Auswärts hui, zu Hause ein bisschen pfuiMannheim - Iserlohn 4:2

Die Adler Mannheim konnten sich letztlich gegen die Iserlohn Roosters durchsetzen. (Foto: Imago)Die Adler Mannheim konnten sich letztlich gegen die Iserlohn Roosters durchsetzen. (Foto: Imago)
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Adler-Trainer Geoff Ward sagte seinen Spielern vor dem Spiel: „Passt mir auf das Transition Game der Roosters auf. Das können sie und das werden sie hier versuchen zu nutzen.“ Die Nichtbeachtung dieser Aussage im Mittelabschnitt kostete den Adlern beinahe den Sieg und damit die Zurückeroberung  der Tabellenspitze.

Aber im Detail: Die Adler waren im ganzen Spiel überlegen, sie gewannen mehr Zweikämpfe, hatten mehr Puckbesitz und demzufolge deutlich mehr Spielanteile. Die erste Unterzahlsituation gegen sich lösten sie souverän, die zweite Überzahl für Iserlohn nutzten sie sogar zu einem Tor in Unterzahl. Ronny Arendt erkämpfte sich hinter dem eigenen Tor den Puck, lupfte ihn in Richtung gegnerisches Drittel und Frank Mauer ging dem Puck dann nach einem kurzen Zögern doch hinterher und schoss aus eigentlich unmöglichem Winkel den Puck an Roosters-Torhüter Mathias Lange vorbei zum 1:0 (11.) ins lange Eck, kann man halten, muss man nicht. Spätestens ab diesem Zeitpunkt spielten sich die Adler in „Trance“, zu der eins nicht gehörte: Tore. Schnelles Passspiel im Aufbau, tolle Kombinationen vor dem Tor, nur den Versuch, den Puck um jeden Preis durch die dicht gestaffelte Phalanx der Iserlohner Abwehr hinter Goalie Mathias Lange ins Tor zu bugsieren, sah man zu wenig. Ende Drittel 1, Spielstand 1:0, Schussverhältnis 13:3!

Anfang des zweiten Drittels bewiesen sich die Adler selbst, wie man gegen einen solchen nur auf Zerstören ausgelegten Gegner ein Tor erzielt. Zwei Adler tummelten sich samt Gegenspielern vor dem Iserlohner Tor, die Scheibe lief von Sinan Akdag über Jonathan Rheault zu Robert Raymond und dieser traf an Freund und Feind vorbei zum 2:0, Mathias Lange im Roosters Tor hatte keine Sicht auf die Dinge und war somit chancenlos. Der Erinnerungswert daran, wie dieses Tor fiel, verpuffte jedoch sofort bei den Adlern. Sie führten das Spiel fort, wie schon oben beschrieben – schön und kompliziert. Und dann passierte das, wovor Geoff Ward vor dem Spiel gewarnt hatte. Während eines puckverliebten Kleinklein auf engstem Raum in der neutralen Zone, eroberte Brooks Macek die Scheibe, passte den Puck in den entstandenen Raum zu dem sofort umschaltenden Marko Friedrich. Dieser löste die folgende 1:1-Situation technisch perfekt, ließ Dennis Endras im Adlertor nicht den Hauch einer Chance und erzielte den Anschlusstreffer (27.) für seine Roosters. Ähnliches Muster in der 38. Minute. Die Iserlohner erkämpften sich den Puck im eigenen Drittel erwischten mit ihrem blitzschnellen Umschaltspiel die Adler in der Vorwärtsbewegung und in zu weit aufgerückten Positionen, Dennis Endras war erneut chancenlos beim Ausgleichstreffer von Chad Bassen. Damit hatte sich die Angriffsleistung der Roosters im zweiten Abschnitt auch schon erschöpft, was angesichts  der Effektivität Roosters-Trainer Jari Pasanen zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich egal war. Die Adler ihrerseits hatten im Mittelabschnitt bei mindestens vier Möglichkeiten das Muss zur Ergebniserhöhung auf dem Schläger, jedoch ohne das erfolgreich umsetzen zu können. Ende Drittel 2, Spielstand 2:2, Schussverhältnis 19:5!

Diese zwei Tore waren beinahe der Grund dafür, dass das Spiel zu Gunsten der Iserlohner kippte und den Spielverlauf damit ganz klar auf den Kopf stellen würde. Iserlohn sah im Schlussabschnitt die Chance, sich für in dieser Saison bereits zwei von den Adlern zu deren Gunsten gedrehten Spiele zu „rächen“, die Adler zeigten dagegen Nerven. So entwickelte sich ein hektisches Schlussdrittel, in dem die Roosters sich anfänglich aus dem Spiel heraus Chancen erarbeiten konnten, die Dennis Endras sei dank nicht von Erfolg gekrönt waren. Auch Steven Wagners 3:2 von der blauen Linie in der 53. Minute (es war viel Verkehr vor dem Tor, Roosters-Goalie Mathias Lange hatte absolut keine Sicht) brachte keine ruhige Zielstrebigkeit in die Aktionen der Adler. Was ihnen half, war eine Fünf-Minuten-Strafe gegen den Iserlohner Angreifer Dylan Wruck nach einem eher unbeabsichtigten Check gegen den Kopf von Niki Goc. Das nahm den Iserlohnern den Wind aus den Segeln und half den Adlern den Sieg nach Hause zu schaukeln, noch garniert mit dem 4:2 ins verwaiste Tor der Roosters. Spielergebnis 4:2, Schussverhältnis 9:5.

Solche Spiele gibt es, kann man sagen, gerade nochmal gut gegangen auch. Besser wäre es jedoch, daran zu arbeiten, wie man mit seinen Chancen umgeht, frei nach dem Motto des Sponsors der Adler: „Run it simple.“


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