Augsburger Panther geben 3:1-Führung aus der HandAdler Mannheim nach Shinnimin-Hattrick weiter ungeschlagen

Brendan Shinnimin traf in Augsburg dreimal für die Adler Mannheim.  (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Brendan Shinnimin traf in Augsburg dreimal für die Adler Mannheim. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Zu Gast war der immer noch aktuelle Deutsche Meister aus Mannheim. Die Augsburger Panther mussten auf fünf Spieler verzichten. Verletzt waren Olivier Roy, Thomas Holzmann und Henry Haase, der während der Partie gegen Straubing eine Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch erlitt; gesperrt war Scott Valentine und auch Niklas Länger war nicht mit von der Partie. Daniel Kristo feierte dagegen seine Premiere im heimischen Curt-Frenzel-Stadion.

Die erste Chance im Spiel hatte Michael Clarke, als er alleine vor Dennis Endras auftauchte, aber scheiterte. Dann war es Spencer Abbott, der nach tollem Forecheck von David Stieler und Max Eisenmenger in der vierten Minute zum 1:0 einschoss – das war bereits sein drittes Tor in zwei Spielen. Bei den Augsburger Panthern merkte man deutlich mehr Drang nach vorne als in den letzten Partien. Mannheim tat sich schwer – wenn eine Möglichkeit entstand, war Markus Keller zur Stelle. Es entwickelte sich ein schnelles Spiel mit wenigen Unterbrechungen. In der 16. Minute war es dann Adam Payerl der seinen eigenen Nachschuss zum 2:0 verwandelte. Die Antwort der Mannheimer folgte direkt: Brandan Shinnimin erzielte den Anschlusstreffer zum 1:2.

Im Anschluss an eine Strafe gegen Mannheim spielte Wade Bergmann einen Pass auf Drew LeBlanc, der zum 3:1 verwandelte; der zweite Assist für dieses Tor wurde Panther-Goalie Markus Keller zugesprochen. Das Powerplay der Augsburger war auch in diesem Spiel nicht effektiv, wieder konnten vier Möglichkeiten nicht genutzt werden. So verkürzte Shinnimin zum 2:3 aus Mannheimer Sicht. Die Adler waren danach wie ausgewechselt und Augsburg konnte sich kaum noch befreien, der Pfosten rettete die Führung der Panther.

Mannheim gab im letzten Drittel Vollgas. Aber auch Augsburg hatte weiterhin guten Chancen. Ein weiteres Überzahlspiel der Mannheimer blieb ohne Erfolg, das unterstrich zusätzlich auch eines der beste Unterzahlspiele der Liga durch Augsburg mit über 95 Prozent Erfolgsquote. Den Ausgleich erzielte Mannheim dann durch eine sehenswerte Kombination, die Shinnimin mit seinem Hattrick abschloss. In der Folge rettete Endras noch einmal in Unterzahl mit einer Glanzparade gegen LeBlanc. Nach einem Fehler im Aufbau der Panther ergab sich in der Overtime eine 2:1-Situation, die Matthias Plachta eiskalt zum Mannheimer Siegtreffer verwandelte.

„Natürlich freue ich mich über den Hattrick, aber unsere ganze Reihe hat heute ein gutes Spiel abgeliefert“, sagte Mannheims Shinnimin nach der Partie. „Die gesamte Mannschaft hat Moral bewiesen und ein tolles Comeback hingelegt. Das Spiel hat gezeigt, dass wir Partien auch nach Rückständen gewinnen können, wenn wir uns weiter ans System halten.“ Die Adler bleiben durch den Erfolg weiterhin ungeschlagen.

Am Dienstag schon geht es für Augsburg zum zweiten Mal nach München. Spielbeginn ist 20.30 Uhr. Mannheim trifft ebenfalls am Dienstag aber bereits um 18.30 Uhr auf Schwenningen.

Tore: 1:0 (3:30) Spencer Abbott (David Stieler, Maximilian Eisenmenger), 2:0 (16:21) Adam Payerl (Marco Sternheimer, Michael Clarke), 2:1 (17:41) Brendan Shinnimin (Stefan Loibl, Markus Eisenschmid), 3:1 (24:41) Andrew LeBlanc (Wade Bergman, Adam Payerl), 3:2 (35:10) Brendan Shinnimin (Markus Eisenschmid, Thomas Larkin), 3:3 (45:13) Brendan Shinnimin (Stefan Loibl, Markus Eisenschmid), 3:4 (62:15) Matthias Plachta (Thomas Larkin).

Strafminuten: Augsburg 4, Mannheim 8.

Sascha Ratzinger und Timo Helfrich


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