Alex gewinnt das Barta-DuellMünchen - Ingolstadt 4:1

Björn Barta (links) gratuliert seinem Bruder Alex zum Sieg. (Foto: Imago)Björn Barta (links) gratuliert seinem Bruder Alex zum Sieg. (Foto: Imago)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Ein Derby mit besonderer Würze, denn im Kader der Ingolstädter befindet sich neben dem frisch nominierten Nationaltorhüter Timo Pielmeier auch der ältere Bruder des EHC-Stürmers Alexander Barta, Björn. Vor 4083 Zuschauer gewannen die Red Bulls mit 4:1 (2:1, 0:0, 2:0) gegen den ERC Ingolstadt.

Die Red Bulls begannen zunächst mit wenig Risiko und ließen die Gäste aus Ingolstadt über weite Teile nahezu unbehelligt agieren. In der 16. Minute rächte sich diese nachlässige Spielweise mit der Führung für den ERC durch John Laliberté. Unbeeindruckt davon fingen die Münchner nun an, Druck auf das Tor von Timo Pielmeier auszuüben und erzielten durch Daryl Boyle und Garrett Roe den Ausgleichs- bzw. Führungstreffer. Von den Gebrüder Barta war in dieser Phase des Spiels außer einer Meinungsverschiedenheit zwischen Björn Barta und Yannick Seidenberg noch nichts zu sehen.

Im zweiten Abschnitt erinnerten sich beide Teams daran, dass Eishockey auch körperbetont gespielt werden kann. Es folgten viele kleine Nadelstiche und zum Teil taktisch unnötige Strafzeiten, wie jene von Mads Christensen, der sich bei einem Stockcheck gegen Thomas Greilinger und dem Beinstellen zuvor nicht besonders geschickt anstellte. Die wenigen Torchancen blieben von beiden Mannschaften ungenutzt, sodass das zweite Drittel torlos blieb.

Nach 40 Minuten schienen den Gästen im fünften Spiel innerhalb von sieben Tagen etwas die Kräfte zu schwinden, zumal die Panther den Ausfall von fünf Stammkräften verkraften müssen. Dies nutzen die Red Bulls im letzten Drittel eiskalt aus. Florian Kettemer umkurvte Timo Pielmeier, der bei dieser Aktion nicht gut aussah, und erhöhte für die Gastgeber auf 3:1. In der letzten Spielminute markierte EHC Kapitän Michael Wolf mit einem Empty-Net-Goal den 4:1-Endstand in diesem hochklassigen Derby. „Ich würde nicht oft Geld ausgeben, um ein Eishockey-Spiel zu sehen, aber heute hätte ich gerne 20 oder 30 Euro Eintritt dafür bezahlt“, so ERC-Coach Larry Hurras.

Die Red Bulls beenden die Derbyserie mit einer fast perfekten Ausbeute von vier Siegen und elf Punkten. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Münchens Torhüter Niklas Treutle: „Derbys sind gerade für die Fans immer etwas Besonderes. Nach dem Shutout am Freitag in Garmisch, jetzt noch der Sieg gegen Ingolstadt. Ein perfekteres Wochenende gibt es nicht.“

Tore:
0:1 (15:34) John Laliberté (Dustin Friesen, Thomas Greilinger)
1:1 (16:50) Daryl Boyle
2:1 (19:33) Garrett Roe (Richard Regehr, Daryl Boyle/5-3)
3:1 (52:24) Florian Kettemer (Michael Wolf, Daniel Sparre)
4:1 (59:40) Michael Wolf (Daniel Sparre/ENG)

Schiedsrichter: Krawinkel, Massy / Linienrichter: Hofer, Seeßle
Strafen: München 12, Ingolstadt 14
Zuschauer: 4083


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