Augsburger Panther lassen Wölfen keine Chance

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Zuletzt ist die Luft für die Augsburger Panther immer dünner geworden, was den Verbleib in den Playoff-Rängen betrifft. Insofern war ein Sieg gegen das Tabellenschlusslicht im Grunde reines Pflichtprogramm. Andererseits war man durchaus gewarnt vor den Wölfen aus Freiburg, die schließlich gegen die Eisbären bereits zweimal erfolgreich waren. Da die Begegnung bereits am Nachmittag stattfand hatten man kurzerhand zum Familientag ins Stadion eingeladen, bei dem alle bis 16 Jahren freien Eintritt zum Spiel hatten. Insofern lag die wirkliche Zuschauerzahl deutlich über den 3710 Zahlenden. Beide Mannschaften spielten an diesem Abend mit ihrer Nummer Zwei im Tor, Steffen Karg auf Augsburger Seite, Thomas Jetter bei den Wölfen, das sich Rotislav Haas beim Aufwärmen am Knie verletzte. Beide mussten ziemlich bald hinter sich greifen. Wie bei den Panthern inzwischen Tradition, gelang den Gästen mit ihrem ersten Torschuss bereits die Führung in Überzahl, die Shawn Carter allerdings umgehend ausgleichen konnte. Hohes Tempo auf beiden Seiten zeichnete die Partie von Beginn an aus, wobei die Hausherren die Vorteile auf ihrer Seite hatten. In Überzahl allerdings erwiesen sich die Freiburger als äußerst effektiv, denn erneut mit einem Mann mehr auf dem Eis legten sie durch Khaidarov wiederum vor. Fast hätte Manuel Kofler kurz darauf schon wieder auf Unentschieden gestellt, doch seinem Treffer verweigerte der Schiedsrichter die Anerkennung, da er zuvor schon abgepfiffen hatte, obwohl der Freiburger Keeper die Scheibe nachweislich noch nicht unter Kontrolle hatte. Gegen das 2:2 von Ronny Arendt allerdings gab es nichts einzuwenden und so ging man mit Gleichstand in die erste Pause. Wieder zurück legten die Hausherren richtig los: In etwas mehr als vier Minuten schenkten sie den Wölfen drei schnelle Kontertore ein und bestraften so deren sehr offensive Taktik. Der einmal mehr überragende Bob Wren sowie Colin Beardsmore und Marc Savard ließen dem jungen Freiburger Goalie keine Chance zur Abwehr. Besonders beeindruckt schienen die Breisgauer davon allerdings nicht, vielmehr suchten sie ihr Heil weiter im Spiel nach vorne. Doch nicht ohne Grund haben die Panther bislang den torgefährlichsten Angriff der Liga und so erhöhte Carter noch vor der „Halbzeit“ auf 6:2. Die Wölfe kamen nämlich kaum mehr aus ihrem Verteidigungsdrittel und wussten sich mehr und mehr der Pantherangriffe nur noch durch Fouls zu erwehren. Die fälligen Überzahlsituationen nutzten die Gastgeber konsequent und nach einem Treffer von Kapitän Duanne Moeser war das Drittelergebnis von 5:0 erreicht. Zum Schlussabschnitt empfingen rund 100 Gästefans ihr Team mit „Wir haben die Schnauze voll!“ Sprechchören, was deren Durchschlagskraft aber nicht wirklich erhöhte. Die Panther ließen es nun ruhiger angehen und verzichteten darauf, weiter etwas für das Torverhältnis zu tun. Nach einem Abwehrfehler allerdings ließ sich Kofler die Chance zu seinem Tor und damit zum 8:2-Endstand nicht mehr entgehen. Freiburgs Trainer Horst Valasek war eine gewisse Resignation deutlich anzumerken. „Ein Drittel lang waren ein echter Gegner, danach war meine Mannschaft eigentlich gar nicht mehr auf dem Eis.“ Rundum zufrieden war auf der anderen Seite Benoit Laporte. „Im ersten Drittel waren wir noch etwas nervös, danach aber diszipliniert unsere Chancen herausgespielt und genutzt.“ (mor)

Tore: (2:2 / 5:0 / 1:0)

0:1 (02:19) Korinek ( Gorgenländer ; Sandner ) 5:4

1:1 (02:37) Carter ( Wren ; Moeser )

1:2 (14:41) Khaidarov ( Slivchenko ; Bousquet ) 5:4

2:2 (16:38) Arendt ( Strakhov ; Fortier )

3:2 (20.18) Wren ( Miner ; Kofler )

4:2 (22:19) Beardsmore ( Carter ; Delisle )

5:2 (24:04) Savard ( Kofler ; Moeser )

6:2 (29:43) Carter ( Savard ; Wren ) 5:4

7:2 (37:49) Moeser ( Miner ; Rau ) 5:4

8:2 (56:35) Kofler (Rekis )


Zuschauer: 3710

Strafzeiten: Augsburger Panther 14 ; Wölfe Freiburg 20

Schiedsrichter: Axel Sander, Peiting


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