Ärger mit Capla - Der wahre Grund für Johnson’s Wechsel

Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“
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Nachdem bekannt wurde, dass Craig Johnson in der kommende Spielzeit für die DEG Metro Stars und nicht mehr für die Hamburg Freezers auflaufen wird, wurde ihm von vielen Hamburger Fans Geldgier vorgeworfen. Jetzt äußerste sich Johnson gegenüber dem Hamburger Abendblatt öffentlich zu seinem Wechsel an den Rhein und stellte klar:„Es liegt nicht am Geld“, denn das Angebot der Hamburger war „fair und absolut angemessen.“

Stattdessen erhebt der NHL-Routinier schwere Vorwürfe gegen Freezers-Boss Boris Capla: „Er hat mir in den Gesprächen zu verstehen gegeben, dass ich lieber ablehnen sollte, da er für das gleiche Geld einen besseren Spieler bekomme.“ Craig Johnson war in der abgelaufenen Saison Top-Spieler der Freezers, ein solches Verhalten von Boris Capla scheint vollkommen unverständlich, doch die Beziehung zwischen beiden Parteien ist wohl schon länger gestört.

„Nachdem ich wegen meiner Leistenverletzung ausfiel, wollte er, dass ich nach zwei Wochen wieder auf’s Eis zurückkehre. Das habe ich abgelehnt.“ Capla warf Johnson dann vor, er schiebe die Verletzung vor, um schnell zurück zu seiner Familie in die USA zu kommen. Johnson war darüber mehr als empört:„Das ist eine Frechheit! Ich hatte von vier Ärzten aus Nordamerika Atteste, die besagen, dass ich nicht spielen kann. Mit meiner Verletzung muss man normalerweise acht bis zwölf Wochen pausieren“, wird der Amerikaner im Abendblatt zitiert. Der ganze Vertragspoker wurde also immer mehr zu einem persönlichen Problem zwischen beiden.

„Nachdem ich gehört habe, dass Boris zu Brandon Reid, nach dessen Wechsel in die Schweiz, gesagt hat, dass er dort eh keinen Erfolg hat, dachte ich mir, dass ist nicht die Art, die ich mag. Das war sehr übel von ihm. Wenn ich jetzt höre, wie er über mich spricht, weiß ich, dass mein Wechsel die richtige Entscheidung war.“ Der Grund für Craig Johnson’s Wechsel war also einzig allein das Problem mit Freezers-Manager Boris Capla, denn „die Fans, die Arena, die Mannschaft und auch Trainer Mike Schmidt - das alles zurückzulassen ist wirklich schwer“, sagte Johnson, „ich habe das Jahr in Hamburg sehr genossen und Erfahrungen gemacht, die ich aus der NHL nicht kannte. Ich hätte meine Karriere gern in Hamburg beendet, und hoffe, dass die Fans mir das glauben.“

Durch dieses Verhalten zog sich Boris Capla verständlicherweise den Zorn der Freezers-Fans zu. Von einem Mann in einer solchen Position, sollte man etwas anderes erwarten können. (dp)