Alea iacta est - Mauer bleibt in Mannheim

Frank Mauer - Foto: Carsten Schürenberg © STOCK4pressFrank Mauer - Foto: Carsten Schürenberg © STOCK4press
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Die Frage ist, was ist außergewöhnlich?  Seine Einsätze in dieser Saison in der Mannschaft der Adler -Spieler Reihe Vier, Drei, gar nicht, Reihe Eins, überzähliger Spieler, dann die Berufung in die Nationalmannschaft, dort eventuell auf dem Sprung in den WM Kader- das hat Vergnügungspark - verdächtigen Achterbahn Charakter, ohne Spaßfaktor für den Betroffenen, das ist außergewöhnlich. Dazu befragt, meinte Frank Mauer, dies sei manchmal so im Sport, das sind Trainerentscheidungen, die er zu akzeptieren habe und nicht zu kommentieren -  tapfer, tapfer.

Setzt man sich dann auf seinen Stuhl, darf man sich die Frage stellen, was ist der Grund  dafür? Einerseits Nationalmannschaft, andererseits „Zwangsausbildung“ zum Allrounder im Verein?  16 Scorerpunkte bei plus Vier in dieser Saison, trotz obiger „Einsatzvielfalt“ und damit etablierte Kräfte hinter sich gelassen, ist nun auch nicht so schlecht, schaut man sich die Leistungen der Adler  in dieser Saison an. Geht das so weiter, wenn ja, welchen Einfluss hat das auf meine weitere Entwicklung? Ist es besser, den Verein an dem mein Herz hängt, zu verlassen? Berechtigte Gedankengänge!

Vielleicht würde es helfen mit den jungen Spielern zu reden. Die Adler haben es sich auf die Fahne geschrieben, junge Leute zu integrieren. Dass man mit jungen Spielern anders umgehen muss, wie mit  „gestandenen Spielern“ liegt wohl eher nicht im Bereich eines Geheimnisses. Nicht konform zu sein, Spaß zu haben, manchmal über die Stränge zu schlagen, trotzig zu sein, ist das Recht der Jugend. Damit umgehen zu können, das in die richtigen Bahnen zu lenken, ist die Pflicht derer, die mit jungen Leuten umgehen und sie in ein Mannschaftsgefüge integrieren wollen. 

„Beschweigen“ und vor vollendete Tatsachen stellen, hilft da eher weniger. Dass es an Ansprache und Begründungen für getroffene Entscheidungen mangelt, hört man gerüchteweise immer wieder aus dem Adlerhorst, dazu passt auch ein Satz aus der RNZ von Rainer Kundel, hier zitiert: "Das Management der Adler habe den Wunsch nach einer Aussprache abgelehnt und auf den bestehenden Vertrag verwiesen, berichtet Tuma (Spielerberater von Frank Mauer)".

Hier ging es sicherlich genau darum: verordnen ohne Reden. Das Winken mit dem Zaunpfahl hat geholfen, man hat sich geeinigt und so manche, verständlicherweise an Frank Mauer interessierten Vereine müssen ihre Begehrlichkeiten zurückstellen. Gut so, für die Adler und hoffentlich auch für Frank Mauer.