Bernhard Ebner: „Der Lernprozess wird Zeit benötigen“Entwicklung bei der DEG

Bernhard Ebner im Trikot der Düsseldorfer EG. (Foto: Imago)Bernhard Ebner im Trikot der Düsseldorfer EG. (Foto: Imago)
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Dabei scheint ein Besuch bei der DEG ganz langsam wieder zu lohnen. Vergangene Woche gab es zwei Siege und auch beim 1:2 in Berlin am Sonntag war etwas Zählbares mehr als nur möglich. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Die Leistung aber stimmt mich sehr zuversichtlich“, sagte Trainer Christof Kreutzer und Bernhard Ebner ergänzte: „Wir hatten in den vergangenen drei Begegnungen viele Aktionen, die uns gut gefallen haben. Das war schon recht ordentlich.“

Der Abwehrspieler erzielte in der Arena am Ostbahnhof seinen zweiten Saison-Treffer, wie schon gegen Ingolstadt aber reichte er nicht zu Punkten. Dafür müssen natürlich auch eher die Angreifer sorgen, Ebner soll in erster Linie aufpassen, dass hinten nicht zu viel zugelassen wird und das funktioniert inzwischen deutlich besser. Nach 30 Gegentreffern in den ersten sechs Spielen gab es in den drei vergangenen Partien nur noch derer acht, also weniger als eines pro Drittel. „Wir spielen konzentrierter und passen viel mehr auf. Insgesamt können wir die Vorgaben des Trainers jetzt wesentlich besser umsetzen“, erklärte Bernhard Ebner.

Die DEG im Lernprozess. Zwei Jahre war der Klub Schlusslicht der Liga, da kann es nun nicht im ICE-Tempo vorwärts gehen. „Der Prozess wird sicherlich einige Zeit benötigen. Aber ich glaube fest daran, dass wir am Ende unser Ziel erreichen und zehnter werden“, sagte Ebner. Wie für die DEG, so gilt auch für den Mann aus Schongau selbst, dass der Weg nach oben Geduld braucht. Nach einem starken ersten Jahr, das ihn sogar ins Nationalteam brachte, stagnierte Ebner. „In der vergangenen Saison hat mich die Verletzung zurückgeworfen, aber auch im ersten Jahr war ich nicht super zufrieden. Ich habe Punkte gemacht, aber auch viele Fehler.“

Zu hoch war offenbar die Bürde, als sehr junger Spieler schon viel Verantwortung tragen zu müssen. Mit Stephan Daschner an seiner Seite ist die Last in dieser Saison kleiner geworden. „Er hat großen Anteil an meinem Formanstieg. Wir reden auf dem Eis viel und er hilft mir, richtige Entscheidungen zu treffen“, sagte Ebner. Am Sonntag gegen Köln bestreitet er sein 100. DEL-Spiel. Doch Ebner wäre nicht Ebner, wenn er diese Zahl übermäßig bejubeln würde. „Nett, dass ich die Marke just im Derby erreiche, aber ich glaube nicht, dass ich damit auch als erfahrener Spieler zu bezeichnen bin.“ Bernhard Ebner und die DEG – es bleibt ein Lernprozess.

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