Besiegt Red Bull München den Triple-Fluch?Noch kein DEL-Team holte vier Mal in Folge die Meisterschaft

Erfolgstrainer Don Jackson und seine Bullen wollen den vierten Titel in Serie.   (picture alliance/Fotostand; picture alliance/nordphoto)Erfolgstrainer Don Jackson und seine Bullen wollen den vierten Titel in Serie. (picture alliance/Fotostand; picture alliance/nordphoto)
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Was Red Bull München München bis jetzt auszeichnete, waren die Stabilität, Kontinuität sowie ein eingespieltes Team, das mehr oder weniger schon das dritte Jahr in Folge zusammenspielte. Da stimmten einfach die Automatismen. Jeder wusste, wie sich sein Kollege in der Angriffs- bzw. Verteidigungsreihe verhielt. Drei Titel in Serie waren die Folge.

Es  wird nun wieder etwas dauern, bis dieser Zustand wiederhergestellt ist, da wesentliche Leistungsträger den Verein verließen und neue hinzukamen, die sich erst in den s vorhandenen Mannschaftskern einfügen müssen. Auf der Torhüterposition verließ David Leggio München, der in der vergangenen Saison nicht mehr auf konstant hohem Niveau agieren konnte und deshalb Danny aus den Birken den Vortritt lassen musste. Statt Leggio wurde nun Kevin Reich zur neuen Nummer zwei aufgebaut. Leggio wechselte zum Liga-Konkurrenten Wolfsburg.

Die größten Veränderungen gab es in den Angriffsreihen der Red Bulls. Mit Youngster Dominik Kahun und Brooks Macek wechselten zwei Top-Stürmer in die nordamerikanische Profiliga NHL. Kahun zu den Chicago Blackhawks und Brooks Macek zu den Vegas Golden Knights. Ob diese Leistungsträger adäquat ersetzt werden können, schien vielen Fans und auch diversen Experten schwer, wenn nicht gar unmöglich. Das gleiche galt für den Abgang von Jon Matsumoto, der jetzt im Trikot der Iserlohn Roosters auflaufen wird.

Auch Publikumsliebling und Raubein Steve Pinizzotto verließ München und agiert in der neuen Saison nun für die Kölner Haie. Inwieweit Pinizzotto nun auch dort seinem Ruf als "Bad Guy" fortsetzen wird, bleibt abzuwarten. Ebenso, was Keith Aucoin jetzt in seiner Freizeit machen wird. Er beendete nach der vergangenen Saison seine Karriere.

Um diese Abgänge zu kompensieren suchten die Red Bulls sowohl innerhalb als auch außerhalb Deutschlands nach Verstärkung und fanden in der heimischen DEL unter anderem Trevor Parks (Augsburger Panther), Mark Voakes (Grizzlys Wolfsburg) und John Mitchell (Thomas Sabo Ice Tigers). Gerade diese drei fanden sich in den bisherigen Spielen schon sehr gut in das Mannschaftsgefüge ein und sorgten mit technischen Raffinessen und Treffern bereits für Aufsehen.

Ebenso für Aufsehen sorgte die Verpflichtung von Routinier Matt Stajan, der von den Calgary Flames an die Isar wechselte. Mit der Erfahrung von über 1000 NHL Spielen stellt er für die Red Bulls sicherlich einen wertvollen "Pluspunkt" in Sachen Spielübersicht und Abgeklärtheit dar, wenngleich er sich noch in das Mannschaftsgefüge einfinden und seine Rolle im Spiel von Don Jackson finden muss.

Auch wenn die Leistung beim "Red Bull Salute" in Garmisch Mitte August noch nicht sonderlich überzeugend schien, so wetzte die Mannschaft von Don Jackson diese Scharte bei den bisherigen CHL-Spielen mehr als wieder aus. Die Leistungen waren solide und erhöhten die Vorfreude auf das Auftaktspiel der DEL-Saison 2018/19 am Freitag (19.30 Uhr/Sport1) gegen den Vorjahresfinalisten Eisbären Berlin.

In der CHL konnten die Red Bulls in einer nicht leicht zu bewältigenden Gruppe nicht nur mithalten, sondern sich bereits nach vier von sechs gespielten Partien für die K.o.-Runde qualifizieren.

Das sollte auch für die kommende DEL-Saison einen Motivationsschub geben, wenngleich man sich jetzt nicht auf den erspielten Lorbeeren ausruhen darf, wenn man die vierte Meisterschaft in Serie anpeilen möchte. Dieses Kunststück ist nämlich noch keinem DEL-Team gelungen.

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