Alte Freunde – neue GegnerMünchen - Berlin 1:3

Die Berliner Fans konnten in München jubeln - begrüßten aber auch ihren alten Trainer Don Jackson. (Foto: Imago)Die Berliner Fans konnten in München jubeln - begrüßten aber auch ihren alten Trainer Don Jackson. (Foto: Imago)
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Der Tag der deutschen Einheit: Einst ein Wiedersehen zwischen Menschen aus der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik. Heute, 24 Jahre später, gab es ein vergleichbares, sportliches Wiedersehen zwischen den Red Bulls aus München und den Eisbären Berlin.  Mats Christensen, Richie Regehr und der neue Cheftrainer der Münchner, Don Jackson, trafen an diesem siebten Spieltag der DEL auf ihre alten Teamkameraden aus der Hauptstadt. Jackson führte die Eisbären zu fünf Meisterschaften als verantwortlicher Trainer und genießt bei den Berliner Fans großes Ansehen, wenn nicht sogar Kultstatus. Während der Einspielphase wurde er sogar von den mitgereisten Anhängern freudig begrüßt. „Ich war schon ziemlich aufgeregt vor dieser besonderen Begegnung mit meinem früheren Verein.“

Folglich überraschte auch die Tatsache nicht, dass Jackson mit Regehr und Christensen gleich zwei Ex-Eisbären in die erste Reihe nominierte.  Die Münchner starteten wie gewohnt mit hohem Tempo, vielen Spielanteilen und zahlreichen Großchancen, die aber dank eines hervorragend agierenden Petri Vehanen ungenutzt blieben. „Petri war sehr stark heute Abend, besonders im ersten Drittel, was das schlechteste seit langer Zeit war. Im zweiten und dritten Drittel waren wir eine komplett andere Mannschaft und konnten den Grundstein für den heutigen Sieg legen“, so Jeff Tomlinson.

Den psychologischen Vorteil, dass der Meistertrainer von 2008 bis 2013 seine frühere Mannschaft beinahe aus dem „FF“ kennt, konnte der 58-jährige Kanadier nicht zum Vorteil seines Teams nutzen. Im Gegenteil: sein Nachfolger Jeff Tomlinson und seine Eisbären konnten mit zunehmender Zeit den Altmeister Jackson ein ums andere Mal erfolgreich ärgern.

Allerdings kam es mit zunehmender Spielzeit noch schlimmer für die Red Bulls. Wie schon so oft hörten die Bullen teilweise mit dem Eishockeyspielen auf und eröffneten so den Eisbären die Räume auf dem Eis, sowie drei unnötige Tore. Berlin agierte clever und zwang die Gastgeber immer wieder zu Strafzeiten, die das Team von Jeff Tomlinson häufiger bestrafte. Keine Methode des Trainerfuchses Jackson schien heute zu fruchten. Sein Wiedersehen mit den alten Bekannten endete tragisch mit einem 3:1 für die Eisbären Berlin und damit der dritten Niederlage in Serie für die Red Bulls. Einziger Wermutstropfen für die Eisbären: Mark Bell musste im ersten Drittel mit einer Knieverletzung vom Eis gebracht werden. „Gerade gegen meinen langjährigen Verein zu verlieren, tut sehr weh. Jetzt müssen wir die Fehler analysieren und wieder mehr als eine Einheit auf dem Eis agieren“, so ein enttäuschter Don Jackson.


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