben Berlin, Ingolstadt und Hamburg auch die Adler Mannheim. Von Anfang an dabei, greifen die Adler kommendes Wochenende mit zwei Auswärtsspielen ins Geschehen ein.

Am 17.August geht es gegen HIFK, wo der neu Torwart der Adler, Dennis Endras, auf seine Clubkameraden aus der letzten Saison trifft, am 18. August folgt dann das Spiel gegen Jokerit, beides Vereine aus der finnischen Hauptstadt Helsinki. Mit an Bord ist der komplette Kader und wird wohl bis auf den verletzten Ken Magowan eingesetzt werden. Magowan, der die Reise mitmacht, wird sich in Helsinki der speziellen Aufmerksamkeit der physiotherapeutischen Abteilung der Adler erfreuen, die sich um sein Problem an den Adduktoren, das er sich wohl beim Fußball Tennis zulegte, kümmern wird.

Die Marschrichtung und Zielsetzung ist die gleiche wie die beiden Jahre zuvor. Für Adler-Trainer Harold Kreis ist die „ET“ weit mehr als ein Ansammlung von Vorbereitungsspielen. Er sieht einen Wettbewerb auf hohem internationalem Niveau, das der Teambildung, der Spielstärke, Feinabstimmung und Taktik mehr als förderlich ist. Das dürfte dieses Jahr auch problemlos von statten gehen, startet doch die Mannschaft so gut wie unverändert in die neue Saison.

Teal Fowler, der Manager der Adler, möchte im dritten Jahr endlich den Einzug in die Finalrunde schaffen und für die Spieler, die verständlicherweise lieber spielen als trainieren ist diese Art des „In-Schwung-Kommens“ sowieso die liebste.

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