Aller Anfang ist schwer - Adler legen vor

Den Mannheimer Adlern fehlt noch ein Sieg - Foto: Foto: Armin Rohnen © STOCK4pressDen Mannheimer Adlern fehlt noch ein Sieg - Foto: Foto: Armin Rohnen © STOCK4press
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So richtig angekommen im Alles oder Nichts Modus war gestern Abend neben Freddy Brathwaite, der die Vorlage zum zwischenzeitlichen 3:1 gab, nur die zweite Reihe um Mike Glumac, Ronny Arendt, der für den gesperrten MacDonald spielte, Marcus Kink, sowie Niko Dimitrakos und Frank Mauer. Die Vorgenannten zeichneten nicht nur für mehr als 50 Prozent der auf Nürnbergs Goalie Patrick Ehelechner abgefeuerten 41 Schüsse, sondern auch für die erzielten Tore verantwortlich. Die restlichen Mannschaftsteile zeigten ein engagiertes Spiel, jedoch ohne das Mehr an Aggressivität, Checks und unbedingtem Willen, das die Play Offs ausmacht.
 
Das reichte für Nürnberg am gestrigen Abend. Nürnberg kam zwar ohne „Buslag“ direkt ins Spiel, die Adler hatten die zu umständlich agierenden Ice Tigers im ersten Drittel aber im Griff, erarbeiteten sich gute Chancen, deren Verwertung jedoch ausblieb. Das Warten auf ein Tor erledigte sich erst in Drittel zwei, aus Adlersicht jedoch auf der falschen Seite. Ice Tiger Fischhaber durfte sich nach Frosch und Oblinger am dritten Nachschuss versuchen und brachte die Mannen von Andreas Brockmann in Führung. Langen Bestand hatte die Führung nicht, zwei Minuten später glich Marcus Kink für Mannheim aus. Im letzten Drittel dauerte es fünf Minuten, bis Jame Pollock nach für ihn langer Durststrecke wieder ein Tor erzielte und auf 2:1 erhöhte, als Nutznießer eines entschlossen vorgetragenen Angriffs durch Reinprecht und Mauer. Wie schon am Freitag letzte Woche, brachte dieses Tor die Nürnberger aus dem Konzept, sie verloren etwas ihren Spielfluss, das 3:1 von Dimitrakos fünf Minuten später, verstärkte das noch. Hier halfen dann die Adler, sie verminderten den Druck, verlegten sich mehr auf die Defensive und brachten die Ice Tigers wieder besser ins Spiel. Zwei Minuten vor Schluss ging dann Ehelechner zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Adler hatten hier richtig Glück, dass die Schiedsrichter kurz danach übersahen, dass Mannheim für kurze Zeit mit sechs Feldspielern agierte. Der Druck der Nürnberger hatte noch ein Tor zur Folge, zehn Sekunden vor Schluss das 3:2, zu mehr langte es nicht mehr.
 
„Für mich ist der Spielstand 0:0“, sagte Harold Kreis mit Blick auf das Spiel nächsten Freitag in Nürnberg, wohl war, sagt doch erst das Ergebnis dieses Spiels etwas über den Wert des Sieges aus. Ich weiß nicht, was wir noch besser machen sollen, wir haben gut gespielt und wurden lediglich für drei Fehler bestraft, meinte Andreas Brockmann nach dem Spiel. Ob diese etwas resignative Aussage nach „ Pre-Sweep“ für Mannheim riecht, würde zwar das Gesetz der Serie von Play-Off-Spielen zwischen Nürnberg und Mannheim bestätigen, bleibt aber abzuwarten.

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Dienstag 18.02.2020
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