Ambri-Piotta kann den Titelverteidiger nicht stoppenAugsburger Panther gewinnen mit 4:3 beim Dolomiten-Cup

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Das Kräftemessen mit dem DEL-Klub aus Bayern und dem Tessiner Traditionsklub wurde bereits im Vorfeld als Leckerbissen für die Südtiroler Eishockeyfans gehandelt. Diesen Erwartungen wurde die Partie vollends gerecht. Insbesondere Ambri-Piotta brachte von Beginn an Wind in die Begegnung und schnürte Augsburg in den Anfangsminuten - begünstigt durch mehrere Überzahlsituationen - weit vor das eigene Tor. Die Schlussfolgerung? Der Treffer zum 1:0 für die Schweizer. Daniel Steiner lenkte den Puck in der achten Minute am ehemaligen Rittner Chris Mason vorbei ins Tor. Es war dies die Initialzündung für ein munteres Scheibenschießen, denn die Reaktion der Panther ließ wiederrum nicht lange auf sich warten: In der 13. Minute war Louie Caporusso zur Stelle und sorgte für den raschen Gegenschlag. Danach waren wieder die Schweizer am Zug. Alexei Dostoinov ließ die lautstarken Ambri-Fans nach einer feinen Einzelaktion jubeln. Doch neuerlich sollte die Führung nur kurz währen, denn elf Sekunden vor der ersten Drittelpause glich Ryan Bayda zum 2:2 aus.

In den zweiten zwanzig Minuten ging es in derselben Gangart weiter. Beide Teams gingen ein für die Saisonvorbereitung ungewohnt hohes Tempo und ließen es auch an Härteeinlagen nicht mangeln. Immer wieder mussten die Unparteiischen die Begegnung unterbrechen und Spieler in die „Kühlbox“ schicken. Tore fielen im zweiten Abschnitt allerdings keine – auch weil die Sturmreihen viel zu nachlässig mit den Chancen umgingen. So etwa scheiterte der Augsburger Bayda mehrfach aus exzellenter Position.

Der Führungstreffer der Schwaben war jedoch nur aufgeschoben, denn in der Anfangsphase des letzten Drittels traf James Bettauer ins Schwarze. Der kanadische Verteidiger zündete von der blauen Linie eine Rakete, die Ambri-Goalie Zurkirchen keine Abwehrchance ließ. Zu diesem Zeitpunkt agierte der NLA-Klub mit einem Spieler weniger auf dem Eis. Fünf Minuten vor Schluss sorgte TJ Trevelyan mit dem 4:2 für die Vorentscheidung. Den Tessinern gelang zwar durch Reto Kobach der postwendende Gegenschlag, doch Schwenningen ließ in den letzten zwei Spielminuten nichts mehr anbrennen. „Die Clerverness von Augsburg hat am Ende gesiegt. Doch beide Teams haben für richtig Unterhaltung geboten“, so das knappe Fazit vom deutschen Nationaltrainer Pat Cortina, der sich in der Würtharena unter die Zuschauer mischte. Er zeichnete Jeff Woywitka (Augsburg) und Adam Hall (Ambri) als beste Spieler der Begegnung aus.

Am Samstag (20.30 Uhr) steigt in Neumarkt das letzte Gruppenspiel zwischen Olten und Lorenskog. Diese Begegnung wird, wie alle weiteren Turnierspiele, auf der Homepage www.dolomitencup.com im Live-Stream übertragen.

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