Augsburg und seine Klasse-Goalies: Von Anson über Dzurilla zu Eriksson

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Im Kasten der Einheimischen im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion standen schon immer hervorragende Goalies. So manches Team des AEV und später der Panther lebte von der Leistung seiner Torhüter. In der Geschichte des nun 125 Jahre alten Vereins tauchen immer wieder überragende Keeper auf. Das Spiel mit dem Puck begann in Augsburg Mitte der 30er Jahre, also vor rund 70 Jahren.

Am Anfang stand der „Vater aller AEV-Goalies“ Otto Windegger im Tor der noch auf Kunsteis agierenden Fuggerstädter. Er wurde während des Krieges auch für so gut befunden, dass er beim legendären Berliner Schlittschuhclub mitspielen durfte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der unvergessene Alfa Anson , den es in den Kriegswirren aus Lettland zum AEV (damals HCA) verschlagen hatte. Er war Zuhause in Lettland Fußball- und Eishockey-Nationalkeeper. Anson wanderte über Bad Nauheim in die USA aus, wo er vor drei Jahren verstorben ist.

In den 60er Jahren kam die große Erfolgsserie des AEV, die von der Landesliga bis in die Bundesliga führte. Damals kam National-Torhüter Harry Lindner (15 Länderspiele) zusammen mit Paul Ambros nach Augsburg. Er war der Garant für die Erfolge auf dem Weg in die Bundesliga. Harry lebt heute als Pensionär in Augsburg. Ihm folgten die National-Keeper Robert „Mekki“ Merkle (29 Länderspiele), der aus Landsberg kam und dort heute noch beheimatet ist. Und dann Franz Funk (33 mal im Nationaltrikot) aus Bad Tölz, der kleine Bruder des Puck-Idols Lorenz Funk. Er ist in Berlin Zuhause, wo er als Masseur arbeitet.

Ende der 80er Jahre dann die Sensation. Weltmeister Vladimir Dzurilla kam aus Bratislava nach Augsburg. Er entfachte einen Eishockeyboom, wie es vorher nur Paul Ambros schaffte. Er ging dann zum SC Riessersee und war später bei der Düsseldorfer EG als Torwarttrainer tätig. Er starb 1995 in Düsseldorf.

Ihm folgte Klaus Merk (128 Länderspiele), dessen Idol Vlado Dzurilla war. Auch er hat mittlerweile seine Karriere beendet. Der Ex- Nationalspieler arbeitet mittlerweile für den DEB und lebt wieder in seiner Vaterstadt Augsburg.

Der vorerst Letzte in dieser Reihe der Klassekeeper ist der Schwede Magnus Eriksson. Er ist derzeit in Hochform und wesentlich am neuen Höhenflug der Panther beteiligt. Vor wenigen Wochen wählten ihn Augsburgs Puckfans zum besten AEV-Goalie aller Zeiten – noch vor Vladimir Dzurilla! (Horst Eckert)