Arbeitssieg für IngolstadtStraubing – Ingolstadt 1:2

Das Verhindern von Toren stand diesmal im Mittelpunkt. (Foto: Heribert Böckl)Das Verhindern von Toren stand diesmal im Mittelpunkt. (Foto: Heribert Böckl)
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Die Niederbayern hatten den besseren Start ins Spiel und waren über weite Strecken überlegen. Panther-Goalie Timo Pielmeier sagt zu den ersten Minuten: „Die Straubinger sind sehr stark gekommen.“ Beste Chancen in ersten Abschnitt hatten René Röthke oder Marcel Brand, auch aus der zweiten Reihe zeigten nur die Hausherren nennenswerte Schüsse. Es schien nur eine Frage der Zeit, ehe die Tigers in Führung gehen. Straubings Verteidiger Florian Ondruschka sah es ähnlich: „Ich denke, es war bisher eines unserer besten Spiele, aber wir haben leider keine Punkte geholt. Das ist sehr bitter, weil wir sie über 60 Minuten sehr gut im Griff gehabt haben, aber vorne hat uns etwas das Glück gefehlt.“ Dabei ging es den Straubingern wie vielen anderen Mannschaften, bei denen es vorne nicht klappt – sie fangen hinten einen. In Überzahl schlug Thomas Greilinger zu und meint trocken: „Es war im Powerplay, ich hatte etwas Platz und habe ihn halt dann ins Tor geschossen.“ Dabei war es ein typischer „Greilinger“ wie man ihn schon x-Mal in der DEL gesehen hat. Er wartet links an der blauen Linie, lässt sich anspielen, zieht ins Drittel des Gegners, spielt einen Doppelpass und nutzt dann seine Schusschance. Greilinger meint dazu: „Ja, das haben wir schon ein paar Mal gemacht, aber bei vier gegen drei ist das schon schwer zu verteidigen. Wenn er mich angreift, spiele ich quer rüber, dann schießt der nächste.“

Dass Ingolstadt nicht zum Zuschauen gekommen ist, war auch Straubings Verteidiger Ondruschka klar: „Natürlich haben die auch gute Stürmer und es ist schwierig, sie über 60 Minuten auszuschalten, aber ich denke, wir haben dominiert. Aber mit nur einem Tor zu Hause ist es schwierig, zu gewinnen.“ Ab dem Mittelabschnitt wurde das Match ausgeglichener. Das Ausgleichstor von Blaine Down war insgesamt verdient. Chancen gab es nun auf beiden Seiten, wobei die Tigers immer noch die etwas besseren Möglichkeiten hatten. Darum war es aus Sicht der Hausherren umso bitterer, als John Laliberte die Panther erneut in Führung brachte. Er nutzte eine kurze Unsortiertheit in den Straubinger Reihen, die gerade beim Wechseln waren. Eric Beaudoins Befreiung wurde von Fredrik Warg abgefangen und dieser eröffnete den entscheidenden Spielzug.

Im Schlussdrittel nahmen die Chancen ab. Ingolstadt verstärkte die Defensive, an der sich die Straubinger meist die Zähne ausbissen. Eine richtig dicke Gelegenheit hatte Carsen Germyn wenige Minuten vor Spielende. Er beschreibt die Szene: „Wir sind aufs Tor gezogen, Down hatte eine guten Schuss und der Rebound kam dann zu mir, aber er ist leider nicht rein.“ Einen sehr guten Tag erwischte Timo Pielmeier; er meint zu Germyn Schuss: „Bouck hat den Schuss geblockt, den habe ich gar nicht gesehen. Der Block war dann das Entscheidende für uns.“

Insgesamt ist man sich in der Bewertung des Spiels in beiden Lager einig. So meint Ingolstadts Trainer Niklas Sundblad: „Es war ein enges Spiel. Die ganze Mannschaft hat heute sehr gute defensiv gespielt. Straubing hat eine sehr gute erste Reihe, die mit Meunier und Down sehr gefährlich ist. Das wussten wir und wollten eng an den Spielern dran sein, das haben wir auch gemacht.“ Auch die Leistung der Special Teams in Über- und Unterzahl erfreuten den Ingolstädter Coach, der dann noch Lob für alle fand: „Es war eine gute Leistung der ganzen Mannschaft, auch Pielmeier im Tor war sehr stark. Wir sind sehr zufrieden mit den drei Punkten.“ Sein Gegenüber Dan Ratushny sagte: „Es war ein Spiel mit hoher Intensität und hoher Qualität. Beide Teams haben hart gearbeitet und gut gespielt. Ich bin nicht zufrieden mit dem Resultat, aber zufrieden mit der harten Arbeit unserer Spieler. Das war unser drittes Spiel mit solider Defensive in Folge, das ist wichtig für uns. Wir hatten aus guten Torchancen nur ein Tor gemacht, aber wir arbeiten weiter.“ Da Straubing verloren hat und der Coach die Defensive lobt, könnte man im Umkehrschluss zur Meinung kommen, dass es dann an der Offensive gelegen hat. Das lässt Florian Ondruschka aber so nicht gelten: „Es stimmt, dass wir defensiv besser stehen als vor ein paar Wochen, aber wir gewinnen als Mannschaft und wir verlieren als Mannschaft. Wenn wir so weitermachen, kommen auch wieder die Tore.“ Auch die Spieler sind auf einer Linie. Thomas Greilinger meint: „Es war sehr ausgeglichen, wenige Torchancen auf beiden Seiten. Auch wenig Strafzeiten, also auch sehr diszipliniert. Und am Schluss haben wir, Gott sei Dank, die drei Punkte geholt.“ CarsenGermyn sagt: „Wir haben hart gearbeitet, hatten einige Chancen. Es war ein enges Spiel. Es war ein Schritt nach vorne. Wir haben um das Spiel gekämpft und hatten Chancen. Ich bin zuversichtlich, dass wir den Turnaround schaffen.“ Für Goalie Thomas Pielmeier war es heute ein besonderer Kick: „ Es ist schwer, in Straubing, in der Halle und mit den Zuschauern zu spielen. Es war eine Superstimmung. Ich glaube aber, dass dich das als Gast nur stärker macht. Es gibt doch nichts Schöneres, wenn das ganze Stadion gegen dich ist.“

Tore:
0:1 Thomas Greilinger (Michel Périard, Derek Hahn) PP1
1:1 Blaine Down (CarsenGermyn, Florian Ondruschka)
1:2 John Laliberte (Michel Périard, Fredrik Warg)

Strafen Straubing 18 + 10 Down; Ingolstadt 14
Schiedsrichter: Simon Aicher, Gordon Schukies; Linienrichter: Andreas Flad, Thorsten Lajoie
Zuschauer: 4.704


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