Angeschlagene Panther machen es spannend

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Begegnungen zwischen den Panthern und den Roosters aus Iserlohn hängt bereits seit Jahren der Ruf an, spielerisch meist nicht zu den Highlights zu zählen. Außerdem taten sich die Augsburger immer sehr schwer mit den Mannschaften vom Seilersee. Letzteres war auch diesmal so, doch das Spiel entpuppte sich als spannende Auseinandersetzung zweier offensivstarker Teams mit dem besseren Ende für die Hausherren.

Nach dem wenig erfolgreichen Ausflug zuletzt nach Ingolstadt, fehlten Trainer Larry Mitchell außer Christian Chartier auch Steffen Tölzer, der wegen einer Schulterverletzung wohl rund zehn Wochen ausfallen wird, sowie der gesperrte Thomas Jörg. Von Beginn an gerieten die Hausherren in der Defensive unter Druck und kamen nur selten zu Entlastungsangriffen. Bei zwei von diesen scheiterte jeweils Matt Ryan an Norm Maracle im Iserlohner Tor. Erst in Überzahl konnten sich die Panther dann etwas besser in Szene setzen, doch wie schon zuletzt sah es zwar ganz gut aus, führte aber zu nichts Zählbarem. Effektiver waren da schon die Gäste, bei denen David Sulkovsky schließlich aus kurzer Distanz für die Führung sorgte. Die Panther hatten zwar auch weiterhin ihre Chancen, doch fehlte im Abschluss einfach die Genauigkeit. Kurz vor der Pause erlöste dann doch noch Ryan die Augsburger Fans und versenkte im Powerplay einen Nachschuss zum Ausgleich.

In der Folge schien sich zunächst nicht viel zu ändern, doch dann ging es Schlag auf Schlag. Eine Scheibe, die Maracle nicht festhalten konnte, staubte Scott Barney zum 2:1 ab. Binnen 71 Sekunden ließen dann ein verwegener Tomas Slovak nach eigener Vorbereitung und Jamie Hunt zwei weitere Treffer folgen. Doch der Schock der Roosters währte nicht lange, denn umgehend brachte Ryan Ready die Gäste wieder heran, die danach auch mehr und mehr die Oberhand gewannen. Doch auch die Panther fingen sich ebenfalls wieder und nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten.

Mit hohem Tempo eröffneten die Iserlohner den Schlussabschnitt, während die Panther noch nicht ganz wach schienen. Das Ergebnis war das 4:3 durch Robert Hock. Doch mitten hinein in die aufkeimenden Hoffnungen der Gäste startete Steve Junker einen spektakulären Sololauf und tanzte zum Schluss auch noch Maracle aus. „Das war das schönste Tor, das ich in den letzten 20 Jahren gesehen habe“, zollte auch Larry Mitchell diesem Treffer seine Anerkennung. Doch die Entscheidung war damit noch nicht gefallen, denn umgehend sorgte der quirlige Bob Wren für den neuerlichen Anschluss, nicht zuletzt weil den ausgedünnten Panthern in der Defensive mehr und mehr die Kraft ausging. Die Partie wurde nun richtig hitzig, erst recht, als den Roosters durch Jimmy Roy der Ausgleich gelang. Beide Mannschaften hatten mehrfach den Siegtreffer auf dem Schläger, doch in der regulären Spielzeit passierte nichts mehr.

Da auch in der Overtime kein Tor fiel, folgte das Penaltyschießen. Im Prinzip war es das Duell von Augsburgs Mathis Olimb gegen Iserlohns Robert Hock. Beide traten insgesamt jeweils dreimal an, mit dem insgesamt 14. Penalty entschied der Norweger den Vergleich mit 2:1 für sich und sicherte seiner Mannschaft zudem den Zusatzpunkt. Bei allen übrigen Versuchen blieben die Torhüter Sieger. (mor)

Tore: (1:1 / 3:1 / 1:3 /0:0 / 1:0)

0:1 (10:34) Sulkovsky ( Traynor ; Wolf )

1:1 (17:15) Ryan ( Engelhardt ; Likens ) 5:4

2:1 (24:25) Barney ( Slovak ; Buzas )

3:1 (25:12) Slovak ( Flache )

4:1 (25:36) Hunt ( Likens ; Gordon )

4:2 (27:43) Ready ( Wren ; Roy ) 5:4

4:3 (40:39) Hock ( Sulkovsky ; Wolf )

5:3 (43:06) Junker (Hunt ; Engelhardt )

5:4 (46:09) Wren ( Langwieder ; Ready )

5:5 (52:24) Roy ( Wilford ; Hock )

6:5 (65:00) Olimb GWS

Zuschauer: 3284

Strafzeiten: Augsburger Panther 12, Iserlohn Roosters 10

Schiedsrichter: Georg Jablukov, Fass Berlin

Foto: Siegtreffer im Penaltyschießen - Mathis Olimb by City-Press)

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