Bacashihua besiegt KotschnewStraubing - Hamburg 5:3

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Einen Fehler nimmt Hamburgs Goalie auf seine eigene Kappe und obwohl es wohl sein einziger Fehler des Abends war, ist Kotschnew mit seiner eigenen Leistung unzufrieden und sagt selbstkritisch: „Wenn ich verliere, bin ich nie 100-prozentig zufrieden. Ich kann auch nicht sagen, dass ich sehr zufrieden mit meinem Spiel bin, denn es gibt sicher ein paar Situationen und Dinge, die ich hätte anders machen können.“ Kotschnew wird die Schiebe hinter dem eigenen Tor los, sodass Laurent Meunier Stürmer Carsen Germyn vor dem Tor anspielen kann. Dieser kann nahezu ungehindert im leeren Tor versenken und das Spiel auf 4:2 stellen. Dimitrij Kotschnew erinnert sich: „Das zum Beispiel ist eine Situation, die ich besser machen kann. Ich habe das so gesehen, dass wir in Unterzahl waren und ich eigentlich helfen wollte. Mein Fehler war, dass ich wahrscheinlich übermütig war und etwas versucht habe. Letztendlich ist leider ein Tor daraus entstanden.“

Doch insgesamt sollte er mit seiner Leistung zufrieden sein. Straubings Verteidiger Florian Ondruschka, für den es das Comeback-Spiel nach sechs Wochen Verletzungspause war, meint: „Ich glaube nicht, dass es an dem Fehler von Dimitrij lag. Wir hatten gute Defensivsituationen, dazu Cash, dann ist die Scheibe vielleicht auch etwas für uns gesprungen. Hamburg ist eine Topmannschaft, da muss man Topleistung bringen und braucht auch ein wenig Glück.“ Lob bekommt der Freezers-Goalie auch von seinem Gegenüber, Jason Bacashihua: „Dimi ist ein großartiger Goalie, der heute sehr gut gespielt hat. Ich denke, er hat seinem Team heute bis zuletzt die Chance auf einen Sieg gegeben. Er hatte einige tolle Saves, wie zum Beispiel im letzten Drittel.“

Der angesprochene Save war einer von wenigsten dreien, bei denen niemand im Stadion wusste, wie ein Goalie die Hartgummischeibe am Überqueren der Torlinie hindern konnte. Der Mann, der meinte, er würde nur seinen Job gemacht haben, Jason Bacashihua, sagte bescheiden: „Das Team hat heute großartig gespielt. Es war ein Herzschlagfinale in den letzten Sekunden.“ Über sein eigenes Spiel meint er: „Natürlich willst du immer Big Saves machen, das gibt den Jungs dann nochmal einen Schub. Ich war gut im Spiel und habe mich gut gefühlt.“ Dann findet er aber sofort wieder Lob für seine Kameraden: „Außerdem haben die Jungs vor mir auch einen Riesen-Job gemacht.“

Bis es zu diesem Herzschlagfinale kommen konnte, hatte Hamburg zweimal eine Straubinger Führung ausgeglichen und rannte im letzten Drittel mit allem, was man hatte, dem Zwei-Tore-Rückstand nach. James Bettauer konnte zwar noch verkürzen, doch Karl Stewart machte zwölf Sekunden vor Spielende alles klar. Christoph Schubert sagte tief enttäuscht: „Leider verloren, wir haben unsere Chancen gehabt. Es ist halt immer schwer, wenn man viele Strafen hat und Unterzahl spielt. Da kommt man einfach nicht in den Rhythmus. Wenn man sie nicht rein macht, kommen Konter und das hat Straubing gut ausgenutzt.“ Auch Schubert erkannte die Leistungen der Schlussmänner: „Der Straubinger hat halt die gehalten, wo wir versucht haben Tore zu schießen, da waren schon zwei oder drei 100-Prozentige dabei, wo man nur Hut ab sagen kann. Aber auch Dimi hat zwei oder drei raus geholt, die wirklich brutal waren.“

Hamburgs Coach Benoît Laporte hatte schon kurz nach dem Spiel einen weiteren Grund für die Niederlage ausgemacht: „Straubing hat wie jedes Spiel, hart gespielt, sehr hart um jeden Puck gekämpft und viel Druck auf die andere Mannschaft gemacht. Von meiner Mannschaft waren heute nicht alle Spieler bereit zu kämpfen. Ich denke, wir waren bereit zu spielen, aber nicht zu kämpfen. In Straubing ist es unmöglich zu gewinnen, wenn nicht alle 21 Spieler bereit sind. Straubing hat diese drei Punkte verdient.“ Sein Gegenüber Dan Ratushny erzählte: „Das waren starke 60 Minuten von unseren Spielern und ein wichtiger Sieg. Hamburg ist eine der besten offensiven und eine der besten defensiven Mannschaften in der Liga. Das ist eine großartige Leistung von Benoît und seinem Trainerstab. Wir haben mit Feuer und Intensität gespielt und wir waren konstanter als in den letzten Spielen. Wenn wir einen Fehler gemacht haben, war Jason da. Er war heute exzellent.“

Tore:
1:0 08:35 Karl Stewart (Matt Hussey, René Kramer) PP1
1:1 22:18 Matt Pettinger (Rob Collins, Patrick Köppchen)
2:1 27:11 Blaine Down (Daniel Sparre, Calvin Elfring)
2:2 30:19 Brandon Reid (Matt Pettinger, Druval Westcott)
3:2 42:05 Calvin Elfring (Blaine Down, Daniel Sparre)
4:2 52:18 Carsen Germyn (Laurent Meunier) PP1
4:3 55:32 James Bettauer (Daniel Nielsen, Marius Möchel)
5:3 59:48 Karl Stewart (Grant Lewis) EN

Strafen: Straubing 12; Hamburg 14 +10 Matt Pettinger
SR: Stefan Vogl, Florian Zehetleitner; LR: Andreas Flad, Thorsten Lajoie
Zuschauer 5.699

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