Augsburg schießt Straubing abLetzter Test

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Straubing spielte ohne vier. Jason Bacashihua, Andy Canzanello, Tyler Beechey und Markus Hundhammer hatten alle aufgrund leichter Verletzungen spielfrei bekommen. Etwas Eishockeyluft bei „den Großen“ durften dafür die Regensburger Förderlizenzspieler Leopold Prantl und Marcel Brandt schnuppern. Beide hatten nicht sonderlich viel Eiszeit, aber Brandt konnte im Schlussdrittel immerhin einen sehenswerten Schuss abfeuern.

Augsburg war im ersten Abschnitt nicht nur in Überzahl sehr effektiv, sondern auch bei fünf gegen fünf das deutlich bessere Team. Das spiegelte sich auch im Ergebnis wider. Sergio Somma und Rob Brown trafen im Powerplay, T.J. Trevelyan und Michael Bakos bei ausgeglichener Spielerzahl. Straubing hatte im Vergleich wenige Chancen. Eine davon nutzte Dustin Whitecotton aus einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor von Augsburgs Patrick Ehelechner.

Tore fielen zwar nicht, doch der Mittelabschnitt zeigte sich verändert. Straubing war nun deutlich besser im Spiel. Die Niederbayern erhöhten stetig den Druck, was Augsburgs Trainer Larry Mitchell dazu zwang, bereits in der 35. Minute seine Auszeit zu nehmen. Die beste Chance hatte Blaine Down, der bei einem Unterzahlkonter einen Penalty zugesprochen bekam, diesen aber nicht verwerten konnte. Auch beim Videobeweis wenig später hatten die Niederbayern kein Glück.

Auch im Schlussabschnitt waren die Hausherren stets bemüht. Doch das will eigentlich niemand in seinem Zeugnis lesen. Man schoss zwar relativ häufig, doch die Qualität der Schüsse stellte Patrick Ehelechner nur selten vor eine größere Herausforderung. Bei den Panthern hingegen klappten auch Sachen, die sonst eher nicht klappen. War das Tor von Sergio Somma noch zu erklären, wird Tobi Draxinger wohl noch darüber grübeln, wie er die Scheibe ins Tor gebracht hat – was die Leistung aber nicht schmälert. Augsburg hatte sich das kleine Scheibenglück erarbeitet. Nach dem zweiten Videobeweis konnten die Hausherren in Person von Grant Lewis noch etwas Kosmetik betreiben. Die Freude währte jedoch nicht sehr lange. Nur ein paar Augenblicke später stellte Bakos mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her.

Am Ende war der Sieg vor allem aufgrund des ersten Abschnittes klar verdient. Augsburg war an diesem Abend deutlich bereiter, Eishockey zu spielen. In dieses Horn stieß auch Dan Ratushny nach dem Spiel: „Es war wirklich ein enttäuschendes Spiel. Wir waren heute nicht bereit. So wie heute kann man nicht spielen, auch nicht in der Vorbereitung.“ Bei den Gründen zeigte sich Straubings Coach ratlos: „Ich weiß noch nicht, woran es gelegen hat. Es ist meine Aufgabe, eine bereite Mannschaft aufs Eis zu schicken. Ich muss mich da in die Pflicht nehmen und das genau analysieren. Vielleicht war es ein Weckruf zur rechten Zeit.“

Tore:
0:1 03:11 Sergio Somma (Brian Roloff, J.D. Forrest) PP1
0:2 03:54 T.J Trevelyan (Stephan Werner)
0:3 09:32 Michael Bakos (Chad Bassen)
1:3 13:59 Dustin Whitecotton (Daniel Sparre)
1:4 15:53 Rob Brown (Stephan Werner) PP1
1:5 40:53 Sergio Somma (Mario Valery-Trabucco)
1:6 45:47 Tobias Draxinger (Chad Bassen)
2:6 50:53 Grant Lewis (Stefan Ortolf, Alex Dotzler)
2:7 52:48 Michael Bakos (Stephan Werner)

Strafen: Straubing 10; Augsburg 10
Zuschauer: 3.356


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