Arbeitssieg für StraubingMaury Edwards entscheidet die Partie

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Keinen Deut schlechter als der sehr gut aufgelegte Matt Climie, war sein Gegenüber Sebastian Vogl. Dieser meinte nach dem Spiel: „Ich denke, es war kein langweiliges 1:1. Ein Spiel fast mit Play-off-Charakter. Beide Mannschaften hatten ihre Offensivanteile. Ich denke, für beide Mannschaften ging es heute um viel. Straubing hat hart gekämpft. Am Ende haben sie sehr gut Penaltys geschossen und haben sich dadurch den Zusatzpunkt verdient.“ Auch er lobte Kontrahent Climie und sagte zu dessen Leistung: „Ich denke, Matt Climie hat heute sehr gut gespielt.“

Doch das Spiel begann eher schleppend, zäh und mit wenigen Höhepunkten. Man wurschtelte sich so durch. Straubings Coach Larry Mitchell meinte zur Eröffnung: „Wir waren in den ersten zehn Minuten zu passiv, fast schläfrig. Da war Wolfsburg besser.“ Nachdem sich mehr Straubinger hinter statt vor der eigenen Torlinie befanden und man Fabio Pfohl komplett vergessen hatte, nutzte dieser die Chance zur Führung. Straubing arbeitete sich nun in die Partie. Doch auch eine doppelte Überzahl brachte nicht den erwünschten Erfolg. Trotzdem erkannte Mitchell etwas Positives: „Danach haben wir uns, auch bedingt durch Überzahlsituationen, gefangen.“ Wolfsburgs Pavel Groß passte das nicht, er sprach von „billigen Strafen, die man zum X-ten Mal genommen hat.“ Kurz vor der ersten Pause konnte Edwards dann aber doch noch die Hartgummischeibe in die Maschen hauen.

Im Mitteldrittel spielten zunächst lange die Gäste und wieder mussten sich die Tiges ins Spiel kämpfen. Nicht nur Groß sah seine Mannschaft „optisch besser.“ Die Hausherren mussten sich erneut ins Spiel kämpfen, was ihnen auch diesmal gelang und gute Spielanteile brachte. Tore blieben jedoch aus.

Auch das letzte Drittel sowie die Overtime blieben torlos, sodass die Entscheidung erst im Penaltyschießen fiel. Auch hier wollte sich zunächst kein Sieger finden, doch Maury Edwards beendete die Vorstellung mit seinem zweiten Tor des Abends. Er meinte zu seinem Siegtor und dem Penalty: „Das war das erst mal dieses Jahr, es ist schon schön, ihn rein gemacht zu haben.“ Für Vogl war es heute keine leichte Aufgabe. Er gesteht: „Heute war es schwierig für mich, ich hatte seit über einem Jahr kein Penaltyschießen mehr, das ist auch eine Timing- und Routinesache, da haben mich die Straubinger heute geschlagen.“

Für Mitchell war „der Schlüssel zum Erfolg, dass wir diszipliniert spielen, weil Wolfsburg das beste Überzahlspiel der Liga hat. Und Matt Climie hat ein gutes Spiel gemacht. Das ist genau das, was wir brauchen.“ Pavel Groß sah ein „ausgeglichenes Spiel“, doch da die „Tigers defensiv gut gearbeitet haben, haben sie auch verdient gewonnen“.

Tore: 0:1 (6.) Fabio Pfohl (Tyson Mulock, André Reiss), 1:1 (18.) Maury Edwards (Dylan Yeo, Connor James) 2:1 (65.GWP) Maury Edwards.

Schiedsrichter: Stephan Bauer, Felix Winnekens; Linienrichter: Norbert van der Heyd, Stephan Waldner.

Strafen Straubing: 8; Wolfsburg 14 +10 Hambly.

Zuschauer: 4.164.