Auch Wolfsburg darf sich bedienen

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
Lesedauer: ca. 2 Minuten

1:2 - 1:4 - 1:5 - 1:3! Ein Heimtreffer pro Spiel ist derzeit die einzige Konstante bei den Sinupret Ice Tigers. Nach Hannover und zuletzt den beiden blamablen Heimauftritten gegen Straubing und Ausgburg, konnten die Ice Tigers auch gegen Wolfsburg den Abwärtstrend nicht stoppen.

Dass eine Mannschaft auch mit unbändigem Kampfgeist auf schlechte Leistungen reagieren kann, merkte man den Ice Tigers nicht unbedingt an. Zwar waren die Mannen von Trainer Andreas Brockmann durchaus bemühter als zuletzt, aber das reicht noch lange nicht, um auch Spiele zu gewinnen.

Gerade einmal 24 Sekunden dauerte es bei der ersten Nürnberger Strafzeit bis die Ice Tigers von der Vergangenheit wieder eingeholt wurden und die Verunsicherung wie eine ansteckende Grippe rasend schnell um sich griff. Mike Green fiel ein Abpraller genau vor die Füße - 0:1.

Für beide Trainer war der Beginn des Mitteldrittels spielentscheidend. Die Ice Tigers kamen "euphorisch" aus der Kabine und hatten Riesenchancen, aber Wolfsburg machte das Tor. "Das war für mich die Schlüsselszene. Wir haben mit Glück geklärt und Ulmer die Übersicht behalten. Dadurch hat sich das Momentum gedreht", so Toni Krinner nach der Partie.

"Wir haben danach nie aufgegeben und alles probiert, aber man hat gesehen, wie verkrampft und ohne Selbstvertrauen wir derzeit spielen", erklärte Brockmann nach dem Spiel. Auch die komplette Umstellung der Sturmreihen fruchtete nicht. "Wenn es funktioniert hätte, hätten wir gewonnen", so Brockmann lapidar.

"Es kommt derzeit einfach alles zusammen. Wir haben kein Glück, dann bricht ein Schläger oder wir treffen nur den Pfosten. Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft weiter an sich glaubt und zusammen hält", so Brockmann weiter.

Toni Krinner war mit seinem Team sehr zufrieden: "Wir haben engagiert angefangen und auch speziell in Unterzahl aufopferungsvoll gekämpft."

Ein wenig Hoffnung für die angeschlagene Ice Tigers Seele gab es dann wenigstens in den Interviews von Bezahlsender Premiere. Sowohl Insolvenzverwalter Volker Böhm als auch Bionorica-Boss Michael Popp äußerten sich vorsichtig zuversichtlich was die Zukunft des Standorts Nürnberg angeht. Demnach soll sich rund um Herbert Frey und regionalen Sponsoren eine Lösung abzeichnen. Allerdings wohl nicht vor Ende Januar. Solange wird ja auch die Mannschaft weiterhin aus dem Insolvenzfond bezahlt. Spieler und Trainer wissen jedoch (noch) nichts davon, was sicher mit ein Hauptgrund für die derzeitigen Leistungen ist.

Tore:
0:1 (08.00) Green (Alavaara, Magowan) 5:4
0:2 (20.52) Ulmer (Milley, Degon)
0:3 (23.01) Ulmer (Magowan, Rekis) 5:4
1:3 (27.10) Polaczek (Leeb, Nasreddine) 5:4

Strafen: Nürnberg 12 min + 10 min. Savage - Wolfsburg 14 min.
Schiedsrichter: Schütz
Zuschauer: 2797




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