Augsburger Panther vergeben Match-Puck Nürnberg gewinnt das sechste Duell

Die Nürnberger jubelten nach Spiel sechs in Augsburg. (Foto: dpa)Die Nürnberger jubelten nach Spiel sechs in Augsburg. (Foto: dpa)
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Bei den Panthern begann wieder Ben Meisner im Tor, bei den Nürnbergern Jochen Reimer. Coach Rob Wilson betonte bereits nach Spiel 4, dass er das Glück hätte auf zwei gute Goalies zurückgreifen zu können. Das würde sich heute noch auszahlen. Im Aufgebot der Panther fehlten Mark Cundari und T.J. Trevelyan, dafür meldeten sich Mike Davies und Evan Trupp wieder fit.

Ice Tigers bissiger

Wie Panther-Coach Mike Stewart nach dem Spiel erkannte, war es ein Spiel auf Augenhöhe. „Beide Teams haben um jeden Zentimeter gekämpft, aber Nürnberg hat die bessere Tagesform gefunden“, so Stewart. So kamen die Ice Tigers bissiger aus der Kabine, jedoch scheiterten Rob Schremp (5.) und auch David Steckel (7.) an Panther-Goalie Ben Meisner. Auf der anderen Seite taten es die Panther gleich und konnten Jochen Reimer im Tor nicht überwinden. Auch Drew LeBlanc (7.), Justin Shugg und Brady Lamb (8.) ließen Chancen der Panther ungenutzt. Die Zuschauer im ausverkauften Stadion kamen auf ihre Kosten. Nicht nur die beiden Fights zwischen Ben Hanowksi und Philippe Dupuis (17.) und Hans Detsch gegen Brandon Prust (35.) hatten Playoff Eishockeycharakter. Es war ein intensives Spiel.

„Es bleibt ein Kampf zweier guter Mannschaften“

Das betonte auch Gäste-Coach Rob Wilson ein weiteres Mal. „Ich habe es von Beginn an gesagt. Es ist und bleibt ein Kampf, der  über sechs oder sieben Spiele geht und so ist es jetzt. Hier spielen zwei gute Mannschaften, die sich nichts schenken wollen.“

Im zweiten Drittel hatte David Steckel die Führung auf der Kelle, der nach schöner Kombination der Nürnberger nur noch einschieben brauchte, doch auch hier war Meisner zur Stelle (21.). Fast im Gegenzug scheiterte Adrian Grygiel vor Jochen Reimer, den Wilson nach dem Spiel lobte (22.). „Er hat großartig gespielt. Ich bin stolz auf die Mannschaft.“ Die Partie wurde eng geführt und beide Teams kamen zu Chancen, die ungenutzt blieben. In der 33. Spielminute dann der erste Treffer der Partie. Einen Schuss von Patrick Reimer wehrte Meisner noch ab und auch den Nachschuss von Yasin Ehliz parierte er, doch der Puck rutschte ihm in Zeitlupentempo durch die Schoner zum 0:1 aus Augsburger Sicht (33.).

„Es war eine enge und offene Partie“, so Panther-Coach Mike Stewart nach dem Spiel. Stewart war es auch, der mit Ablauf des zweiten Drittels in den Mittelpunkt rückte. Nürnbergs Co-Trainer Mike Flanagan lieferte sich mit dem Panther Coach ein heftiges Wortgefecht. „Er hat mich gefragt, wie es mir geht. Ich habe ihm gesagt, dass es mir sehr gut geht“, so Stewart, der dazu keinen Kommentar mehr verlieren wollte.

Ice Tigers machen Sieg perfekt

Im letzten Spielabschnitt drängten die Panther auf den Ausgleich, doch Nürnberg verteidigte gut und kam in mehreren Überzahlsituationen ebenso zu Chancen. Bis zur 58. Spielminute war es ein eng geführtes Play-off-Eishockeyspiel. Dann war Yasin Ehliz auf und davon, konnte jedoch nur regelwidrig gestoppt werden. Den anschließenden Penalty verwandelte er zum 0:2 (58.). Den Schlusspunkt setzte David Steckel mit einem Schuss ins leere Tor zum 0:3 aus Augsburger Sicht.

Damit gleichen die Thomas Sabo die Serie aus und erzwingen ein Spiel sieben. Am Dienstag treffen sich beide Teams ein letztes Mal in dieser Saison zum entscheidenden Spiel. Auch dann wird es sicherlich wieder ein harter Kampf und ein großartiges Playoff Eishockeyspiel.

Stimmen zum Spiel:

Rob Wilson: „Es war wie jedes Spiel. Es war ein Kampf. Ich habe es auf jeder Pressekonferenz gesagt, dass es ein Kampf ist. Hier treffen sich zwei gute Mannschaften, die die gesamte Saison gut gespielt haben. Es ist gutes Eishockey und ich bin stolz auf meine Mannschaft, die heute mit dem Rücken zur Wand in dieses Spiel gegangen sind. Jochen Reimer hatte ein gutes Spiel, das uns sehr geholfen hat. Am Dienstag geht’s weiter und wir werden bereit sein.“

Mike Stewart: „Beide Mannschaften haben um jeden Zentimeter gekämpft. Nürnberg hat die bessere Tagesform gefunden. Wir hatten auch unsere Chancen, haben sie aber nicht genutzt.  Es war eng bis zu dem Penalty. Wir haben es heute nicht für uns entscheiden können, aber wir freuen uns auf das Spiel 7 in Nürnberg. Dort können wir attackieren.“

Tore: 0:1 (33.) Ehliz (Reinprecht, Reimer), 0:2 (58.) Ehliz , 0:3 (59.) Steckel (Reinprecht)

Strafen: Augsburg 45, Nürnberg 43

Zuschauer: 6139

Schiedsrichter: Rohatsch, Piechaczek

Matthias Gherda


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