Aufs Maul geschaut

Echte Berliner Schnauze: Sven Felski. (Foto: Oliver Schwarz - www.stock4press.de)Echte Berliner Schnauze: Sven Felski. (Foto: Oliver Schwarz - www.stock4press.de)
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Selbiger Kicker sagte auch auf die Frage, wie er sich seine Zeit nach dem aktiven Fußball vorstellen kann: „Schiedsrichter kommt für mich nicht in Frage, schon eher etwas, das mit Fußball zu tun hat.“ Unvergessen auch Mario Basler: „Ich grüße meine Mama, meinen Papa und ganz besonders meine Eltern.“ Auch nicht schlecht und auch von Basler: „Quatsch, wir zocken nie um viel Geld. Höchstens um 3.000 Mark.“ Es kommt halt auf den Blickwinkel drauf an.

Verstecken vor so manchem sinnfreien Fußballersatz müssen sich aber weder Eishockeyspieler noch deren Trainer.

Wenn es um markige Sprüche geht, ist der Alpenvulkan Hans Zach immer mit dabei. So meinte er einmal: „Wir spielen um den Abstieg und wenn wir das schaffen, dann ist das 'ne Riesensensation.“ Apropos Alpenvulkan. Zach selbst sieht das etwas differenzierter: „Ich tobe nicht, ich bin kontrolliert engagiert.“ Der Bad Tölzer ist aber auch als TV-Experte immer für einen Spruch gut. Als ihn eine Mitarbeiterin des Senders aus dem Presseraum abholen kam , meinte sie: „ Herr Zach, sie müssen noch in die Maske.“ Der  Urbayer entgegnete: „Schau ich so aus, als ob ich eine Maske brauche?“

Doch nicht nur Zach hat es drauf. So sagte Erich Kühnhackl einmal über Ex-Nationaltorwart Peppi Heiß: „Seine Schwäche war zwischen den Beinen.“ Kühnhackl bezog sich damit natürlich auf die Qualitäten als Tormann.

Der stets gut überlegt antwortende Uwe Krupp meinte mit eher ernstem Hintergedanken: „Schulterklopfen ist nur 50 Zentimeter von einem Tritt in den Hintern entfernt.“ So mancher Trainer wird das bestätigen können.

Ein Eishockeyklassiker ist: „Wir finden im Moment immer einen Weg zu verlieren.“  Die Urheberrechte an diesem Spruch dürften wohl bei Bob Leslie, damals in der Schweiz tätig, liegen. Wird inzwischen auch variiert, wie zum Beispiel: „Wir finden im Moment immer einen Weg, am Tor vorbei zu schießen.“

Auch in Augsburg geht es witzig zu. Max Fedra antwortete erst kürzlich im TV-Interview auf die Frage, wo man diese Saison ohne Darin Olver gestanden hätte: „Wahrscheinlich auf dem letzten Platz, so wie jetzt auch.“ Zugegeben, die Frage geht als lupenreine Vorlage durch. Auch aus der jüngeren Vergangenheit Max Fedras ist: „Ich war schon im Finale, da konntet ihr das Wort noch nicht mal schreiben“ – während einer Diskussion mit einer Augsburger Tageszeitung.

Eine echte Berliner Schnauze hat Sven Felski. Bei Olympia 2010 in Vancouver antwortete er auf die Frage, was er denn schon alles gesehen hat: „Ich habe schon Sidney Crosby gesehen, aber er hat mich nicht erkannt.“ Beim selben Turnier sagte der aktuelle Stanley-Cup-Sieger Dennis Seidenberg auf die Frage, ob denn jemand von seiner Familie beim Auftaktspiel auf der Tribüne dabei wäre: „Ich habe mit meinem Bruder Yannic telefoniert. Er war gerade auf dem Weg nach Köln zum Karneval.“ Tja, man muss eben doch Prioritäten setzten.

Kollege Marc Hindelang bringt sich auch immer wieder in Stellung. „Deutscher Schäferhund. Da wird ein DEL-Manager hellhörig. Aber einbürgern ist nicht.“ So berichtete er über das neue Haustier von Alexander Ovechkins.

Jahrgang 1943, Sportreporter, seit 2011 Mitglied der „Hall of Fame Deutschland“. Es handelt sich natürlich um Jochen Sprentzel. Er sagte einst: „Solange nicht mit dem Schläger um sich geschlagen wird, sondern mit dem Stock, ist das okay.“ Es war wohl eher ein hartes Spiel, von dem er berichtete.


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