Augsburg siegt gegen schwache DEGAugsburg - Düsseldorf 5:1

Calle Ridderwall traf zum 1:0, danach jedoch unterlag die DEG mit 1:5. (Foto: Roland Schicho - www.stock4press.de)Calle Ridderwall traf zum 1:0, danach jedoch unterlag die DEG mit 1:5. (Foto: Roland Schicho - www.stock4press.de)
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Die Niederlage war auch in dieser Höhe völlig verdient, weil kein Spieler Normalform erreichen konnte, doch auch verlieren muss gelernt werden. Der Frustabbau in Form von Fouls und Prügeleien geht in dieser Art nicht, auch wenn John Zeilers Attacke gegen Daniel Kreutzer angesichts des Spielstandes in der 58. Minute ebenso unnötig wie völlig irrsinnig war. Am Ende hagelte es Strafzeiten en masse. So erhält die DEL natürlich neue Nahrung, um Düsseldorfer Spieler wie zuletzt Marc Zanetti ohne exakte Prüfung der Fakten zu sperren. Dabei sollte sich die Liga lieber Gedanken machen, ob auch Schiedsrichter eine Denkpause erhalten, wenn sie einen derart haarsträubenden Auftritt hinlegen wie in Augsburg Christian Oswald und der offenbar ausschließlich auf die DEG fokussierte Schweizer Stepháne Rochette.

Es war klar, dass die Aufgabe im Hexenkessel an der Senkelbachstraße nicht leicht werden würde. Schließlich musste die DEG auf zwei ihrer besten Verteidiger verzichten. Drew Paris erlitt nach einem üblen Knie-Check des Müncheners Blake Wheeler (der dafür nicht gesperrt wurde) eine Knie-Verletzung und Marc Zanetti wurde für einen sauber geführten Check für fünf Spiele gesperrt. Die Deutsche Eishockey-Liga kann offenbar in ihrem berechtigten Bemühen um die Gesundheit der Spieler einfach keine Linie in Urteile bekommen. Die DEG schien dem zunächst jedoch zu trotzen, denn bereits nach 53 Sekunden gelang dem Schweden Calle Ridderwall in Überzahl das 1:0, aber die Freude darüber währte nicht all zu lange. Nur 135 Sekunden später gelang Steffen Tölzer der Ausgleich und von da an spielte im ersten Drittel nur noch der AEV. Die Schwaben waren zuletzt fünfmal in Folge ohne Punkt geblieben und hatten sich viel vorgenommen. Boyle gelang in der 13. Minute das umjubelte 2:1 und nur mit viel Glück konnte die DEG weitere Gegentreffer vermeiden.

Als dann Ridderwall zu Beginn des zweiten Abschnitts von den ganz schwachen Schiedsrichtern mit einer 2+10-Minuten-Strafe wegen Reklamierens belegt wurde, lahmte auch noch das Überzahlspiel der DEG. Die Unparteiischen setzten ihrer Unleistung später die Krone auf, als sie völlig übersahen, dass die Düsseldorfer für 20 Sekunden fröhlich mit einem Mann mehr auf dem Eis agierten. Die Frage, warum nach derlei Verfehlungen nicht auch mal Sperren erfolgen, muss erlaubt sein, zumal genau für diesen Fehler ein Linienrichter in Russland gerade erst aus dem Verkehr gezogen und dies von der KHL per Pressemitteilung auch öffentlich gemacht wurde. Trotz allem blieb die DEG viel zu harmlos und kassierte kurz vor der zweiten Pause in Unterzahl das 1:3 durch Trevelyan (38.).

Augsburg spielte nun mit viel Selbstvertrauen und war jederzeit Herr der Lage. Sergio Somma erhöhte bei fünf gegen drei früh im Schlussdrittel auf 4:1 (41.). Danach schien das Spiel unspektakulär seinem Ende entgegen zu gehen, bis Zeilers Foul eine gewaltige Eruption auslöste. Alex Henry zog einen Knie-Check an, Ridderwall vermöbelte Daryl Boyle und kassierte dafür zum zweiten Male an diesem Abend zehn Minuten. Die Strafen ließen Ashton Rome lautstark protestieren, danach erlaubte sich Thomas Gödtel noch einen Crosscheck. In all dem Wirrwarr behielt nur Ryan Thang den Überblick und markierte elf Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt.

„Es ist klar, dass wir nun wieder als Schlägertruppe dastehen, aber bei einem Foul wie dem von Zeiler müssen wir uns einfach wehren, egal, wie es steht“, sagte DEG-Trainer Christian Brittig, stellte aber auch klar: „Der Sieg des AEV geht absolut in Ordnung, denn wir hatten heute sowohl in Unter- wie in Überzahl große Schwierigkeiten.“

Tore: 0:1 (0:53) Ridderwall (Bostrom, Turnbull/5-4), 1:1 (3:08) Tölzer (Somma, Forrest), 2:1 (12:40) Boyle (Roloff/5-4); 3:1 Trevelyan (Forrest, Brown/5-4); 4:1 (40:46) Somma (Boyle, Roloff/5-3), 5:1 (59:49) Thang (5-3)

Strafminuten: Augsburg 24 + 10 Zeiler + 10 Boyle – DEG 34 + 10 Ridderwall + 10 Kreutzer + 10 Ridderwall + 10 Rome

Zuschauer: 3361


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