Augsburgs „glückliche Hunde“ in der Ingolstädter Chaos-Arena

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
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Was Vorbereitungsspiele wert sind, konnte man gestern Abend

beim Spiel der Ingolstädter Panther gegen ihre Namensgenossen aus Augsburg

sehen: Als haushoher Favorit, nach acht Siegen vor der Saison, in die Begegnung

gegen die „happy dogs“ (Trikotwerbung der Schwaben) gegangen, erlebten die

Hausherren einen klassischen Fehlstart: 3:4 zog man den Kürzeren.

Dabei begann alles planmäßig. Ohne sich groß anstrengen zu

müssen, schossen die Ingolstädter bis zur 16. Minute einen komfortablen 3:1-

Vorsprung heraus. Und dann ging das Licht aus. Eine halbe Stunde war es in der

Arena, die wohl zurecht bei vielen den Vornamen „Chaos“ trägt, dunkel. Als dann

das Licht wieder kam, präsentierten sich die Teams völlig verändert:

Ingolstadts Panther spielten ihr Pensum ohne großes Engagement herunter,

während die Gäste Morgenluft witterten. Angefeuert von einem großen,

stimmgewaltigen und (erstaunlicherweise) friedfertigen Anhang nahmen sie das

Heft immer mehr in die Hand und kamen im letzten Drittel zum verdienten

Anschlusstreffer. Ingolstadt, ohne den gesperrten Cameron Mann, verlor völlig

den Faden und musste zusehen, wie die Gäste in der letzten Minute mit zwei

Treffern das Spiel noch drehten. Ganz Augsburg 

war happy und schwelgte in Glückseligkeit, während die zahnlosen

Ingolstädter Panther wie geprügelte Hunde vom Eis gingen.

Gäste-Trainer Edmonds war die Freude über den unerwarteten

Sieg dann auch anzusehen: „Wir gingen unbelastet in das Spiel, denn keiner hat

von uns einen Sieg erwartet. Umso größer ist deshalb die Freude über die drei

Punkte. Wir haben einen super Geist in unserem Team und sind jederzeit für eine

Überraschung gut. Man hat heute wieder gesehen, dass es im Eishockey kaum etwas

Gefährlicheres gibt, als einen zwei-Tore-Vorsprung.“

Ganz anders Ingolstadts Trainer Kennedy: „Augsburgs Sieg war

unser Geschenk. Wir hatten das Spiel im Griff, wurden überheblich und brachten

den Gegner wieder ins Spiel.“

Tore:

1:0 (6:20) Ferguson ( Holland),  1:1 (7:42)  Potvin (Fendt),  2:1 (8:29) 

Ferguson (Ficenec),  3:1

(15:50)  Ficenec (Oswald),  3:2 

(48:35)  Firsanov (Kofler),  3:3 

(59:07)  King (Girard),  3:4 

(59:48)  Yarema (Suchan)

Zuschauer: 4528

Strafen: Ingolstadt 16, Augsburg 22

Schiedsrichter: Rademaker

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