Arbeitssieg für Düsseldorfer EG beim SpitzenreiterRed Bull München verspielt Führung

Foto: GEPA pictures/EHC Red Bull München/Lino MirgelerFoto: GEPA pictures/EHC Red Bull München/Lino Mirgeler
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Wie bereits am Freitag konnten die Red Bulls wieder auf den genesenen Derek Roy setzen, der nach langer Verletzungspause wieder auf dem Eis stand und gegen Ingolstadt eine solide Partie spielte. Auch beim Spiel gegen die DEG zeigte der Routinier seine ganze Erfahrung und bewies, warum er eine wichtige Stütze für die Mannschaft von Don Jackson in den bevorstehenden Play-offs sein würde. „Man merkt, wenn er an der Scheibe ist“, so Jackson über Roy. Am Sonntag half jedoch kein Mittel gegen die clever agierende Düsseldorfer EG. Am Ende verloren die Red Bulls mit 2:3 (2:1, 0:0, 0:2) vor 4670 Zuschauern.

Die DEG, die zuletzt neun der letzten zehn Begegnungen gegen München verlor, wollte diese Scharte unbedingt wieder ausbessern. Den Grundstein dafür legten sie bereits früh in dieser Partie als Niclas Lucenius einen Rebound zur frühen Führung für die Gäste nutzte.

Die Red Bulls fanden dagegen kaum ins Spiel und wurden über weite Phasen im eigenen Drittel eingeschlossen: besonders im zweiten Drittel, als das Team von Don Jackson begann, den knappen Vorsprung, den sie sich im ersten Drittel erspielt hatten, zu verwalten. Der entscheidende Rückhalt in diesem Teil des Spiels war der gut aufgelegte Danny aus den Birken, der seine Vorderleute mit starken Paraden in der Partie hielt. Sein Gegenüber Mathias Niederberger musste bereits nach 20 Minuten aus dem Spiel ausscheiden. Für ihn kam Hendrik Hane. „Wir mussten Mathias wegen einer sich anbahnenden Verletzung auswechseln. Da wollten wir kein Risiko eingehen“, so DEG Coach Harold Kreis.

Im dritten Drittel drehten die Red Bulls wieder an der Temposchraube und drängten darauf, den knappen Vorsprung zu vergrößern. Düsseldorf konnte sich in dieser Phase ein ums andere bei Schlussmann Hane bedanken, der das Spiel aus Sicht der Gäste lange offenhielt. Die DEG versuchte, in den wenigen sich bietenden Überzahlsituationen die Gunst des Moments zu nutzen und noch den Ausgleich zu erzielen. Genau das taten sie vier Minuten vor Schluss in Form von Luke Adam. Nur zwei Minuten später ging die DEG dann in Führung.

Don Jackson zog darauf noch einmal alle Register, brachte den sechsten Feldspieler für aus den Birken und motivierte seine Spieler noch einmal in der Auszeit. Doch alle Bemühungen blieben ohne Erfolg. Düsseldorf drehte innerhalb zweieinhalb Minuten das Spiel und sichert sich somit drei wichtige Punkte im Kampf um das Play-off-Viertelfinale.

Entsprechend zufrieden zeigte sich auch DEG Coach Harold Kreis: „Ich freue mich über die drei Punkte. Es hätte aber auch durchaus anders ausgehen können. Entscheidend für uns war das zweite Drittel. Wir haben den Münchnern teilweise zu viel Raum gelassen. Der Ausgleich war sehr wichtig für uns.“

München konnte die Patzer der Konkurrenz aus Berlin und Mannheim nicht ausnutzen und bleibt mit acht Punkten Vorsprung auf die Straubing Tigers an der Tabellenspitze.

Entsprechend enttäuscht war Don Jackson: „Jedes Spiel in letzter Zeit war schwer. Beim Bully hatten wir einige Fehler gemacht. Wir sind dann sehr gut zurückgekommen. Im letzten Drittel haben wir viele Torchancen gehabt, danach haben wir ein schnelles Gegentor genommen. Wir müssen von den letzten beiden Spielen lernen.“