Augsburger Weihnachtswünsche

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Denn immerhin gibt es fast bei jedem Heimspiel der Augsburger Panther für die Fans irgendetwas Neues zu bestaunen. Dabei ist es zweifelsohne durchaus positiv, dass sich die Stadt und die Planer bemühen, zumindest provisorisch Abhilfe zu schaffen und die Situation so weit wie möglich zu entschärfen. Auch das aufgestockte Sponsoring der heimischen Stadtwerke könnte man wohl als Beitrag dazu interpretieren.

So hätten am vergangenen Freitag für die Begegnung gegen die Krefeld Pinguine dank einer Zusatztribüne erstmals in dieser Saison deutlich über 5000 Zuschauer im Curt-Frenzel-Stadion Platz gefunden, doch letztlich waren es nur etwas mehr als 3100. Eigentlich zu wenig, um die tiefen Sorgenfalten auf der Stirn der Panther-Verantwortlichen wenigstens im Ansatz abzuschwächen. Denn ohne die lebenswichtigen Zuschauereinnahmen wird es angesichts des ohnehin engen finanziellen Rahmens im Augsburger Eishockey richtig schwer. Ob das nur an den wahrlich ungemütlichen Witterungsverhältnissen lag, wird die Zukunft zeigen. Im Januar stehen sieben Heimspiele auf dem Programm, drei davon sind Derbys gegen bayerische DEL-Clubs. Man hatte extra Spiele getauscht und verschoben, um von einer ab diesem Zeitpunkt erweiterten Kapazität des Stadions zu profitieren. Jetzt kann man seitens der Pantherführung nur hoffen, dass die Rechnung auch aufgeht und die an sich durchaus leidensfähigen Augsburger Anhänger nicht zuhause bleiben. 

Lothar Sigl, Hauptgesellschafter und graue Eminenz, hatte kürzlich bereits die Befürchtung geäußert, dass die Fans auf Grund der schlechten Sicht gerade in den Stehplatzbereichen möglicherweise längerfristig ausbleiben könnten. Die provisorische Stehplatztribüne im südlichen Rund weist eine deutlich steilere Steigung auf und wurde gegen Krefeld gut angenommen. Zwar erwies sich die Metallkonstruktion bei Nässe und Schnee als ziemlich rutschig, die Sicht von dort sei aber nach Aussagen der Fans aber durchaus zufriedenstellend.

Doch mehr als ein Hinweis darauf, wie steil die eigentlichen Tribünen zukünftig sein müssen, darf das nicht sein. Denn Provisorien bergen bekanntlich die Gefahr, wirkliche Lösungen schnell zu verdrängen. Auch die Nachbesserungen im Vorschlag des für die Fehlplanung verantwortlichen Architekturbüros, die unter anderem die Anhebung der Eisfläche beinhalten, sind im Prinzip nichts anderes. Nicht zuletzt deswegen haben die Panther und die Fanclubs auch jeweils eigene Vorschläge unterbreitet, die grundlegendere Veränderungen beinhalten.
Was wünscht man sich bei den Augsburger Panthern also zum Fest? Zunächst einmal viele Zuschauer, die „trotzdem“ oder besser noch „jetzt erst recht“ zu den spielen kommen, und dann natürlich demnächst einen Stadtrat, der den Mut zur einer wirklichen Lösung hat.   (mor)


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