Augsburger Panther krallen sich erneut DolomitencupAller guten Dinge sind drei

Lesedauer: ca. 2 Minuten

2013, 2014 und nun 2016! Die Augsburger Panther bleiben dem Cup-Sieg treu. Zum dritten Mal überreichten die Veranstalter des Dolomitencups den Schwaben den Pokal in der Neumarkter Würtharena, die zum Bersten gefüllt war. Kein Wunder, denn am Sonntagabend hieß es: Derby-Time!

Das Finale zwischen Augsburg und Nürnberg stand an und wurde sowohl von den Fans als auch den Teams mit Spannung erwartet. Da war es nicht verwunderlich, dass beide Seiten von Beginn an ein enorm hohes Tempo spielten. Die zähe Vorbereitungsphase hatte bei den Cracks offenbar keine Spuren hinterlassen. Insbesondere die Nürnberger drängten sofort ins gegnerischen Drittel. Nach einem perfekten Zuspiel von David Steckel brachte Leo Pföderl den Puck alleinstehend vor Panther-Goalie Ben Meisner im Tor unter. Doch die Reaktion der Schwaben ließ nicht lange auf sich warten: Michael Davies münzte ein Überzahlspiel ins 1:1 um. Damit war der Hunger der Panther allerdings noch lange nicht gestillt. Sie blieben nun am Drücker und belohnten sich in der 18. Minute mit dem erstmaligen Führungstreffer. Diesen ließ sich T. J. Trevelyan gutschreiben, der eine Unaufmerksamkeit der Nürnberger Defensive eiskalt ausnutzte. Andreas Jenike im Tor der Ice Tigers musste vier Sekunden vor der Drittelsirene ein drittes Mal hinter sich greifen, als ihm Arvids Rekis keine Abwehrchance ließ.

Damit waren die Franken zu Beginn des zweiten Drittels gefordert. Sie versuchten dem Ligarivalen die Stirn zu bieten, allerdings waren weder ein sehenswerter Abschluss von Steven Reinprecht, noch ein fast einminütiges Überzahlspiel von Erfolg gekrönt. Auf der Gegenseite war hingegen Trevelyan ein stetiger Unruheherd. In der 32. Minute umspielte er Jenike geschickt, scheiterte dann aber an einem gegnerischen Verteidiger, der den Puck auf der Linie abwehrte. Kurz vor der zweiten Pause hatte hingegen Ice-Tigers-Offensivspieler David Steckel gleich zweimal die Chance zum Anschlusstreffer, doch auch er blieb im Abschluss glücklos.

Der zweite Nürnberger Treffer war aber nur aufgeschoben, denn nach nur 19 Sekunden im letzten Spielabschnitt brachte Andrew Kozek die Hartgummischeibe im Kasten der Augsburger unter. Nun war plötzlich wieder richtig Spannung in der Partie. Diese spitzte sich weiter zu, als Nürnberg minutenlang im Powerplay agieren durfte. Die Franken ließen aber die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor vermissen. Auf der Gegenseite vergab Drew LeBlanc eine hochkarätige Möglichkeit. Die Vorentscheidung sollte jedoch in der 57. Minute folgen: Jenike ließ im Augsburger Powerplay einen Guentzel-Schuss aus dem Fanghandschuh gleiten und David Stieler war zur Stelle. Er traf zum 4:2. Danach war Nürnberg mit sechs Feldspieler nochmal alles nach vorne, doch der Anschluss wollte nicht mehr gelingen. Der dritte Turniersieg der Schwaben war somit perfekt.

Die Schwaben stellen mit diesem Erfolg den Rekord des dreifachen Dolomitencup-Siegers Frankfurt ein. Dementsprechend glücklich zeigte sich AEV-Kapitän Steffen Tölzer nach Spielende: „Ein großes Dankeschön an unsere Fans, sie haben uns nach vorne getrieben. Wir haben eine starke Teamleistung geboten und uns so auch in Unterzahl gut geschlagen. Das war wohl entscheidend.“

Die Tore der Finalpartie im Überblick:

0:1 Leo Pföderl (6.42), 1:1 Thomas Holzmann (14.43), 2:1 T. J. Trevelyan (17.32), 3:1 Arvids Rekis (19.56), 3:2 Andrew Kozek (40.19), 4:2 David Stieler (56.18)

Best Player“ Augsburg: Arvids Rekis
„Best Player“ Nürnberg: Leo Pföderl

Zuschauer: 1.211

Die Turnierplatzierung:

1. Augsburger Panther (DEL)
2. Nürnberg Ice Tigers (DEL)
3. Klagenfurter AC (EBEL)
4. HC Kometa Brno (EXTRALIGA)

Alle Ergebnisse im Überblick:

Freitag, 12. August:
Augsburger Panther (GER) – Klagenfurter AC (AUT) 4:1

Samstag, 13. August:
Nürnberg Ice Tigers (GER) – HC Kometa Brno (CZE) 3:2

Sonntag, 14. August, Spiel um Platz 3:
Klagenfurter AC (AUT) – HC Kometa Brno (CZE) 3:2

Sonntag, 14. August, Finale:
Augsburger Panther (GER) – Nürnberg Ice Tigers (GER) 4:2


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