"Als Ziel habe ich mir mal den Januar gesetzt"

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Justin, wie geht es Dir im Moment?
Mir geht es gut. Es wird mit der Zeit immer besser. Es ist jetzt fast auf den Tag genau sieben Wochen her, seit ich mich verletzt habe. Ich habe jetzt demnächst eine weitere Untersuchung und dann werden wir sehen wie gut sich der Brustwirbel erholt hat.

Du hast Dir die Verletzung beim Spiel Mitte Oktober zugezogen. Wie hast Du diese Situation erlebt?
Es war eine ganz normale Situation vor dem Tor. Ich wollte einen Pass in vollem Tempo vors Tor spielen und dabei abstoppen und bin irgendwie ins Straucheln gekommen. Ich hatte einfach Pech und bin rückwärts in die Bande gefallen. Das war wirklich eine unglückliche Situation.

Hast Du sofort gemerkt wie schlimm die Verletzung ist?
Nein, das wusste ich nicht. Es bleibt einem immer zuerst etwas die Luft weg, wenn man mit vollem Tempo in die Bande rauscht. Aber ich konnte meine Finger und Zehen bewegen und das war für mich ein gutes Zeichen. Also dachte ich, dass es glimpflich ausgegangen ist. Zurück in Mannheim wurde dann nochmals eine Untersuchung gemacht und es kam heraus, dass ich mir den zwölften Brustwirbel gebrochen hatte.

Aber es hätte natürlich noch schlimmer ausgehen können?
Oh ja, ich hatte wirklich noch Glück im Unglück. Natürlich ist die Verletzung unangenehm und nervig, aber man will sich gar nicht ausmalen was noch alles hätte passieren können.

Wie schmerzhaft ist diese Verletzung?
In den ersten Tagen hatte ich unglaubliche Schmerzen. Ich habe über eine Woche lang weder richtig laufen, noch schlafen können, weil ich wegen der Schmerzen keine richtige Position zum Liegen gefunden habe. Im Moment sieht es dagegen schon viel besser aus. An schlechten Tagen schmerzt es immer noch ein wenig, aber es wird von Tag zu Tag besser. Und die Hoffnung bald wieder auf dem Eis zu stehen, lässt die Schmerzen schnell vergessen.

Du musst im Alltag eine Art Korsett tragen. Wie kommst Du damit zurecht?
Ja, daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Aber ich muss es ja nicht den ganzen Tag tragen, sondern nur wenn ich unterwegs bin, zum Beispiel beim Autofahren, damit sich der Oberkörper nicht verdreht und alles stabilisiert bleibt. Ich hoffe, dass ich das Ding bald nicht mehr brauchen werde.
 
Wie sieht Dein Reha-Programm im Moment aus?
Die meiste Zeit verbringe ich im Moment auf dem Fahrrad oder mache andere Konditionsübungen, soweit das die Verletzung zulässt. Aber auch Muskelkräftigung steht im Vordergrund. Wir machen viel zur Kräftigung des Rückens und anderer Muskelpartien. Zusammen mit dem Physioteam habe ich viel daran gearbeitet, um in Form zu bleiben und damit ich sofort wieder ins Training einsteigen kann sobald die Verletzung verheilt ist.

Wann wirst Du denn eventuell wieder ins Training einsteigen können. Gibt es schon eine Prognose?
Wir werden uns am Montag oder Dienstag kommender Woche zusammensetzen und die Ärzte werden eine neue Aufnahme der Verletzung machen. Dann können wir sehen, wie gut der Heilungsprozess fortgeschritten ist. Als Ziel habe ich mir mal den Januar gesetzt. Es ist wichtig, sich Ziele zu setzen, um am Ball zu bleiben. Jedenfalls wäre ich froh, so bald wie möglich wieder auf dem Eis stehen zu können.

Wie schwer ist es für Dich, Deinem Team von Außen zuschauen zu müssen und nicht helfen zu können?
Es ist ein ganz schlimmes Gefühl. Man steht an der Bande und sieht, wie die Jungs kämpfen und man selbst nicht helfen kann. Wir sind eine Mannschaft mit viel Zusammengehörigkeit und da ist es natürlich noch schlimmer. Aber wir haben wirklich gute Jungs auf dem Eis, die für mich eingesprungen sind und einen tollen Job machen.

Wie kannst Du das Team trotzdem unterstützen?
Ich versuche viel mit den Jungs zu sprechen und sie zu motivieren. Auch während den Spielen. Man sieht von draußen manche Dinge besser und kann dadurch auch Tipps geben. Das ist momentan allerdings der einzige Weg, wie ich dem Team helfen kann. Ich hoffe, dass ich das bald auch wieder aktiv tun kann.
 
(www.adler-mannheim.de)

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