Alles gewagt und nichts gewonnenIngolstadt - Iserlohn 3:1

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Bereits gegen Berlin am Freitag hätte für die Sauerländer mehr als nur der eine Punkt drin sein können. Und auch in Ingolstadt reichte eine engagierte und ebenbürtige Leistung zu nichts Zählbarem. Bis zur zweiten Pause war es eher Magerkost, was beide Mannschaften aufs Eis zauberten. Geprägt von vielen kleinen Fehlern auf beiden Seiten waren es die Torhüter, die im Mittelpunkt standen. Erik Ersberg bei den Roosters, der langsam aber sicher in der DEL angekommen scheint. Und ein Timo Pielmeier bei den Panthern, der auch am Sonntagabend mit einigen sehr guten Paraden glänzen konnte. Beim Gegentreffer der Gäste durch Brooks Macek (7.) war er machtlos, alle anderen Schüsse schafften es nicht über die Torlinie. Da spielerische Highlights fehlten, fand Mike Yorks Schlittschuheinlage noch den meisten Applaus unter den 3424 Zuschauern. Ohne Stock behandelte er den Puck wie ein Lionel Messi im Strafraum und  beförderte das Hartgummi per Dropkick aus der Gefahrenzone. Mit Schläger war er noch gefährlicher, lediglich der Erfolg im Abschluss fehlte.

Erst im Schlussdrittel gab es etwas mehr Stimmung und Aktionen auf dem Eis. Mitverantwortlich auch die Schiedsrichter, die viel durchgehen ließen, dadurch Emotionen unter den Spielern aufkommen ließen, die sich dann wiederum in kleinen Handgemengen und endlich auch giftigeren Aktionen auf dem Eis entluden. Dem Spiel tat das gut, beide Mannschaften gingen nun auf Sieg und trauten sich mehr zu. Hier hatten die Oberbayern das glücklichere Ende für sich, ein gelungener Spielzug und Christoph Gawlik zwang Ersberg zu einem Abpraller, den Patrick Hager zur Führung für den ERC verwerten konnte (50.). Den Schlusspunkt zu einem Arbeitssieg für Ingolstadt setzte Travis Turnbull 15 Sekunden vor Ende mit dem Treffer ins leere Gehäuse der Gäste.

„Wir hatten genug Chancen, um Tore zu schießen“, sagte Jari Pasanen nach dem Spiel. Für ihn war Timo Pielmeier im Tor des ERC der spielentscheidende Faktor, etliche Chancen machte er zunichte. Für Ingolstadts Niklas Sundblad zählen nur die drei Punkte: „auch wenn wir heute ein eher schwaches Spiel abgeliefert haben, war das ein wichtiger Sieg. In Nürnberg waren wir zwei Drittel lang richtig gut und haben verloren.“ An aufkommender Erschöpfung mochte er noch vorhandene Formschwankungen nicht festmachen, trotzdem gibt es in der folgenden Länderspielpause auch vier freie Tage für die Panther. Platz 6 in der Tabelle mit Anschluss zur Spitze, davon können die Roosters (noch) nur träumen.

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