Alles zum DEL-Start am Freitag

DEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in MannheimDEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in Mannheim
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Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) startet am kommenden Freitag in ihre neue Saison. Eingeläutet wurde die elfte DEL-Spielzeit bereits mit der ersten Runde des „Deutschen Eishockey-Pokals“ und den Spielen der Deutschen Nationalmannschaft beim „World Cup of Hockey 2004“.



Am Freitag wird in fünf DEL-Stadien ab 19:30 Uhr der erste Spieltag eröffnet. Dabei sind sicherlich zunächst alle Blicke Richtung Berlin gerichtet. In der Hauptstadt kommt es zur Wiederauflage des letzten DEL-Finales zwischen den Eisbären Berlin und den Frankfurt Lions. Im dritten Jahr hintereinander starten die Eisbären mit einem erneut verjüngten Kader in die neue Spielzeit.

Trotzdem scheint Berlin wieder eine der schlagkräftigsten Mannschaften der DEL auf das Eis zu bringen. Gezielte Verstärkung erfuhr das Team von Trainer Pierre Pagé durch die Verpflichtung von Nationalspieler Stefan Ustorf oder Verteidiger Derk Walser. Darüber hinaus kann Pagé auf bewährte Kräfte wie Kelly Fairchild, Steve Walker oder Micki DuPont zurückgreifen. Die Frankfurt Lions werden sich als amtierender Deutscher Meister neu beweisen müssen. Mit bewährten Spielern wie Lebeau, Norris oder Ratchuk und den Neuverpflichtungen wie Sean Pronger oder Joseph Murphy zählen die Lions in dieser Spielzeit von Anfang an zum engeren Favoritenkreis. Die Jagd auf den Meister ist eröffnet.

Ein weiterer „Meister“ muss sich in dieser Saison in der DEL behaupten. Die Grizzly Adams Wolfsburg schafften als Meister der 2. Bundesliga den Aufstieg in die DEL und finden sich zum ersten Mal im Eishockey-Oberhaus wieder. Zum Auftakt erwartet Wolfsburg mit dem Auswärtsspiel direkt ein Derby. Im Premierenspiel am morgigen Freitag trifft die Mannschaft von Trainer Stefan Mikes auf das neu formierte Team der Hannover Scorpions. Zurück in der TUI Arena und mit einem runderneuerten Kader hofft Hannover in diesem Jahr den Play Down Rängen fern bleiben zu können. Im Gegenteil, in der Landeshauptstadt möchte man um den Einzug in die Play-offs mitspielen. Über zu wenig Unterstützung von den Fans können sich die Scorpions dabei nicht beklagen. Bereits gestern waren von den insgesamt 11.000 Tickets nur noch 800 Restkarten übrig.

Für ein anderes Team aus einer anderen Landeshauptstadt beginnt die neue DEL-Saison „emotionsgeladen“. Die DEG Metro Stars bestreiten an den ersten beiden Spieltagen gleich zwei Derbys. Am Freitag muss die DEG in Iserlohn antreten und am Sonntag sind die Krefeld Pinguine an der Düsseldorfer Brehmstraße zu Gast.

Auch für Krefeld stehen an diesem DEL-Wochenende zwei Spiele gegen Mannschaften aus der unmittelbaren Nachbarschaft an. Bereits am Freitag kommt es zum beim Duell mit den Kölner Haien zum letzen „rheinischen Derby“ in der Krefelder Rheinlandhalle. Das nächste Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften in Krefeld wird dann am 26. Dezember in dem neu erbauten „KÖNIGPalast“ stattfinden.



Die größte Euphorie zum Saisonstart wird derzeit wohl in Iserlohn, Mannheim und Ingolstadt zu vernehmen sein, denn in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde das Scheitern der Tarifverhandlungen der NHL und der Spielergewerkschaft und die daraus resultierende Aussperrung der Spieler verkündet. Für Mannheim bedeutet dies, dass am Freitag beim Saisonauftakt gegen die Kassel Huskies sowohl Torhüter Cristobal Huet als auch Jochen Hecht aufs Eis gehen können. Der dritte Lockout-Spieler der Adler, Sven Butenschön, wird am ersten Wochenende noch nicht zum Einsatz kommen.

In Iserlohn wartet man sehnsüchtig auf den ersten Auftritt von Mike York. Der US-Amerikaner gilt als vielleicht bester Neuzugang der DEL und spielte in der Vergangenheit für die Edmonton Oilers und die New York Rangers. In 374 Partien schoss er bislang 98 Tore und 137 Assists. Am morgigen Freitag werden die Iserlohner Fans im ersten Heimspiel gegen Düsseldorf für ihr Warten belohnt.

Marco Sturm ist der unbestrittene Star in Ingolstadt und ebenfalls seit dieser Nacht fest im Kader des ERC. Der Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft spielte in der Vergangenheit insgesamt 568 Mal für die San Jose Sharks in der nordamerikanischen Profiliga. In den letzten drei Spielzeiten übertraf er trotz Verletzung immer die 40-Punkte-Marke und zählte zu den besten Scorern der Sharks. Seinen ersten Auftritt auf DEL-Eis seit 1996 wird Marco Sturm am Sonntag im Heimspiel gegen Berlin bestreiten.



Ca. 100 km weiter nördlich steigt ebenfalls die Nervosität vor dem ersten Saisonspiel. Die Nürnberg Ice Tigers müssen sich ebenfalls noch etwas gedulden, bevor sie in den Kampf um die DEL-Meisterschaft eingreifen können. Die Cracks von der „Noris“ starten am Sonntag mit einem Auswärtsspiel beim Aufsteiger Wolfsburg, ehe am darauf folgenden Dienstag die Augsburger Panther zum „Bayern-Derby“ in der Arena Nürnberg zu Gast sind. Ähnlich ist die Lage bei den Hamburg Freezers. Die Hanseaten müssen zunächst am Sonntag in der Kölnarena antreten, bevor Dienstag der ERC Ingolstadt auf dem „Planet Ice“ landet. Die Partie in der Color Line Arena beginnt um 19:30 Uhr.



Markus Kink von den Adler Mannheim ist nach seiner Matchstrafe im Play-off Viertelfi-nale noch für die ersten sechs Saisonspiele gesperrt. Ladislav Karabin von den Grizzly Adams Wolfsburg ist für die ersten beiden Saisonpar-tien gesperrt. Karabin erhielt in den Play-offs der 2. Bundesliga eine Spielsperre von drei Spielen plus drei Spiele auf Bewährung bis Ende dieser Saison.



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Die Spielpaarungen des Wochenendes

1. Spieltag, Freitag, 17. September 2004:

19:30 Uhr Hannover Scorpions –

Grizzly Adams Wolfsburg

19:30 Uhr Iserlohn Roosters - DEG Metro Stars

19:30 Uhr Adler Mannheim - Kassel Huskies

19:30 Uhr Krefeld Pinguine - Kölner Haie

19:30 Uhr Eisbären Berlin - Frankfurt

Lions

2. Spieltag, Sonntag, 19. September 2004:

14:30 Uhr Kölner Haie - Hamburg

Freezers

14:30 DEG Metro Stars - Krefeld Pinguine

18:30 Uhr Grizzly Adams Wolfsburg - Nürnberg

Ice Tigers

18:30 Uhr Frankfurt Lions - Hannover

Scorpions

18:30 Uhr Augsburger Panther - Adler

Mannheim

18:30 Uhr Kassel Huskies - Iserlohn

Roosters

18:30 Uhr ERC Ingolstadt - Eisbären Berlin

Dienstag, 21. September 2004, vom 1. Spieltag:

19:30 Uhr Hamburg Freezers - ERC

Ingolstadt

19:30 Uhr Nürnberg Ice Tigers - Augsburger

Panther

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