Als Team zum DerbysiegIngolstadt – Nürnberg 4:2

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Wie schon in der Partie vom 30. Dezember, war es auch diesmal wieder Ex-Ice-Tiger Alexander Oblinger, der die Gastgeber in Führung schoss (6.). Warum der gebürtige Augsburger immer ausgerechnet gegen Nürnberg trifft, weiß er auch nicht so genau. Von seinen drei Toren in dieser Saison, erzielte er genau zwei gegen die Franken, für die er zwischen 2010 und 2012 auflief.

Ingolstadt mit Druck – Nürnberg verunsichert

Der frühe Treffer deutete bereits auf den folgenden Spielverlauf hin. Nürnberg kam trotz einiger Möglichkeiten nicht zum Zug, die Panther dagegen ein weiteres Mal durch Derek Hahn (13.): Die Situation vor Tyler Weimans Kasten schien bereits geklärt, als der Puck direkt ins Gästetor sprang. Der Keeper der Franken war irritiert – wie auch seine Teamkollegen. Zwar wies Ingolstadt im ersten Drittel nur insgesamt zwei Schüsse mehr als Nürnberg auf, doch nach dem 2:0 waren die Ice Tigers sichtlich verunsichert und wirkten unkonzentriert.

Im Mittelabschnitt ließen sich die Gäste von den Panthern dann regelrecht ausspielen. Die Franken schafften es einfach nicht, sich gegen die Gastgeber durchzusetzen. Puckverluste an den heimischen Gegner führten zu teilweise gefährlichen Chancen für die „Schanzer“, so dass Tyler Weiman, fast absehbar, schließlich zum dritten Mal hinter sich greifen musste (24.). Torschütze diesmal: der frischgebackene Papa Sean O’Connor. Grund zum Feiern hatte der Stürmer mit der Nummer 73 also gleich zweimal.

"Doppelschlag" kommt zu spät

Alles andere als glücklich waren dagegen die Nürnberger, die nun schon 0:3 zurücklagen. Patrick Reimer wusste, warum: „Wir haben in den ersten 40 Minuten nicht stattgefunden“, gab der Ice-Tigers-Kapitän zu. Und am Ende war es dann zu spät. Zunächst erhöhte der ERCI aber noch auf 4:0. Joe Motzko setzte sich im Zweikampf gegen Jame Pollock durch und ließ den Puck ins Gästetor kullern (46.) – ein fragwürdiger Treffer, bei dem sich die 4.344 Zuschauer nicht einig waren, ob zuvor abgepfiffen wurde oder nicht. Die Unparteiischen entschieden sich nach einem Videobeweis jedenfalls für das Tor, das die Pantherfans endgültig zum Jubeln brachte. Es schien dabei fast so, als ob der vierte Treffer der Ingolstädter etwas in den Franken geweckt hätte. Denn nach den bislang erfolglosen Versuchen, schien es plötzlich auf Seiten der Nürnberger zu klappen. In der 49. Minute bewies Patrick Reimer, dass die Gäste doch noch Tore schießen können – ein Ehrentreffer, bei dem es nicht bleiben sollte. Die Franken spielten nun freier auf und versuchten es weiter: mit Erfolg. Wieder war es der Ice-Tigers-Kapitän, der in der 52. Spielminute traf. Doch wirklich freuen konnte sich der 30-jährige Nationalspieler, der am Sonntag das traurige 3:2 gegen Österreich in der Verlängerung erzielte, über seine Tore nicht. Denn nach einer spannenden Schlussphase blieb es beim 4:2-Erfolg für die Panther.

„Noch eine Schippe drauflegen“

„Wir wussten, dass Nürnberg ein direkter Konkurrent von uns ist, daher war der Sieg auch umso wichtiger“, ist Alexander Oblinger erleichtert und erklärt, wieso es mit den drei Punkten geklappt hat: „Wir haben während der Länderspielpause sehr hart trainiert, als Mannschaft zusammengefunden und gingen heute als Team aufs Eis.“ Das wollen die Panther auch in den nächsten Partien, denn der 24-Jährige weiß, was auf ihn und seine Kollegen zukommt. Neben drei Spielen in fünf Tagen geht es in die Endphase der Hauptrunde und damit um jeden Punkt. „Da brauchst du viel Kraft und musst noch eine Schippe drauflegen. Aber die Basis haben wir jetzt geschaffen“, so der ERCI-Stürmer zuversichtlich.

Die Ice Tigers dagegen wollen jetzt versuchen, den Schwung aus dem letzten Drittel von Ingolstadt mit in die Heimpartie am Sonntag gegen Krefeld zu nehmen. Das ist das Ziel! Bengt-Ake Gustafsson kennt die Tabellensituation, ist sich aber auch bewusst, dass es nichts bringt, auf die anderen zu schauen. „Wir müssen uns alleine auf uns konzentrieren und versuchen, die nötigen Punkte zu holen“, so der Nürnberger Coach.


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