Alle neune – Ice Tigers holen Rekord!Nürnberg – Schwenningen 4:3

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„Ich bin sehr stolz auf die Spieler und den Trainerstab. Sie haben in der Vorbereitung so hart gearbeitet und den Rekord verdient“, erklärt Martin Jiranek. „Wir müssen diese Zeit genießen“, denn keiner weiß, wie lange diese Serie noch anhält. Daher sei Ausruhen auch fehl am Platz. „Immer weiter für jeden Sieg kämpfen“, lautet die Ansage des Ice-Tigers-Sportdirektors.

Die Partie gegen die Wild Wings zeigte nämlich bereits, was passiert, wenn man sich seines Erfolges zu sicher ist. „Man denkt, das Spiel ist gewonnen. Doch genau das darf man in dieser Liga und vor allem gegen Schwenningen nicht“, mahnt Cheftrainer Tray Tuomie im Nachhinein. 3:0 führten die dominierenden Franken souverän nach zwei Dritteln durch die beidenTreffer von Leo Pföderl (6., 11.) und Evan Kaufmanns Überzahltor (39.). Die Gäste traten bis dahin zwar nicht chancenlos auf, wirklich gefährlich wurde es für Tyler Weiman aber erst im Schlussabschnitt. Während Schwenningens Dimitri Pätzold seinem Goalie-Kollegen Lukas Steinhauer Platz machte, war es der Nürnberger Tormann, der im letzten Drittel zu tun hatte.

Rekord in Gefahr

Die „Schwäne“, die laut Trainer Stefan Mair vor den Ice Tigers zunächst zu viel Respekt hatten, kehrten nach der zweiten Pause plötzlich mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen aufs Eis zurück. Immer wieder versuchten sie, Weiman zu überwinden, der schließlich nach einem Konter von Marcel Rodman zum ersten Mal hinter sich greifen musste (46.) – ausgerechnet, als sich die Ice Tigers in Überzahl befanden. Die Wild Wings hatten die Oberhand gewonnen und bissen sich in der Nürnberger Zone fest. Die Heimmannschaft wirkte müde und schien kein Mittel gegen die Schwenninger zu finden, die daraufhin durch Nick Johnson (50.) den Anschlusstreffer erzielten und schließlich ausglichen. Schütze zum 3:3: Mirko Sacher (53.). Der Startrekord der Franken war in Gefahr. Doch dann folgte die Rettung:

„Glück gehabt“

Wie bereits gegen München, hieß es gegen die Schwarzwälder in der Schlussphase: Überzahl! Und wie am Mittwoch gelang den Ice Tigers auch diesmal in fast letzter Minute der Siegtreffer. Torschütze: Connor James (59.). „Das ist bitter“, seufzte Stefan Mair, der sich vor allem über Adam Borzeckis Fünf-Minuten-Strafe ärgerte. „Da spielst du gut und stehst am Ende mit leeren Händen da. Wir haben heute auf jeden Fall Lehrgeld bezahlt“, so der Wild-Wings-Coach. Das haben allerdings auch die Nürnberger, wie Tray Tuomie findet. Denn so spannend hätten es seine Jungs nach der sicheren Führung nicht machen müssen. „Wir haben wieder einmal Glück gehabt“, weiß Leo Pföderl, der sich nach seinem Mittwochstor über seine beiden aktuellen Treffer freute. „Die Chancen waren in den letzten Wochen schon da, aber die Scheibe ging ums Verrecken nicht  rein“, erinnert sich der 20-Jährige, der diesmal vom Team zum besten Spieler gewählt wurde und somit den Siegergürtel bei der Ehrenrunde tragen durfte. Die Ice-Tigers-Fans feierten also erneut ihre Helden auf dem Eis – unterstützt von über 500 Club-Anhängern, die nach der bösen 0:5-Pleite des 1. FCN gegen den Hamburger SV doch noch einen Nürnberger Sieg erleben durften. 

Buzas verletzt, wer kehrt zurück?

Mit 26 Zählern und neun Punkten Vorsprung auf Köln führen die Franken weiter die Tabelle an – ein gutes Polster für das anstehende Wochenende. Denn mit Wolfsburg am Freitag und Mannheim am Sonntag vor Heimpublikum warten zwei schwere Gegner auf die Ice Tigers, deren Spielerbank immer kürzer wird. Patrick Buzas verletzte sich im ersten Drittel gegen Schwenningen an der Schulter. Wie lange der Stürmer ausfällt, wird sich frühestens nach der Untersuchung am Montag zeigen. Dafür schließt Tray Tuomie eine baldige Rückkehr von Steven Regier, Yan Stastny, Jame Pollock und Brett Festerling nicht aus. Wer letztendlich gegen die Grizzly Adams oder Adler tatsächlich zum Einsatz kommt, bleibt abzuwarten. Die Wild Wings wollen in Hamburg nach den beiden knappen Niederlagen an ihre Siege über die Haie, München und Wolfsburg anschließen.


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