Andrew Hotham – Treffen mit dem BruderDüsseldorfer EG

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„Scott kennt in Villach bestimmt ein paar gute Restaurants und ich hoffe, er lädt mich ein“, sagte Hotham und lachte.

Einen Tag später muss die Bruderliebe allerdings für rund zwei Stunden ruhen. Dann trifft die DEG auf den sechsfachen österreichischen Meister vom Ossiacher See und Andrew zum zweiten Mal in seiner Karriere auf Scott. „In der Ontario Junior Hockey League habe ich damals mit meinem Team gewonnen. Ich hoffe, das es nächste Woche wieder so kommt“, sagte Hotham. Während für ihn der Sprung über den Atlantik Neuland bedeutet, verfügt sein zwei Jahre älterer Bruder in Europa bereits über drei Jahre Erfahrung. Zur Saison 2010/11 wechselte Scott nach Norwegen zu Lillehammer IK, wo er mit den beiden momentanen DEG-Profis Justin Bostrom und Andreas Martinsen zusammen spielte. Es folgte ein Jahr in Slowenien bei Olimpija Ljubljana, bevor es dann im vergangenen Sommer nach Villach ging. „Scott kann mir sicher ein paar wertvolle Tipps geben, denn das Leben in Europa ist schon etwas anders“, sagte Andrew Hotham.

Vor allem weil Andrew, der die Kurzform Andy überhaupt nicht mag, in Düsseldorf ohne seine Freundin auskommen muss. „Sie hat in Kanada halt einen Job. Wir telefonieren zwar regelmäßig und ich hoffe auch, dass sie mich mal besuchen kommt. Aber gerade am Anfang ist es natürlich nicht leicht ohne sie“, sagte Hotham. Dennoch zögerte der Verteidiger keine Sekunde, als er vom Angebot der DEG hörte. „Es war ja mein absolutes Ziel, in der Deutschen Eishockey Liga zu spielen. Mein Berater hat mir Anfang Juni vom Interesse der DEG erzählt und dann ging alles sehr schnell. Schon eine Woche später hatte ich unterschrieben.“

Der in Barrie, rund 90 Kilometer nördlich von Toronto, geborene jüngere Hotham-Bruder ist eher ein Spätzünder. Ins Blickfeld der NHL schaffte es Andrew nie und auch erst im vergangenen Jahr gelang ihm der Sprung in die zweitklassige AHL. Dort startete er bei den Oklahoma City Barons jedoch durch. „Mich hat vor allem überzeugt, dass er sich in seiner ersten AHL-Saison so unglaublich steigern konnte. Am Ende hatte er sogar etablierte Stammspieler verdrängt und war unumstritten. Dieses Hocharbeiten und sein Ehrgeiz haben mir gefallen“, sagte DEG-Trainer Brittig.

Hotham selbst sieht sich als Verteidiger, der in der Defensive durch Technik Dinge löst und in der Offensive mit guten Pässen die Stürmer in aussichtsreiche Position bringen kann. „Mein Ziel ist es, der DEG damit zu einer besseren Saison zu verhelfen.“ Doch auch neben dem Eis hat er sich einiges vorgenommen. So möchte der an der Geschichte des zweiten Weltkrieges sehr interessierte Hotham in der Länderspielpause im November das ehemalige KZ Auschwitz besuchen. „Zudem will ich auch Gitarre spielen lernen.“ Gekauft hat er das Instrument bereits, zu einem Begrüßungsständchen für Bruder Scott in Villach könnte die Unterrichtszeit allerdings knapp werden.

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