Augsburg siegreich im Duell der Panther

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Beim ersten Aufeinandertreffen der beiden bayerischen Panther hatten die Ingolstädter eindeutig das Nachsehen. Nach der Hälfte der Spielzeit lagen sie im eigenen Stadion bereits mit fünf Treffern zurück und die Niederlage zum Saisonauftakt ließ sich dann nicht mehr aufhalten. Also war Revanche angesagt und die Leistungen der Augsburger in den letzten Wochen machten die Gäste eindeutig zu Favoriten im Derby. Diesem Anspruch wurden sie nur teilweise gerecht, doch präsentierten sich die Gastgeber so engagiert wie lange nicht mehr und fügten den Ingolstädtern nach einem begeisternden Spiel mit 3:2 erneut eine Niederlage zu.

Auf Seite der einheimischen Panther war Topscorer Shane Joseph nach seiner Gehirnerschütterung wieder im Aufgebot, so dass Trainer Paulin Bordeleau seinen kompletten Kader aufbieten konnte. Während seine Mannschaft im ersten Powerplay nicht so recht zum Zug kam, machten es die Gäste besser. Christoph Melischko vollendete eine schnelle Kombination in Überzahl zum 0:1. Ansonsten gab es in dieser Phase einen offenen Schlagabtausch auf dem Eis mit Chancen auf beiden Seiten. Die Panther spielten sich eigentlich genügend Möglichkeiten für den Ausgleich heraus, doch scheiterten sie ein um das andere Mal an Jimmy Waite im Tor der Ingolstädter. Auch ihre zweite Überzahl konnten die Gäste relativ mühelos verwerten und Eric Boguniecki erhöhte auf 0:2. Dank dieser Effektivität – bei personellem Gleichstand war kein Unterschied zwischen beiden Teams festzustellen - gingen sie mit diesem Vorsprung in die erste Pause.

Immerhin gelang den Hausherren kurz nach dem Wiederanpfiff der nicht unverdiente Anschlusstreffer. Steffen Tölzer konnte aus kurzer Distanz die Scheibe in die Maschen abfälschen. In der Folge waren die Panther dem Ausgleich nahe, doch mehr als ein Pfostenschuss von Roland Mayr sprang vorerst nicht heraus. Jedenfalls kamen die Fans voll auf ihre Kosten, da die Partie weiterhin schnell und auf hohem Niveau geführt wurde. Schließlich entsprach dann auch das Ergebnis dem Spielverlauf, denn nach einem sehenswerten Pass von Harlan Pratt über rund zwei Drittel der Eisfläche ließ Rhett Gordon einen gegnerischen Verteidiger stehen und konnte anschließend Jimmy Waite mit der Rückhand überwinden. Nun waren die Panther endgültig Herr im eigenen Haus, konnten aber zunächst kein weiteres Kapital daraus schlagen, da sie erneut die durchaus reichlich vorhandenen Chancen ungenutzt verstreichen ließen.

Nicht ohne gemischte Gefühle sahen die Fans dem Schlussdrittel entgegen, hatten die Augsburger zuletzt doch zumeist in diesem Spielabschnitt den Einbruch erlebt. Doch zunächst gab es Grund zum Jubel, denn ein Schlagschuss von Christian Chartier fand durch die Beine von Freund und Feind den Weg ins Tor. Als die Hausherren dann mit viel Glück auch die erste Unterzahl ohne Gegentor an diesem Abend überstanden hatten, keimte aber lautstark Hoffnung auf. Doch so leicht wollten sich die favorisierten Ingolstädter natürlich nicht geschlagen geben und so bekam Patrick DesRochers im Augsburger Tor jetzt richtig viel Arbeit. Durch Strafzeiten auf beiden Seiten gab es zeitweilig viel Platz auf dem Eis, was aber ohne Auswirkungen blieb. Die Panther hatten ihre Gäste nun weitgehend im Griff und konnten deren Angriffsbemühungen meist schon frühzeitig wirkungsvoll stören. In der Schlussphase mischte sich dann der Schiedsrichter, der eigentlich sehr gut agiert hatte, unnötigerweise ein. Statt ein Emptynet-Goal von Mark Murphy zu geben, schickte er einen weiteren Augsburger wegen angeblicher Behinderung auf die Strafbank, doch selbst das konnte den verdienten Sieg nicht mehr verhindern, weil DesRochers mit einem unglaublichen Save Sekunden vor der Sirene die drei Punkte für sein Team sicherte.

„Ein großer Sieg“, so Paulin Bordeleau nach dem Spiel, „weil die Mannschaft nach dem ersten Drittel mit viel Charakter zurückgekommen ist, gegen Ingolstadt wirklich nicht einfach.“ Auch Ron Kennedy schien beeindruckt vom Augsburger Sieg. „Wir hätten nach der Zwei-Tore-Führung das Spiel nicht mehr aus der Hand geben dürfen, vielleicht war sich die Mannschaft zu sicher. Augsburg hat sehr gut gekämpft und verdient gewonnen.“ (mor)

Tore: (0:2 / 2:0 / 1:0)

0:1 (06:39) Melischko ( Bellissimo ; Boguniecki ) 5:4

0:2 (12:46) Boguniecki ( Seidenberg ; Ficenec ) 5:4

1:2 (21:12) Tölzer ( Joseph ; Rekis )

2:2 (34:42) Gordon ( Pratt ; DesRochers )

3:2 (41:19) Chartier ( Pratt ; Brigley )

Zuschauer: 3183

Strafzeiten: Augsburger Panther 14, ERC Ingolstadt 18

Schiedsrichter: Christian Oswald, Bad Wörishofen


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