Augsburg gewinnt Duell der Panther

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Das 0:4 in Hamburg hatte am Freitag einmal mehr die Defizite der Augsburger Panther offenbart: Defensiv fehlte es zuletzt über weite Strecken an der nötigen Stabilität, offensiv wechseln Licht und Schatten teilweise von Drittel zu Drittel. Keine guten Vorzeichen also vor dem Derby gegen die Namensvettern aus Ingolstadt, die sich zuletzt in verbesserter Form präsentierten. Das bestätigte sich allerdings nicht, den die heimischen Panther hatten einen starken Abend erwischt und setzten sich weitgehend souverän mit 5:2 durch.

Außer dem wohl noch einige Wochen ausfallenden Steffen Tölzer musste Trainer Larry Mitchell auch auf den wegen der drittel Zehn-Minuten-Strafe gesperrten Rhett Gordon verzichten. Nach 23 Sekunden mussten die Gäste in Person von Matt Keith zum ersten Mal auf die Strafbank, doch konnten die Panther daraus keinerlei Vorteil ziehen. Danach allerdings kam auf beiden Seiten mehr Biss in die Partie, doch die Torhüter behielten jeweils die Oberhand. Das Ingolstädter Powerplay sah zwar etwas besser aus, effektiver war es aber auch nicht. Dafür nutzten die Augsburger dann ihre zweite Möglichkeit, als Rourke in die Box musste. Steve Junker vollstreckte zum 1:0. Die Gäste wirkten nun ein wenig angeschlagen und hatten einige Male viel Glück, dass der Rückstand nicht schon höher wurde, zumal Torhüter Jimmy Waite alles andere als sicher agierte. Ohne Zweifel waren die Panther das überlegene Team, auch wenn sie das im Ergebnis bis zur Pause nicht deutlicher machen konnten.

Auch im Mitteldrittel wurde das Spiel von beiden Mannschaften weiterhin mit viel Emotion geführt, so dass der Schiedsrichter keinen leichten Job hatte. Strafzeiten gab es hüben wie drüben, doch an den Kräfteverhältnissen änderte sich nicht viel. Immerhin konnte Brett Engelhardt auf 2:0 erhöhen. Die Ingolstädter wurden eigentlich nur in Überzahl gefährlich, wozu sie dank Schiri Piechaczek, der Panther-Kapitän Mark Murphy als Lieblingsopfer hatte, genug Gelegenheit bekamen. Doch Grund zum Jubeln hatten erneut die Augsburger Fans, denn Thomas Jörg erzielte das 3:0. Kurz darauf schöpften dann die rund 400 Gästefans wieder etwas Hoffnung, da Matt Keith der Anschluss gelang. Doch lange währte diese nicht, denn bereits die nächste Überzahl – die Ingolstädter wehrten sich nun vermehrt mit unzulässigen Mitteln - nutzte Scott Barney zur neuerlichen Drei-Tore-Führung.

Jetzt stellte sich die Frage, ob die Augsburger im Schlussdrittel ihre bisherige Linie würden durchhalten können. Doch diesmal stellten sich die Panther viel geschickter an, als gegen Straubing, und ließen den Ingolstädtern keinen Raum mehr, sich noch einmal zurückzukämpfen. Was auf das Tor kam, war sichere Beute von Dennis Endras, so dass die heimischen Fans in den letzten Minuten bereits den verdienten Sieg ihrer Mannschaft feiern konnten. Zwar verkürzten die Gäste noch einmal durch Allan Rourke, doch konterten das die Panther durch ein Empty-net-Goal von Chris Collins zum Endstand.

„Augsburg hat härter gekämpft und deshalb gewonnen. Ich bin nicht zufrieden mit dem Einsatz meiner Mannschaft“, lautete kurz und bündig das Fazit von ERCI-Trainer Benoit Laporte. Weitgehend zufrieden zeigte sich dagegen Larry Mitchell. „Wir sind mit viel Biss gestartet und haben das beste erste Drittel seit langer Zeit gespielt. Das Unter– und Überzahlzahlspiel war stark verbessert und das Engagement hat gestimmt.“

(mor)



Tore: (1:0 / 3:1 / 1:1)

1:0 (09:15) Junker ( Hunt ; Endras )

2:0 (25:09) Engelhardt ( Hunt ; Olimb ) 4:4

3:0 (32:23) Jörg ( Junker ; Murphy )

3:1 (35:19) Keith ( Seidenberg )

4:1 (38:29) Barney ( Likens ; Chartier ) 5:4

4:2 (57:33) Rourke ( Milroy ; Greilinger ) 5:4

5:2 (58:40) Collins ENG

Zuschauer: 4159

Strafzeiten: Augsburger Panther 20, ERC Ingolstadt 20 + 10 Goodall

Schiedsrichter: Daniel Piechaczek, Ottobrunn

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