Auftaktsieg gegen die DEG

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Und schon die ersten Sekunden hätten den Iserlohnern einen Auftakt aus dem Bilderbuch bescheren können. 13 Sekunden gespielt – Tobias Wörle im Alleingang auf dem Weg ins DEG-Drittel. Doch der Puck, gut geschossen, geht zwar an Aubin vorbei, doch statt ins Netz direkt an den Pfosten. Trotzdem machte diese frühe Chance im Spiel den Sauerländern Mut. Düsseldorf - der Angstgegner - hatte im ersten Drittel kaum Freiraum zur Entfaltung zu kommen. Dafür machten über weite Strecken die Gastgeber das Spiel. Paddock und Ryan, das sah man schon im Auftaktdrittel, gaben den Blau-Weißen nicht nur Tiefe im Kader, sondern auch Qualität im Spiel. Insbesondere der ehemalige Ingolstädter Prestin Ryan überraschte, obwohl erst seit wenigen Tagen mit der Mannschaft auf dem Eis, mit unglaublicher Übersicht. Tolle Gelegenheiten gab es zwar auf beiden Seiten, am Ende aber blieb es beim 0:0, denn nicht nur die Verteidigungsreihen, sondern auch die beiden Torhüter machten an diesem ersten Eishockeyabend der Saison einen hervorragenden Job.

Tore blieben auch im zweiten Drittel lange Mangelware. Erst Überzahlaktivität brachte Jubel ins Spiel. Die erste Party feierte der Block der Gäste, als Düsseldorfs Neuzugang Tyler Beechey von der halblinken Seite die Scheibe in den Iserlohner Torraum schob und die Scheibe abgelenkt über die Linie waberte (31.). Der Iserlohner Ausgleich ließ aber nicht lange auf sich warten. Nur 136 Sekunden nach dem DEG-Schlag hämmerte Wolf eine Scheibe vom Außenrand des linken Bullykreises bei Roostersüberzahl ins Düsseldorfer Netz. Knapp vier Minuten später erhöhte Veideman nach einer traumhaften Kombination mit Ardelan und Kavanagh sogar auf 2:1 (38.). Manager Karsten Mende wird zufrieden gewesen sein, hatte er vor dem ersten Match doch vor allem eines von seinen Jungs erwartet – ein gut funktionierendes Überzahlspiel. Mit diesen beiden Toren und der Führung nach dem Mitteldrittel hatte sein Team zumindest vorerst die Erwartungen erfüllt.

Das änderte sich, unabhängig vom Ergebnis, auch im Schlussdrittel nicht. Kavanagh und Giuliano erarbeiteten sich knapp vierzehn Minuten vor dem Ende per Konterchance eine Gelegenheit in XXL, Wolfs Alleingang kurze Zeit später wussten die Metro Stars nur per Foulspiel zu stoppen. Den fälligen Penalty wusste der Gefoulte selbst aber nicht zu nutzen. Doch wer den Nationalstürmer kennt, der weiß, in solchen Momenten ärgert er sich selbst am meisten und setzt neue Energie frei. Nur zwei Angriffe später arbeitete sich Wolf erneut vors Tor und hämmerte die Scheibe zum 3:1 unter die Latte (51.). Düsseldorfs Anschlusstreffer per ärgerlichem Bauerntrick nur 41 Sekunden später aber hielt die Roosters nicht auf. Die Sauerländer standen auch weiterhin solide in der Defensive, erarbeiteten sich ihre Chancen und nutzten sie. Paddock mit Übersicht hämmerte die Scheibe hinter dem Gewühl vor dem Düsseldorfer Kasten stehend ins Netz – das 4:2 und die Entscheidung (54.). Verdient sichern sich die Roosters nach einem tollen Kampfspiel mit guten spielerischen Ansätzen und einem weiteren Empty-Net-Treffer von Robert Hock (60.), den ersten Sieg. Michael Wolf mit zwei Treffern und einem Assist ist zu Recht der Mann des Abends.


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