Augsburger Panther siegen nach 103 Minuten und 34 SekundenAEV düpiert den Meister in München

AEV-Torhüter Olivier Roy hat wieder einmal dicht gemacht. (Foto: GEPA pictures/Marcel Engelbrecht)AEV-Torhüter Olivier Roy hat wieder einmal dicht gemacht. (Foto: GEPA pictures/Marcel Engelbrecht)
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Der AEV begann mit äußerst viel Entschlossenheit und Tempo. Die Red Bulls taten sich über weite Strecken des ersten Drittels schwer, diesem Stand zu halten. Augsburg machte in dieser Phase das Spiel und ging durch James Arniel auch folgerichtig in Führung. „Unser Start war okay. Wir sind gut in die Partie gekommen“, so Mike Stewart.

Es dauerte einige Zeit, bis auch München den Druck erhöhte und sich Chancen erspielen konnte. Augsburg hatte aber in der Hintermannschaft einen Mann, der wie ein Fels in der Brandung, Ruhe ausstrahlte und die Münchner Offensive ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte: Olivier Roy. Was auch immer die Red Bulls versuchten, wie perfekt die Spielzüge herausgespielt und die Abschlüsse angebracht wurden, Roy war zur Stelle. „Olivier Roy hat ein paar Big-Saves für uns gemacht“, so Stewart weiter. Erst nach 32 Minuten und 24 Sekunden konnte John Mitchell ihn zum ersten Mal überwinden.

München war nun besser im Spiel und konnte den Aufschwung der mit 6142 Zuschauern ausverkauften Olympia-Eishalle zu ihrem Vorteil nutzen, indem sie die Schlagzahl weiter erhöhten und Olivier Roy weiterhin dauerbeschäftigten. Augsburg schien sich jetzt ein wenig auf dem Spiel im ersten Drittel auszuruhen. Die Mannschaft von Mike Stewart war hauptsächlich nur noch durch Konter gefährlich, während München weiter auf die Führung drängte.

Die Spieler beider Mannschaften wussten, nach dem bisherigen Spielverlauf zu urteilen, dass das nächste Tor bereits die Vorentscheidung in dieser Partie bringen könnte. So spielten beide Teams zwar nach wie vor offensiv, gaben aber nicht vollstes Risiko. „Das Spiel ist hin und hergegangen“, so AEV-Coach Stewart.

Auch die Fans auf den Rängen standen sich in Anfeuerungsrufen in nichts nach und peitschten ihr jeweiliges Team voran. Das Spiel dagegen stagnierte jetzt ein wenig und manchem kam schon der Gedanke an vergangenen Mittwoch, wo man 101 Minuten und zwölf Sekunden für eine Entscheidung brauchte.

In Spiel drei ging es sogar noch ein paar Minuten länger als im ersten. Im sechst-längsten DEL Spiel gingen diesmal die Augsburger Panther nach 103 Minuten und 34 Sekunden als Sieger vom Eis und gehen damit in der Best-of-Seven-Serie mit 2:1 in Führung. Siegtorschütze für die Panther war Braden Lamb.

„Wir haben eigentlich gut gespielt aber zum Schluss doch verloren. Wir müssen ruhig bleiben und weiter hart arbeiten“, so Münchens Yasin Ehliz. Augsburgs Coach Mike Stewart zeigte sich vorsichtig optimistisch: „München ist mit einem Powerplay-Tor zurück ins Spiel gekommen. In der Overtime haben beide Mannschaften ihre Druckphasen gehabt. Wir freuen uns über den Sieg.“ Sein Gegenüber Don Jackson konstatierte: „Ab dem zweiten Drittel sind wir besser ins Spiel gekommen. Wir hatten gute Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen, aber wir haben eben nicht getroffen.“

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