Berlin verbietet Großveranstaltungen bis zum 24. OktoberUnsicherheit unter den Clubs

Peter John Lee, der Geschäftsführer der Eisbären Berlin. (Foto: dpa/picture alliance)Peter John Lee, der Geschäftsführer der Eisbären Berlin. (Foto: dpa/picture alliance)
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Dass nur das Land Berlin ein derart langes und umfassendes Verbot ausspricht, erscheint unwahrscheinlich. Das sieht auch Peter John Lee, der Geschäftsführer der Eisbären Berlin, so, der gegenüber dem Tagesspiegel erklärte: „Erst einmal müssen wir uns mit der Deutschen Eishockey-Liga abstimmen. Wir wissen doch noch gar nicht, was die anderen Bundesländer machen werden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass nur Berlin so eine Reglung trifft und zum Beispiel die Klubs aus Nordrhein-Westfalen in voller Halle spielen dürfen.“

Dass auch nur ein Teil der Saison mit Geisterspielen im Eishockey möglich ist, erscheint unwahrscheinlich – da dies kaum wirtschaftlich darstellbar ist. Und das gilt nicht nur für die DEL, sondern auch für die DEL2 und die Oberliga. Es stellt sich also die Frage, ob die Saison 2020/21 erst im November oder gar noch später startet – mit am Ende einem möglicherweise verkürztem Spielplan. Das ist freilich machbar, aber auch keine leichte Aufgabe für die Clubs. Schließlich wird die vergleichsweise lange Hauptrunde vor den Play-offs nicht gespielt, weil sonst Langeweile entstünde, sondern weil die Clubs in dieser Zeit ihren Etat erwirtschaften müssen.

Lee stellt gegenüber dem Tagesspiegel die Wichtigkeit des Ganzen aber in die richtige Relation und betont, dass es in erster Linie um die Gesundheit der Bevölkerung ginge, erklärt aber auch, dass die Unsicherheit unter den Clubs groß ist. In jedem Fall werden sich DEL, DEL2 und DEB bald Gedanken darüber machen müssen, unter welchen Voraussetzungen ein Saisonstart möglich sein könnte.

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