„Auch finanzielle Aspekte gaben den Ausschlag“Krefelder Reaktionen auf Ehrhoff-Absage

Wolfgang Schulz, Aufsichtsratschef der Krefeld Pinguine. (Foto: the)Wolfgang Schulz, Aufsichtsratschef der Krefeld Pinguine. (Foto: the)
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Wolfgang Schulz, Aufsichtsratschef der Krefeld Pinguine, erklärte: „Wir haben uns sehr um Christian Ehrhoff bemüht und ihm ein entsprechendes Angebot unterbreitet. Dies beinhaltete nicht nur, dass wir an unsere finanziellen Grenzen gegangen sind, sondern auch eine Perspektive für die Zukunft aufgezeigt haben, die Christian Ehrhoff noch enger ans Krefelder Eishockey geschmiedet hätte.“ So planten die Krefelder, den gebürtigen Moerser nach seiner Karriere ins Management einzubinden. Schulz weiter: „Nach eigentlich sehr positiven Anzeichen im Vorfeld waren wir dann von der endgültigen Entscheidung, nicht für Krefeld aufzulaufen, sehr überrascht. Sportlich haben wir sicherlich eine sehr gute Mannschaft und mit Christian Ehrhoff hätten wir wahrscheinlich die Play-offs ohne erste Play-off-Runde erreichen können, also die direkte Play-off-Qualifikation. Wir hatten sehr gehofft, dass die Soft Facts, die wir angeboten haben, den finanziellen Unterschied zwischen unserem Angebot und dem der großen DEL-Vereine zum Teil ausgeglichen hätte. Letztendlich konnten wir beim Wettbieten der Großen nicht mithalten. Wir bedauern diese Entscheidung sehr, werden uns jetzt bemühen, auch ohne Christian Ehrhoff, die Play-offs zu erreichen.“

Rüdiger Noack, Sportlicher Berater der Krefeld Pinguine: „Ich habe in den letzten Tagen viele Gespräche mit Christian geführt. Es war eine schwere Entscheidung für ihn und ist eine noch härtere Entscheidung für uns. Er hätte uns sportlich und menschlich weitergebracht. Sportlich haben wir sicherlich trotzdem eine sehr gute Mannschaft. Wir werden jetzt noch ein Stück näher zusammenrücken und sind auch ohne Christian auf einem guten Weg.“ Ehrhoff erklärte, dass rein sportliche Gründe ausschlaggebend sein, da er sich optimal auf die WM und die Olympischen Spiele vorbereiten will. Noack dazu: „Sein Argument, sich in Krefeld nicht ausreichend auf die WM vorbereiten zu können, ist sicherlich nicht ganz korrekt, da Christian während seiner langen NHL-Karriere sich immer in den Sommermonate trainingsmäßig sowohl individuell aus auch im Team der Pinguine erfolgreich vorbereiten konnte. Trotz der enormen Anstrengungen unsere Gesellschafter haben letztendlich auch finanzielle Aspekte den Ausschlag gegeben.“

Christian Ehrhoff war für eine Reaktion auf die Statements der Krefeld Pinguine nicht zu erreichen.